Fantasy · Mangas & Co. · Mystery

Machico Chino: Miniature Garden of Twindle Band 1

Originaltitel: Twindle No Hakoniwa

Mangaka: Machico Chino

Verlag: Tokyopop

Genre: Fantasy, Mystery

Seitenzahl: 160

Anzahl Bände: 2

Erscheinungsjahr: 2018

ISBN: 978-3-8420-4146-2

Klappentext:

Fantastisch, düster und süß zugleich!

Die Zauberer Gilles und Giselle sind Zwillinge und ihre beiden Zauberstäbe waren ursprünglich einmal ein einziger. Als Stofftierhersteller haucht der jüngere Bruder Gilles Stofftieren Leben ein, Giselle ist Krankenschwester und benutzt ihre Magie zum Heilen. Nach einem großen Unglück flickt Giselle die toten Körper mit ihrer Magie zusammen, was jedoch die Zauberstäbe der Zwillinge mit einem Fluch belegt. Als Giselle auch noch spurlos ver-schwindet, macht sich Gilles auf die Suche nach ihr …

Dieser Klappentext in Verbindung mit der Covergestaltung haben mir  ja schon quasi „Nimm mich mit“ zugerufen. Allerdings war ich mir zu dem Zeitpunkt noch nicht bewusst, was für einen Schatz ich mit Miniature Garden of Twindle tatsächlich in den Händen hielt.

Zunächst einmal ist nicht nur das Cover unglaublich schön. Auch der Zeichenstil im Manga selbst ist unglaublich schön, detailreich und verspielt. Und das beste: Der komplette Band ist farbig!

Die Farbauswahl trägt nämlich auch ihren Teil dazu bei, dass mir der Zeichenstil so gut gefällt. Wären die Bilder nur schwarz-weiß, wären mir die Bilder vermutlich zu unübersichtlich geworden, doch so grenzen sie schon an Perfektion. Außerdem setzt Machico Chino die Farben gekonnt in Szene, um verschiedene Personen oder Handlungsstränge voneinander abzugrenzen. Insbesondere Fans von Alisik sollten allein wegen des Zeichenstils mal einen Blick in Miniature Garden of Twindle werfen.

So süß und verträumt Zeichenstil und Klappentext aber auch wirken, sollte man sich davon nicht fehlleiten lassen. Gerade im ersten Kapitel fängt die Geschichte noch ziemlich harmlos an und hätte mich mit ihrer Niedlichkeit fast schon abgeschreckt – doch der erste Eindruck täuscht gewaltig. Denn trotz aller Zuckrigkeit ist die Geschichte an sich doch stellenweise auf der makaberen Seite – sowohl beim Blick auf die Handlung aus auch auf die Charaktere.

Neben der Mage sind Sterblichkeit bzw. Vergänglichkeit, Obsession und die Bedeutung von Geschwistern zentralie Motive von Miniature Garden of Twindle. Diese Kombination ist verpackt in einer Geschichte, die in einem angenehmen Tempo dahinfließt – nicht zu schnell, aber auch nicht zu langsam aufbauend, wenn man bedenkt, dass es sich eben nur um zwei Bände insgesamt handelt.

Ab und an wird sie von kurzen Rückblenden durchbrochen, die den Handlungsverlauf allerdings nicht weiter stören. Und gerade gegen Ende nimmt die Handlung dann noch einmal richtig an Fahrt auf, sodass ich froh bin, dass das Warten auf den zweiten Band nun endlich ein Ende hat.

 

Fazit

In Miniature Garden of Twindle hat Machico Chino einen wunderschönen Zeichenstil mit einer Geschichte kombiniert, die zwar im süßen Gewand daherkommt, eigentlich aber ziemlich creepy bis makaber ist. Kurzum: Genau der richtige Manga für mich. Daher vergebe ich 5 von 5 Kreuzen.

† † † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

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