Welzard & Murase: re:member Band 2

20170707_163133.jpgOriginaltitel: Karada Sagashi

Autor: Welzard

Zeichner: Katsutoshi Murase

Verlag: Egmont Manga

Genre: Mystery, Horror

Seitenzahl: 207

Anzahl Bände (DE): bislang 5

Erscheinungsjahr (DE): 2016

ISBN: 978-3-7704-9339-5

Klappentext:

Asuka und fünf weitere Schüler wurden von ihrer Klassen-kollegin Haruka auf „Leichensuche“ geschickt. Es gibt kein Entrinnen, alle müssen an der nächtlichen suchen teilnehmen – und aufpassen, dabei nicht vom Roten Mädchen getötet zu werden! Wer stirbt, ist jedoch nicht wirklich tot und erwacht am immer selben Tag wieder in seinem Bett. Als Shota Verrat an Kenji und Rie begeht, um seine eigene Haut zu retten, entsteht eine Kluft zwischen ihm und den anderen. Als wiedergutmachung soll er nun Haruka töten …

Bitte … mach mein Kleidchen … rot!

Dem zweiten Band von re:member merkt man ganz deutlich an, dass er uns Leser von der Reihe überzeugen will. Schließlich ist das Konzept der Leichensuche zwar interessant, reicht allerdings für eine gute Reihe allein nicht aus.

Vermutlich wurde aus dem Grund nun mehr Wert darauf gelegt, die Charaktere eindeutig voneinander differenzierbar zu machen. Auch wenn ich mich mit den Namen wie gewohnt noch schwertue, konnte ich nun bestimmte optische Merkmale und Verhaltensweisen einzelnen Personen zuordnen.

Gerade so ein „Kampf ums Überleben“-Setting lebt schließlich von der Gruppendynamik und auftretenden Spannungen. Allerdings wurde mit den Spannungen und Streitigkeiten doch etwas zu dick aufgetragen, da die Charaktere sich dermaßen schnell misstrauen und gegenseitig so wenig Mitgefühl zeigen, dass man irgendwie nicht glauben kann, dass sie wirklich zuvor miteinander oder mit Haruka befreundet waren.

Außerdem gibt es einen Vorfall, der uns Lesern das Auseinanderhalten wohl noch leichter machen und gleichzeitig zusätzliche Spannung aufbauen soll. Allerdings wirkt dieser doch sehr willkürlich und der nächste Band muss mit einer wirklich guten Erklärung aufwarten können, damit diese Wendung mich überzeugen kann.

Da kommt eine andere Wendung, die die Handlung ebenfalls verstrickter machen soll, schon weitaus plausibler her. Denn bei dieser spielt ein Element aus dem ersten Band, über das ich mir noch gar keine Gedanken gemacht hatte, eine maßgebliche Rolle. Wir Leser können nun erahnen, dass vielleicht mehr hinter der Leichensuche steckt als es auf den ersten Blick scheint.

Dieses neue Rätsel ist allerdings auch bitter nötig, denn das Rote Mädchen allein ist leider nicht mehr spannend genug. Zwar betonen die Charaktere noch immer, wie schmerzhaft das „Sterben“ bei der Leichensuche ist, allerdings raubt die stetige Präsenz des Roten Mädchens ihm seinen Grusel-Faktor, sodass wir Leser uns eigentlich nicht mehr zu fürchten brauchen. Daher müssen uns künftig wohl neue Ideen bei re:member zum Schaudern bringen.

Fazit

Insgesamt ist es im zweiten Band von re:member leichter, die verschiedenen Charaktere zu unterscheiden. Darüber hinaus wird versucht, die Geschichte komplexer als bloß die Leichensuche zu gestalten, wobei dabei sowohl auf plausible Rätsel als auch auf scheinbar beliebige Wendungen zurückgegriffen wird. Außerdem ist das Rote Mädchen leider längst nichts mehr so gruselig. Daher vergebe ich 3 von 5 Kreuzen.

† † † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

Weitere Bände:

Band 1

 

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