George R.R. Martin: Die Königin der Drachen

Originaltitel: A Storm of Swords

Autor: George R.R. Martin

Verlag: blanvalet

Genre: Fantasy

Seitenzahl: 780 (+ Anhang)

Erscheinungsjahr: 2002

ISBN: 978-3-442-26847-4

Ja, ich habe über ein halbes Jahr für dieses Buch gebraucht. Nein, es lag nicht am Buch, sondern an mir.

Ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung, warum ich Die Königin der Drachen nicht eher weitergelesen habe. Unterbrochen habe ich es damals aus schulischen Gründen, aber dann? Keine Ahnung.

Dabei ist der in dieser Ausgabe sechste Band von Das Lied von Eis und Feuer verdammt gut. Und das hat einen einfachen Grund: Es passiert so unglaublich viel.

Nicht nur, dass ein Ereignis eintritt, dessen Name man trotz aller Spoilervermeidung schnell hört. Nein, es geschehen auch so viele andere Dinge. Abgesehen von der üblichen Anzahl an Todesopfern Martins gibt es auch einige andere spannende Ereignisse und Entwicklungen.

Dies mag daran liegen, dass die Geschichte an einem Punkt angelangt ist, an dem gerade noch genug Charaktere am Leben sind, damit keine neuen eingeführt werden müssen. Außerdem lässt Martin Perspektiven, die gerade weniger ereignisreich sind, zeitweise unter den Tisch fallen, was der Spannung ebenfalls gut tut.

Das führt sogar dazu, dass mich spätestens ab der zweiten Hälfte keine Perspektive wirklich gelangweilt hat. Dabei hatte ich es sonst immer, dass mindestens eine Perspektive mir zu schleppend vorankam und mich aus dem Lesefluss geworfen hat.

Dies mag jedoch auch mit einer anderen Besonderheit des Bandes einhergehen: Denn ich beginne, immer mehr Charaktere zu mögen. Gerade Sansa entwickelt sich in eine Richtung, die mir allmählich gefällt. Aber auch andere Charaktere werden mir obwohl – oder gerade wegen – ihrer Fehler zunehmend sympathisch.

Ein paar minimale Kritikpunkte habe ich dann allerdings doch noch: Einerseits bleibt es bei so vielen Ereignissen nicht aus, dass ein paar doch nicht ganz so überraschend sind. So ließen sich zwei Wendungen mehr als erahnen. Andererseits wirkt der Epilog im Vergleich zu den vorherigen Kapitel ziemlich ohne Kontext, was besonders deswegen schade ist, weil das letzte Kapitel schon mit einem absoluten Schock endet.

Fazit

Die Königin der Drachen ist einer der besten bisherigen Bände von Das Lied von Eis und Feuer. Durch die Dichte von Ereignissen und Wendungen und kaum eine langweilige Perspektive, die den Lesefluss unterbricht, fliegen die Seiten nur so dahin, während sich die Charaktere weiterentwickeln. Da kann man die Vorhersehbarkeit von ein oder zwei Situationen und den fehlplatziert wirkenden Epilog verzeihen. Dafür vergebe ich 5 von 5 Kreuzen.

† † † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

Zweite Meinung gewünscht? Dann schaut bei Amarium Nostrum vorbei!

Weitere Bände:

Die Herren von Winterfell

Das Erbe von Winterfell

Der Thron der Sieben Königreiche

Die Saat des goldenen Löwen

Sturm der Schwerter

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