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N.H. Kleinbaum: Dead Poets Society

Originaltitel: Dead Poets Society

Autor: N.H. Kleinbaum

Verlag: Klett

Genre: Jugendbuch, Englisch

Seitenzahl: 112

Erscheinungsjahr (Erstausgabe): 1989

ISBN: 978-3-12-579690-4

Klappentext:

Life suddenly becomes excitin for the boys of Welton Academy when their eccentric new English teacher, John Keating, appears. He teaches them to „seize the day“ and to enjoy beauty in every aspect of life. Inspired by this enthusiasm, they revive the Dead Poets Society, a secret organization dedicated to poetry. They frequently meet in a hidden cave outside the campus and revel in the recital of all kinds of poetry. Under the influence of their beloved teacher, the boys start learning to be true to themselves, and everything seems to be turning out fine. Then a tragedy happens …

The novel is based on the film written by Tom Schulmann, directed by Peter Weir and starring Robin Williams in the role of John Keating.

Es gibt Bücher, die kommen genau im richtigen Moment in dein Leben. Und das war mit Dead Poets Society bei mir genau der Fall.

Kurz nachdem ich umgezogen bin, um in einer fremden Stadt mein Studium zu beginnen, lieh mir eine Kommilitonin diese Geschichte über eine Gruppe von Jungen in einem Internat aus. Und während ich mich in meinem kleinen Zimmer, das fast schon in der Fakultät liegt, mit der hebräischen Sprache abmühte, las ich, wie die Jungen sich den strengen, elitären Regeln der Welton Academy unterwerfen mussten.

Diese Kombination mag also durchaus eine Rolle dabei spielen, dass mir der Grundgedanke der Geschichte so gut gefiel. Denn obwohl sie es gewohnt sind, den Erwartungen ihrer Schule und Eltern zu entsprechen, beginnen sie durch den Englischunterricht bei Mr. Keating, sich gegen ihre vorgezeichneten Wege aufzulehnen.

Dabei nutzen sie Poesie als ein erstes Ventil der Rebellion. Zunächst lesen sie bloß Gedichte in einer Höhle – eine Vorstellung, die gerade für uns Buchliebhaber ihren ganz eigenen Charme hat – doch dann trauen sie sich auch in ihrem Alltag aus sich herauszukommen.

Allerdings ist dies auch der Punkt, an dem die Geschichte ihr Potenzial verschenkt. Es mag daran liegen, dass es sich hierbei wortwörtlich um ein Buch zum Film handelt, aber die Eskalation eilt rasend herbei, sodass die Geschichte unglaublich schnell vorbei ist und uns Lesern nicht genug Zeit gelassen wird, wirklich Empathie für die Charaktere zu entwickeln. So sind die fatalen Ereignisse zwar nicht ohne, können ihre volle Wirkung aber nicht entfalten.

Insgesamt ist mir Dead Poets Society also passend zu meiner Lebensphase des Umbruchs in die Hände gefallen, sodass ich den akademischen Mikrokosmos als Setting besonders spannend fand. Auch der Ausbruch aus gesellschaftlichen Zwängen durch Poesie ist eine schöne Thematik. Allerdings rast die Geschichte dann doch zu schnell auf die Katastrophen zu. Daher vergebe ich 3 1/3 von 5 Kreuzen.

† † †

Gezeichnet Seitenfetzer

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