Mark Benecke: Warum Tätowierte mehr Sex haben

Originaltitel: Warum Tätowierte mehr Sex haben – und andere neue Erkenntnisse vom Spaß-Nobelpreis

Autor: Mark Benecke

Verlag: Bastei Lübbe

Genre: Sachbuch, Unterhaltung

Seitenzahl (Taschenbuch): 256

Erscheinungsjahr: 2010

ISBN: 978-3404606474

Tatsächlich bin ich nicht durch seine Live-Auftritte, sondern vielmehr auf einem kuriosen Zufall auf Mark Benecke aufmerksam geworden. Und nachdem eine Freundin bei einem seiner Auftritte war, musste ich meinen Neid ein wenig kompensieren und habe mal geschaut, was meine Bibliothek so an eBooks von ihm hat. Dies ist das Ergebnis.

Klappentext:

Wissen Sie, warum Tätowierte mehr Sex haben als Menschen ohne Tattoos? Wie viele Fotos nötig sind, damit bei einem Gruppenbild keiner blinzelt? Oder ob man in Schleim genauso schnell schwimmen kann wie in Wasser?
Im Auftrag des Komitees des Spaß-Nobelpreises hat sich Mark Benecke auf die Suche nach Erklärungen für diese und viele weitere Rätsel gemacht. Und beweist dabei einmal mehr: Wissenschaftliches Arbeiten bedeutet nicht zwangsläufig nur Zählen, Messen und Dokumentieren, sondern kann absolut spannend sein! Man muss sich nur den richtigen Fragen stellen und darf selbst vor bizarren Experimenten nicht zurückschrecken …

Hier sei direkt mal angemerkt: Nicht auf jede der oben genannten Fragen gibt es auch wirklich eine eindeutige Antwort. Gerade die Titel-Thematik kann nicht zufriedenstellend beantwortet werden.

Denn gerade diese ist ein gutes Beispiel für das Problem des ein oder anderen Experimentes dieses Buches: Die Kausalzusammenhänge mancher Ergebnisse wirklich fragwürdig.

Aber zum Glück gibt es da Mark Benecke. Denn neben der Übersetzung und Zusammenfassung verschiedener absurder wissenschaftlicher Erkenntnisse aus aller Welt gibt der Autor nach jeder Erläuterung noch – mal kurz, mal ein wenig ausführlicher – seinen eigenen Senf dazu. Und dieser schützt uns vor eben genannten Kausalitätsproblemen.

Aber nicht nur aus dem Grund sind Beneckes Kommentare unabdingbar für das Buch: denn so absurd die Experimente, Umfragen und Co. auch sein mögen, der Unterhaltungswert wird durch seine Kommentare doch eindeutig gesteigert.

Aber auch die Wissenschaft selbst kann sich sehen lassen: Denn es gibt Erkenntnisse aus den unterschiedlichsten Themengebieten, die zum Teil gar nicht mal so absurd sind. Andere hingegen – wie die Formel zur Berechnung des Drucks in einem kot-abfeuernden Pinguin – kann man hingegen bestimmt als Fun Fact in das ein oder andere Gespräch einbauen.

Ab und an muss man als weniger naturwissenschaftlich interessierter Mensch vielleicht die ein oder andere Formel überfliegen, aber letztendlich verfehlt das Buch sein Ziel nicht: Laien wissenschaftliche Arbeiten durch Absurditäten schmackhaft machen und dabei zeigen, dass es auch alltäglichere und amüsantere Forschungsgebiete als Berechnungen über schwarze Löcher gibt.

Fazit

Somit ist Warum Tätowierte mehr Sex haben ein amüsantes und lehrreiches Buch für zwischendurch, das Wissenschaft nicht als bierernste Angelegenheit vermittelt. Leider ist gerade das namensgebende Forschungsergebnis aber nicht gerade aussagekräftig. Daher gibt s 4 von 5 Kreuzen.

† † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

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