Ohba & Obata: Platinum End Band 2

Der Erstauflage liegt ein farbiger Miniprint (siehe oben rechts) bei.

Originaltitel: Platinum End

Text: Tsugumi Ohba

Zeichnungen: Takeshi Obata

Verlag: Tokyopop

Genre: Mystery, Fantasy

Seitenzahl: 206

Anzahl Bände (DE): bislang 3

Erscheinungsjahr: 2017

ISBN: 978-3-8420-3220-0

Klappentext:

Auf der Suche nach dem Glück!

Das Leben von Mirai Kakehashi ist der reinste Albtraum. Nach dem Tod seiner Eltern wächst er bei seiner herzlosen Tante und seinem egoistischen Onkel auf, die ihn lediglich als lebenden Abschaum betrachten. Daher beschließt Mirai, Suizid zu begehen und stürzt sich von einem Hochhaus. Doch kurz vor sei-nem Aufprall findet er sich in den Armen eines weiblichen Engels wieder. Dieser gibt sich als sein Schutzengel zu erkennen und hat es sich zum Ziel gesetzt, Mirai glücklich zu machen. Dafür verleiht sie ihm besondere Fähigkeiten, doch ganz un-eigennütig sind ihre Absichten nicht …

Wir erinnern uns: Der vorherige Band endete mit einem miesen Cliffhanger. Und dieser entpuppt sich nun als etwas gekünstelt.  Klar, der Vorfall am Ende des ersten Bandes hat uns Leser quasi zum Kauf des zweiten Bandes gezwungen – für die Handlung entpuppt sich der Vorfall allerdings als verhältnismäßig irrelevant.

Denn die im ersten Blick schwerwiegend-wirkenden Folgen werden nahezu komplett durch einen Zeitsprung nichtig gemacht. Dabei hätte man die Geschichte auch unter den Umständen zumindest etwas länger oder im Zeitraffer weitererzählen können, anstatt einfach einen Monat unter den Tisch fallen zu lassen. So wirkt es einfach wie nichts Halbes und nichts Ganzes.

Glücklicherweise war das auch schon mein größter Kritikpunkt am zweiten Band von Platinum End. Denn nach der Cliffhanger-Enttäuschung erfahren wir wieder mehr über die Bedingungen des „Gottes-Wettkampf“. Dabei lassen Ohba und Obata allerdings keine Langweile aufkommen – im Gegenteil!

Denn der erste Mitstreiter geht in die Offensive. Bei einem öffentlichen Treffen, bei dem auch zahlreiche Zuschauer und die Medien anwesend sind, verbünden und bekämpfen sich andere Gottesanwärter und der aus dem vorherigen Band bekannte selbsternannte Superheld.

Dabei kommt jedoch nicht jeder mit dem Leben davon. Und wer Grausamkeiten an Kindern nicht ertragen kann, sollte von diesem Band lieber die Finger lassen – auch wenn relativ wenig Blut fließt.

So wird der Wettstreit nun im großen Stil eröffnet und bietet sowohl etwas für Action-Fans als auch für diejenigen, die geistige Duelle im Death Note-Stil bevorzugen. Beides wird nämlich gleichermaßen kombiniert.

Besonders erfreulich ist es auch, dass Mirai eine Verbündete zur Seite gestellt bekommt, die so ganz anders als Misa ist. Statt sich Mirai unterwürfig zu fügen, weist sie ihn sogar zurück. Ansonsten ist sie sehr schweigsam und mysteriös, weswegen ich das Gefühl habe, dass beeindruckendes Potenzial in ihr schlummert. Sie könnte ein Charakter werden, der mich wirklich umhaut. Ob dem tatsächlich so ist, wird allerdings erst der nächste Band zeigen.

Fazit

Abgesehen von einem schwachen, durch den Cliffhanger erzwungenen Einstieg schafft es der zweite Band von Platinum End, weitere Hintergrundinformationen mit einem gleichermaßen physischen und actiongeladenen sowie psychischen Kampf zu verknüpfen. Außerdem wittere ich das Potenzial einer beeindruckenden Protagonistin. Dafür vergebe ich 4 von 5 Kreuzen.

† † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

Weitere Bände:

Band 1

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2 Kommentare zu „Ohba & Obata: Platinum End Band 2

    1. Hey,
      erstmal danke für deine Kommentare. ^^
      Die Reihe läuft noch in Japan (und hat dort aktuell fünf Bände). Und weil der Fünfte bei uns im Oktober rauskommt, kann ich mir vorstellen, dass wir danach einiges an Geduld mitbringen müssen. Du hast also noch Zeit, die Reihe weiter zu beobachten. 😉

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