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Marissa Meyer: Wie Monde so silbern

Originaltitel: Cinder

Autor: Marissa Meyer

Verlag: Carlsen

Genre: Science-Fiction, Märchen, Jugendbuch

Seitenzahl: 384

Erscheinungsjahr (DE): 2014

ISBN:978-3-551-58335-2

Klappentext:

Cinder lebt bei ihrer Stiefmutter und ihren zwei Stiefschwestern, arbeitet als Mechanikerin und versucht gegen alle Widerstände, sich nicht unterkriegen zu lassen. Als eines Tages niemand anderes als Prinz Kai an ihrem Markt-stand auftaucht, wirft das unzählige Fragen auf: Warum braucht der Prinz ihre Hilfe? Und was hat es mit dem plötz-lichen Besuch der Königin von Luna auf sich, die den Prinzen unbedingt heiraten will? Die Ereignisse pberschlagen sich, bis sie während des großen Balls, auf den Cinder sich ein-schmuggelt, ihren Höhepunkt finden. Und diesmal wird Cinder mehr verlieren als nur ihren Schuh …

Die Lunar Chronicles wurden auf BookTube mehr als ausgiebig gehypt. Und obwohl ich die englischen Cover wirklich wunderschön finde, und durchaus ab und an Lust auf eine Märchen-Neuerzählung hatte, habe ich nie selbst zu den Büchern gegriffen. Stattdessen wurde mir nach ausdrücklicher Empfehlung der erste Band Wie Monde so silbern geschenkt, der auch als Cinder bekannt ist.

Ehrlich gesagt ist Aschenputtel nie eines meiner Lieblingsmärchen gewesen. Umso angenehmer war es mir da, dass die Lunar Chronicles sich nur grob an den Motiven der Märchen orientieren. Ja, es sind einige Parallelen wie das arme Mädchen mit der bösen Stiefmutter, der Prinz und der Ball vorhanden. Aber Wie Monde so silbern bietet darüber hinaus noch so viel mehr.

Denn die Geschichte wartet mit einem überraschend gut ausgearbeiteten Setting auf. Meyer hat sich beim Entwurf dieser Zukunft wirklich Mühe gegeben. So wirkt die Welt sowohl im Kleinen wie z.B. mit Cinders Arbeitsplatz auf dem Markt wie auch im Großen, erkennbar an der internationalen bzw. interplanetaren Politik, gut durchdacht. Es wirkt nicht, als seien nur die für die Geschichte relevanten Teile ausgearbeitet worden, sondern als wäre auch darüber hinaus gedacht worden, was mich auch für die nachfolgenden Teile positiv stimmt.

Dabei wird diese vermeintlich komplexe Welt mit einem leichten Schreibstil rübergebracht, sodass die Seiten nur so vorbei fliegen. Das ist besonders für mein semestergeschädigtes Studentenhirn angenehm gewesen.

Weniger angenehm war allerdings die Liebesgeschichte. Denn hier haben wir es mit einem Fall von „Liebe auf den ersten Blick“ zu tun. Ich will nicht bestreiten, dass  Menschen sich auf den ersten Blick interessant finden, allerdings frage ich mich bei Cinder und Prinz Kai, was sie aneinander finden – abgesehen davon, dass der Plot eben unendlich starke Gefühle der beiden vorsieht.

Wo wir schon bei der Vorsehung des Plots sind: Ich hoffe, es ist gewollt, dass wir Leser die für unsere Protagonistin ach so große Überraschung schon auf 2km Entfernung riechen können. Denn die Hinweise, die im Vorfeld fallen gelassen werden, sind alles andere als dezent.

Dennoch ist der Plot nicht völlig vorhersehbar. Abgesehen davon, dass im Verlauf der Handlung immer wieder Dinge geschehen, die mich überrascht haben bzw. die ich der Geschichte gar nicht zugetraut hätte, hatte sich in meinem Kopf eine ganz andere Vorstellung vom Ende zusammengebraut. Allerdings dachte ich auch, dass die Bücher weniger eine stringente Reihe und vielmehr einzeln, in sich abgeschlossene Geschichten sind, die nur im gleichen Universum spielen. Bei einem derartig offenen Ende ist dies aber definitiv nicht der Fall.

Fazit

Insgesamt ist Wie Monde so silbern durch dein leichten Schreibstil eine entspannte Lektüre für zwischendurch, deren kleinere Mängel, nämlich Instant Love und ein sehr leicht vorher zu erratenen Plot-Twist, durch eine gut gebaute Welt und ein überraschendes Ende ausgleicht. Dafür vergebe ich 3 1/2 von 5 Kreuzen.

† † †

Gezeichnet Seitenfetzer

Zweite Meinung gewünscht? Dann schaut bei Isabells Bücherwelt vorbei!

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