Seitenfetzers erste Buchmesse aka die LBM 2017

Salvete, Homines!
Nach der ersten und furchteinflößendsten Abi-Klausur war es für mich soweit: Die erste Buchmesse meines Lebens, die Leipziger Buchmesse 2017, öffnete ihre Türen. Und obwohl ich „nur“ zwei Tage da war, habe ich doch einiges gesehen und erlebt.

Freitag

Am Freitag hat mich mein Freund zur Messe begleitet. Nachdem die Anreise schon durch einen verschollenen Fahrkarten-Automaten erschwert wurde, wurden wir vor Ort mit der nächsten Hürde konfrontiert: Der Pressebereich lässt sich als Neuling nämlich trotz Karte gar nicht so leicht finden. Dank freundlichem Sicherheitspersonal konnten wir schließlich doch den richtigen Weg finden. Als ich dann mit dem Bloggerausweis um den Hals baumelnd durch den Pressebereich lief, kam ich mir tatsächlich ein kleines bisschen wichtig vor. 😉

Auf der Messe angekommen haben wir uns erstmal ausgiebig in Halle 1, die Halle der Manga-Comic-Con, umgeschaut. Mein Freund hat dabei prompt seine Monatsladung an Mangas an den Verlagsständen gekauft, während ich mich noch zurückgehalten habe – schließlich sollte das Geld noch ein wenig länger halten.

Leseproben und Co.

Schließlich habe ich mich doch noch zu einem Kauf am Freitag verleiten lassen. Denn plötzlich standen wir vor dem Stand des Mangaladens meines Vertrauens und wurden prompt als „bekannte Gesichter“ erkannt. Und zufälligerweise lächelte mich genau dort der erste Band des Sherlock-Mangas an, der zu dem Zeitpunkt bei Carlsen schon ausverkauft war.

Ich konnte mich tatsächlich mit den Käufen zurückhalten. Diese drei Mangas durften trotzdem mit.

Allerdings haben wir den Freitag auch genutzt, um uns auch einen Überblick über die anderen Hallen zu verschaffen. Abgesehen von Halle 5 habe ich also alles schon kennengelernt, was bei dem geringeren Besucheraufkommen im Vergleich zu Samstag auch deutlich leichter war.

Besonders interessant fand ich im Übrigen auch die verschiedenen „Buchhandlungen“ innerhalb der Messe. Vielleicht habe ich nur die falschen Quellen gehabt, aber bislang war mir aus „Follow me around“-Videos und Co. die Glashalle mehr als geläufig, die Buchhandlungen aber völlig unbekannt. Gerade in der Phantastik-Buchhandlung ist mir der ein oder andere Titel für die Wunschliste aufgefallen.

Lesungen haben wir, abgesehen von einem Vortrag über Dungeons and Dragons, am Freitag nicht besucht. Wie sich die Füße nach Dauergelaufe ohne Lesungspausen anfühlten, könnt ihr euch mit Sicherheit denken. 😉

Schließlich gestaltete sich die Rückfahrt tatsächlich noch komplizierter als die Anreise. Eigentlich wollten wir die S-Bahn zum Hauptbahnhof nehmen. Als wir einsteigen wollten, wurde uns allerdings gesagt, dort wäre nur noch Platz für eine Person. Wir wollten die Menschen im Abteil nicht zerquetschen und außerdem kam gerade eine Gruppe von vier Personen von der Seite und wollte scheinbar an uns vorbeilaufen, also sind wir einen Schritt zur Seite gegangen. Falsch gedacht! Trotz allem Gestöhne von innen haben die vier kurzerhand ihren Kurs gewechselt und sich noch in die Bahn gequetscht. Wir haben dann die Straßenbahn genommen, während es mir schon vor der Rückfahrt am Samstag graute.

Samstag

Der Samstag begrüßte mich mit unruhigem Schlaf und Kopfschmerzen. Nicht gerade optimale Voraussetzungen, um nochmal alleine am stärker frequentierten Tag die Messe zu besuchen, aber die Gelegenheit wollte ich mir nicht entgehen lassen.

So trat ich allein meine Reise nach Leipzig an und stellte fest, dass ich mit meiner Prognose bezüglich der Menschenmenge nicht falsch lag. Gerade auf der Manga-Comic-Con ballten sich die Otakus und Nerds, sodass man schon Schlangestehen oder Ellbogeneinsatz zeigen musste, um überhaupt an die Stände zu gelangen. Glücklicherweise hatte ich mir diese Halle ja schon zur Genüge am Freitag angesehen, sodass ich sie abgesehen von einem Manga-Kauf zu Beginn und einem Süßigkeiten-Einkauf am Ende meiden konnte.

Auch wegen japanischer Süßigkeiten lohnt sich die LBM. Zum Zeitpunkt des Fotos leider schon verspeist: Pfirsich-Mochis

Dafür habe ich mich in den anderen Hallen, diesmal auch in Halle 5, herumgetrieben. Dort habe ich die Blogger-Lounge entdeckt und bin ein paar mal vorbeigetigert. Weil ich von draußen aber kein bekanntes Gesicht erspähen konnte und der Bereich unglaublich professionell aussah, habe ich mich dann doch nicht reingetraut. Vielleicht werde ich mich nächstes Jahr mit anderen Angsthasen zusammentun, um die Blogger-Lounge zu kapern.

