Blogparade: Du und dein Blog

Salvete, homines!

Es ist eine Weile her, dass ich irgendwelche Fragen beantwortet habe. Und da hat Steffi von angeltearz liest neulich einfach mal eine Blogparade aus dem Boden gestampft, die eingeschlagen ist wie eine Bombe. Als gefühlt eine der Letzten möchte ich mich nun auch ihren Fragen stellen.

1. Wer bist du? Stell dich vor!

Okay, moin. Ich blogge hier unter dem Pseudonym Seitenfetzer, werde im echten Leben aber auch Esther genannt. Na, wie sprecht ihr den Namen aus?

Ich bin gerade mit der Schule fertig und warte auf den Beginn meines Studiums. Und – das kommt jetzt unglaublich überraschend – ich lese gern. Eigentlich sollte ich euch jetzt wohl auch noch von meinen weiteren Hobbies, Haustieren und Lieblingsgetränken erzählen, aber ich rede eigentlich nicht so gerne über mich – zumindest nicht, wenn ich das Gefühl habe, mein Gegenüber damit zu langweilen. Ansonsten steht auch noch ein bisschen was über mich auf Über Seitenfetzer.

2. Seit wann bloggst du? Und wie bist du zum Bloggen gekommen?

Das Bloggen fing in den Sommerferien 2012 an. Versteht mich nicht falsch, eigentlich langweile ich mich nie, aber mein Gehirn wollte eine neue Herausforderung. Nach ein bisschen herumprobieren ist dann letztendlich dieser Buchblog herausgekommen, der die Ferienzeit auf wundersame Weise überdauert hat.

3. Weiß dein Umfeld davon, dass du bloggst? Wenn ja, was sagen sie dazu? Wenn nein, warum nicht?

Ich bin mir nicht ganz sicher, wie bekannt mein Blog tatsächlich ist. Irgendwie kennen Menschen, die höchstens als lose Bekannte zählen, mein Pseudonym, während enge Freunde, von denen ich dachte, sie wüssten längst Bescheid, bei der beiläufigen Erwähnung von Blog-Aktivitäten überrascht sind.

Generell möchte ich künftig aber offener mit meinem Blog umgehen. Schließlich steckt hier doch ein gutes Stück meiner Lebenszeit drin.

4. Nutzt du Social Media? Und wie kann man dir folgen?

Ein Wort: Twitter. Mir hat es der kleine blaue Vogel echt angetan. Wenn ihr mal Gesprächsthemen suchen und eben ein Gespräch mit mir anfangen möchtet, ist Twitter wohl die beste Möglichkeit.

Instagram nutze ich nur phasenweise. Das liegt wohl daran, dass ich kein sonderlich visueller Mensch bin. Ich lese lieber als das ich Filme schaue, ich kann mir Stichpunkt-Listen deutlich besser als Mind Maps einprägen, und ich kommuniziere lieber über Buchstaben als über stundenlang arrangierte Bilder. Die Story Funktion von Instagram mag ich da schon eher, weil sie diesen Perfektions-Druck wegnimmt.

Außerdem versuche ich, mein Goodreads-Konto möglichst aktuell zu halten.

5. Gibt es etwas, was dich an der Bloggerwelt stört? Und was würdest du dir wünschen? (Trau dich und sei ehrlich)

Mein größtes Problem ist eigentlich meine eigene Schuld: Blogger-Freundschaften.

Nein, ich finde Blogger-Freundschaften nicht doof, im Gegenteil! Ich bin richtig neidisch wenn ich sehe, wie Menschen ihre Online-Freunde endlich auf einer Buchmesse treffen können.
Aber ich selbst habe bislang noch keine dermaßen tiefe Blogger-Freundschaft aufbauen können, was ich einerseits auf mein Dasein als sozialer Blobfisch, andererseits auf meinen Buchgeschmack schiebe. Gerade wenn man sich Bookstagram und Booktube (international) anschaut, bekommt man doch den Eindruck, dass YA das dominierende Genre ist.

