Bücher · Englisch · Jugendbücher

Josh Sundquist: Love and First Sight

Originaltitel: Love and First Sight

Autor: Josh Sundquist

Verlag: Little, Brown Books for Young Readers

Genre: Jugendbuch, Englisch

Content Note: Blindheit, Heilung, Mobbing

Seitenzahl: 304

Erscheinungsjahr: 2017

ISBN: 978-0-316-30536-5

Klappentext:

Love is one thing you don’t need to see to believe.

On his first day at a new school, blind sixteen-year-old Will Porter acciden-tally groped a girl on the stairs, sat on another student in the cafeteria, and somehow drove a new classmate to tears without ever saying a word. High school can only get better from there, right?

As Will starts to find his footing, he develops a crush on a sweet but shy girl named Cecily. Then an unprecedented opportunity arises: an experi-mental surgery tha could give Will eyesight for the first time in his life. But learning to see is more difficult than Will ever imagined, and he soon realizes that the sighted world has been keeping secrets. It turns out Cecily doesn’t meet traditional defnitions of beauty – in fact, everything he’d heard about her appearance was a lie by their so-called friends to get the two of them together. Does it matter what Cecily looks like? No, not really. But then why does Will feel so betrayed?

Liebes Love and First Sight,

ich habe dich gefunden, weil ich während eines Internetausfalls auf der Suche nach einer eher leichten Wochenendlektüre war. Und obwohl deine Geschichte sich auch mit ernsten Themen befasst, klang der Klappentext doch locker genug, dass meine Wahl auf dich fiel.

Tatsächlich ist dein Schreibstil leicht verständlich. Kurze Kapitel und viele Dialoge tun ihr Übriges, dass du eben die kurze Lektüre bist, nach der ich mich gesehnt hatte. Allerdings bist du mir in manchem Punkten dann doch zu kurz.

Deine Handlung beginnt damit, dass Will, der bislang an einer Schule für Menschen mit Sehbehinderungen war, auf eine allgemeine High School wechselt. Bevor die Liebesgeschichte also ins Rollen kommt und auch währenddessen gibst du uns also immer wieder Einblicke in seinen Alltag.

Da ich selbst in meinem Leben kaum Kontakt mit sehbehinderten, ansonsten aber gesunden Menschen habe, hast du mir dabei Aspekte gezeigt, die mir vorher nie in den Sinn gekommen waren: So hat Will statt Postern Rubbel-Duft-Sticker an seinen Zimmerwänden, erkennt die Gefahr von Elektro-Motoren für ihn und hat Probleme mit räumlicher Wahrnehmung. Es war also eine spannende Erfahrung, seine Perspektive einnehmen zu können.

Außerdem hast du deutlich gemacht, dass sich sein fehlendes Augenlicht zwar auf sein bisheriges Leben ausgewirkt, es aber nicht völlig dominiert hat, indem du ihn als bislang beliebten Jungen darstellst, der auch schon erste Kusserfahrungen hatte. Allerdings gibt es da eine Sache, die ich vermisst habe: Hobbies. Will hat nämlich irgendwie keine. Ja, er tritt dem Journalismus Club seiner neuen Schule bei, hat also Interessen, und im amerikanischen Schulsystem haben Schule und private Interessen einen anderen Stellenwert, aber trotzdem habe ich mich immer wieder gefragt: Was hat er in seiner Freizeit getrieben, bevor er auf diese Schule kam?

Leider gibst du ihm aber nur „Im Internet surfen“ als undefinierte Beschäftigung, wenn er gerade Zeit übrig hat, beziehungsweise verrätst uns einmal, dass er gerne die Captions bei Instagram liest – und das war’s. An dieser Stelle hast du eindeutig Potential verschenkt, uns einen weiteren Winkel aus seiner Perspektive zu zeigen.

Und auch deine Methode zur Konfliktlösung war mir zu knapp. Im Laufe deiner Handlung baust du zwei Hauptkonflikte auf. Einen davon löst du ja zumindest noch mit einer für mich noch etwas zu knapp geratenen Hinführung. Der andere wird aber schlichtweg durch einen Zeitsprung als bereits aufgelöst gezeigt. An dieser Stelle hätten ein-zwei Kapitel gereicht, um den ersten Konflikt im Nachgang noch glaubhafter und den anderen überhaupt aufzulösen – und dabei mehr Emotionen zu erzeugen als mein überrumpeltes „Aha, so geht’s aus, okay“-Gefühl.

Fazit

Du, liebes Love and First Sight, versetzt uns mit einem lockeren Stil in Wills Perspektive und hast mir dabei Dinge gezeigt, die ich persönlich nicht bedacht hätte. Allerdings sind manche Aspekte und insbesondere die Lösung der beiden Hauptkonflikte zu kurz gekommen. Daher vergebe ich 3 von 5 Kreuzen.

† † † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

Advertisements

Kommentieren (Achtung: Bei der Nutzung der Kommentar-Funktion werden neben den von dir eingetragenen Daten auch deine IP-Adresse an Wordpress und Akismet weitergegeben. Bitte kommentiere nur, wenn du damit einverstanden bist.)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.