Apropos Blogger, das Lovelybooks Leser- und Bloggertreffen war kein Teil meines Tagesprogramms. Zwar waren dort einige Leute gewesen, deren Bekanntschaft ich im Internet gemacht habe, allerdings bin ich auf LovelyBooks mittlerweile dermaßen inaktiv, dass es sich für mich persönlich einfach nicht richtig angefühlt hätte.

Leseproben und Co.

Infolgedessen bin ich auch keinem Blogger und keiner Bloggerin, die ich kenne, wissentlich über den Weg gelaufen. Stattdessen bestand mein Programm aus einigen interessanten Gesprächen, beispielsweise mit den Leuten von der Deutschen Tolkien Gesellschaft oder Studienbotschaftern meiner Wunsch-Universität, und so manchen Lesungen. Gerade Letztere haben mir wohl auch dabei geholfen, meine Kopfschmerzen gegen Mittag vorerst loszuwerden.

Highlights waren dabei Ursula Poznanskis Lesung zu Erebos und die Lesung der Youtuberin Lisa Sophie. Eigentlich wollte ich mir ihr Buch schon bei der Anreise am Donnerstag kaufen, konnte es aber am Bahnhof nicht finden. Und auch auf der Buchmesse ist es mir irgendwie nicht über den Weg gelaufen. Aus diesem Grund, und weil die Schlange für Autogramme doch arg lang war, habe ich dann auch auf eine Unterschrift verzichtet.

Ursula Poznanski liest aus „Elanus“ vor.

Dafür habe ich bei der Lesung zufällig einen lieben Twitter-Bekannten getroffen, der mich dann meine letzte Buchmesse-Stunde lang begleitet und noch zur S-Bahn gebracht hat.

Diesmal habe ich es sogar geschafft, mich in die S-Bahn zu quetschen. Allerdings wäre die einzige Alternative nur eine weitere Stunde Wartezeit gewiesen, da ich Samstagabend noch weitere Pläne in einer anderen Stadt hatte.

Schönstes Wetter – auch beim Abschied von der LBM

Auch wenn ich dieses Mal noch keine festen Termine und wohl nicht den „typischen“ Blogger-Tagesplan auf der Buchmesse hatte, war sie auf jeden Fall ein schönes und motivierendes Erlebnis. Nächstes Jahr werde ich nach Möglichkeit auf jeden Fall wieder dabei sein. Vielleicht sehen wir uns dann ja.

Wie war die Buchmesse für euch? Was waren eure Highlights? Und habt ihr euch in die Blogger-Lounge getraut?

Gezeichnet Seitenfetzer

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6 Kommentare zu „Seitenfetzers erste Buchmesse aka die LBM 2017

  1. Ich war dieses Jahr nicht auf der Buchmesse, mein Mann hat am 25. seinen 50. Geburtstag gefeiert und wäre etwas verärgert gewesen, wenn ich lieber nach Leipzig gefahren wäre 🙂

    Nächstes Jahr – vielleicht sehen wir uns ja dann (oder verabreden uns sogar).

    LG Babsi

    1. Das ist natürlich verständlich. Ich musste auch eine Weile um meine erste Messe bangen, weil ich eventuell noch auf einen 80. Geburtstag eingeladen gewesen wäre – der wurde dann aber zum Glück schon eher gefeiert. Nächstes Jahr dürfte es dir vom Datum her dann ja ein wenig besser passen und vielleicht sieht man sich dann ja wirklich. 🙂

  2. Hallihallo,

    zwei Tage Buchmesse sind auf jeden Fall ausreichend – wobei ich den Samstag eher meide, falls es möglich ist. Bei den Menschenmassen, die sich durch die Hallen quetschen, macht es einfach keinen Spaß mehr.

    Beim Lovelybooks-Lesertreffen waren Kristina und ich übrigens nur einmal (vor 2 Jahren glaub ich). Da hast du nichts verpasst. War mäßig interessant und hinterher haben sich alle um die Goodie-Bags geschlagen, die man am Ende den ganzen Tag durch die Hallen schleppen musste. Damals waren da noch richtig viele Bücher drin, was die Sache nicht gerade zu einem Spaß gemacht hat.

    Unsere Erfahrung: Mach lieber private Termine mit den Bloggern und Autoren aus, die du treffen willst – das ist am Ende immer am schönsten. 🙂

    LG Sandy

    1. Hey Sandy,
      ehrlich gesagt hätte ich mir den Samstag echt noch schlimmer vorgestellt. Halle 1 und die S-Bahn waren wirklich schlimm, aber eigentlich hätte ich es mir überall so dicht wie in dort vorgestellt. Allerdings hatte ich ja Samstag den Vorteil, allein herumzustreunern. Ich glaube, wenn ich die ganze Zeit jemanden dabei gehabt und sämtliche Richtungswechsel dementsprechend koordinieren hätte müssen, wäre es um einiges nerviger geworden. ^^‘

      Danke übrigens für die Tipps! Die werde ich mir bei der Planung für nächstes Jahr definitiv zu Herzen nehmen. 🙂

      Liebe Grüße
      Seitenfetzer

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