6. Und was magst du an der Bloggerwelt?

Die Menschen. Gut, nach Frage 5 klingt das sehr Paradox. Aber gerade, wenn man sich in einem Blogbereich herumtreibt, der die eigenen Interessen anspricht, ist es doch faszinierend, wieviele andere da draußen sich ebenfalls damit beschäftigen. Gerade uns Buchblogs möchte ich in zwei Metaphern charakterisieren:
Buchblogs lesen ist wie Gedankenlesen. Durch Rezensionen und Artikel können wir Situationen, die wir vielleicht selbst schon erlebt bzw. gelesen haben, aus der Perspektive einer völlig anderen Person sehen. Wenn wir Rezensionen lesen, sitzen wir in einem fremden Kopf, der über das Buch nachdenkt, was eigentlich gar nicht so ekelig ist wie es gerade klingt.
Buchblogs sind Let’s Plays von Büchern – beinahe zumindest. Meist kommentieren wir zwar nicht jede Seite, aber das Prinzip ist doch ähnlich: Wir nehmen ein Medium und ergänzen unsere eigenen Komponenten zu einem Blogartikel.

7. Liest du auch außerhalb deines eigenen „Blogbereiches“ oder liest du als z. B. Buchblogger nur Buchblogs?

Ich habe tatsächlich eine Liste mit anderen Blogs, allerdings schaue ich dort nur sehr selten dabei. Allerdings habe ich mich immer gefreut, wenn ein Artikel auf Textkritik online ging. Leider ist der Letzte schon über ein Jahr her.

8. Vernetzen ist wichtig. Hast du Lieblingsblogs? Zeig mal!

Eigentlich muss ich meine „Creme de lá Creme“-Liste (ja, die heißt wirklich so) mal wieder aussortieren und neu befüllen. Deswegen nenne ich an dieser Stelle einfach mal:
Weltenwanderer, wo die Menge an tollen Artikeln und zahlreichen Buchempfehlungen bestimmt nur mit einem Zeitumkehrer entstehen können,
Tintenmeer, das mit der „Wissen für Buchblogger“-Reihe das Sofortmittel gegen Blogflauten liefert,
Tintenhain, wo sich neben Rezensionen auch Berichte über einen Lesekreis finden lassen
und KeJas-BlogBuch, dem Geburtsort der #SuBventur.
Falls ihr auch bei der Blogparade mitmachen wollt, schaut vorher unbedingt bei Steffi vorbei!
Und nun nochmal die Frage: Wie würdet ihr meinen Vornamen aussprechen? Schließlich gibt es zwei gleichermaßen verbreitete Varianten.
Gezeichnet Seitenfetzer
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13 Kommentare zu “Blogparade: Du und dein Blog

  1. Hallo Esther,

    Ich würde deinen namen „Essta“ aussprechen. Richtig? :O
    Aaaw, ich als Blobfisch-Königin freue mich immer über andere Blobfische!
    Wie schön, dass du auch bei der Blogparade mitmachst!
    Ich werde sehr wahrscheinlich auf die FBM kommen und da ich Kaffeepausen liebe, können wir sehr gerne mal zusammen quatschen ;D

    Liebe Grüße,
    Babsi

    • Wuhu! 100 Kekspunkte an die Kandidatin!

      Leider ist die FBM für mich dieses Jahr nicht im Budget, weswegen wir dort keinen Blobfisch-Schwarm gründen können. Aber auf der nächsten LBM wird man mich aber definitiv finden.
      Wünsche dir aber natürlich trotzdem viel Spaß im Oktober. 🙂

  2. Ich spreche deinen Namen: Eester. Auf dem ersten E liegt die Betonung.
    Komme aus dem Osten/Mitteldeutschland Bereich. 👍

    Ich mag die Aktion super gern. Mein Beitrag steht dazu auch noch in den Startlöchern.

  3. Hallo Esther!
    Deine Antwort zu Frage 6 finde ich klasse und du bringst das ganze Geblogge damit gut auf den Punkt. 🙂 Punkt 5: Toll, wie aufrichtig du darauf geantwortet hast. Ein Stück weit kann ich mich mit dir da gut identifizieren. Ich bin unter Leuten, die ich nicht oder wenig kenne, für gewöhnlich sehr zurückhaltend und mit Small Talk kann ich auch nix anfangen. Leute treffen, die ich nur aus dem Internet kenne, wäre früher für mich undenkbar gewesen („was, wenn wir uns offline gar nicht verstehen? „). Irgendwann bin ich dann einfach mal über meinen Schatten gesprungen und hab überwiegend positive Erfahrungen damit gemacht, sodass mir das inzwischen leichter fällt. Aber ja : ein gemeinsames Thema, eine gemeinsame Leidenschaft muss schon da sein. Was die Konzentration auf YA angeht, geb ich dir zum Teil recht – Young und New Adult sind zur Zeit sehr präsent, aber es gibt auch viele Blogs, die ganz andere Bücher besprechen.

    Tja, und was deinen Namen angeht: Ich kenne beide Varianten, spreche „Esther“ aber am Anfang mit langem E aus. Ist das in deinem Fall richtig oder sprichst du deinen Namen selbst anders aus?

    Viele Grüße
    Kathrin

    • Hey Kathrin,
      natürlich gibt es auch Buchblogger anderer Genres, aber irgendwie habe ich das Gefühl (ich kann mich natürlich auch täuschen), dass im YA Bereich (gerade bei YA Fantasy) besonders schnell Freundschaften über gemeinsamens Fangirlen geschlossen werden. Vielleicht schaue ich aber auch einfach nur bei den falschen Ecken vorbei.

      Ich bin eine von denen mit kurzem E vorne, bzw. würde ich es in Pseudo-Lautschrift wohl „Ästa“ schreiben. Merkwürdigerweise ist mir persönlich noch nie eine Esther mit langem E vorne begegnet. Kennst du eines von diesen sagenumwobenen Wesen?

      Dir noch einen schönen Abend (solltest du die Nachricht zu später Stunde noch lesen). 🙂

      • Um mal den Regionenaspekt aufzugreifen, den du und Chaoskingdom oben schon angesprochen habt: Ich kommt ursprünglich auch aus Mitteldeutschland (Dreieck Halle-Leipzig-Erfurt), lebe aber seit zweieinhalb Jahren in NRW (Südwestfalen) und habe hier auch nur Esthers mit langem E kennengelernt. 😀 Aber nun weiß ich, dass du dich anders aussprichst. Schon lustig, wie unterschiedlich ein Name betont werden kann – mein Name wird von manchen Leuten im NRW auch oft mit kurzem „i“ gesprochen (also eher „Kattrinn“), was sich für mich so falsch anhört und mir jedes Mal Gänsehaut beschert, weil es mir in den Ohren wehtut. 😀

        Mmh, stimmt schon – die Young Adult Blogger scheinen auf den ersten Blick leichter Kontakte/ Freundschaften aufzubauen. Aber vielleicht liegt das auch nur daran, weil sie aktuell in der Überzahl sind?! Das kann ich leider auch nicht einschätzen. Vielleicht liegt es wirklich, wie du sagst, auch an einem gewissen Fandom um bestimmte Autoren oder Reihen, was dann eine Art Verbundenheit schafft …

  4. Also ich sag Eesther, weil ich eine Esther kenne und diese von ihrer Mutter so genannt wird. Inzwischen geht meine Tochter mit ihr in eine Klasse und sie sagt auch Eesther.
    Ich freue mich sehr darüber, dass du meinen Blog in deiner Liste hast. Ich habe in den letzten Jahren festgestellt, dass ich mich mit Leuten, die ich übers Internet kenne auch im „echten Leben“ gut verstehe. Auf der Buchmesse brauche ich manchmal eine Kopfnuss, um Blogger und Blog auf Reihe zu kriegen, aber ich freue mich immer sehr, die Menschen hinter den Blogs, mit denen ich mich schon ausgetauscht habe, kennenzulernen. Dich würde ich auch gern kennen lernen und dann spreche ich hoffentlich deinen Namen richtig aus. 😉

    Liebe Grüße,
    Mona

    • Dann hat diese Eesther das Glück, niemals den „Esther Schwester“-Reim zu hören. Gerade zu Grundschulzeiten war es verblüffend, wie glücklich Leute (meist andere Kinder, manchmal aber auch Erwachsene) sind, wenn sie etwas auf einen Namen reimen können.

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