J.K. Rowling: Harry Potter und die Kammer des Schreckens

20170128_094949.jpgOriginaltitel: Harry Potter and the Chamber of Secrets

Autor: J.K. Rowling

Verlag: Carlsen

Genre: Fantasy, Kinderbuch, Jugendbuch

Seitenzahl: 352

Erscheinungsjahr (DE): 1999

ISBN: 3-551-55168-5

Klappentext:

Endlich wieder Schule!! Einen solchen Seufzer kann nur der ausstoßen, dessen Ferien scheuß-lich und die Erinnerungen an das vergangene Schuljahr wunderbar waren: Harry Potter. Doch wie im Vorjahr stehen nicht nur Zauber-trankunterricht und Verwandlung auf dem Programm. Ein grauenhaftes Etwas treibt sein Unwesen in den Gemäuern der Schule – ein Ungeheuer, für das niemand, nicht einmal der mächtigste Zauberer, eine Erklärung findet. Wird Harry mit Hilfe seiner Freunde Ron und Hermine das Rätsel lösen und Hogwarts aus der Umklammerung durch die dunklen Mächte befreien können?

Nach all den Jahren habe ich endlich mal wieder den zweiten Band dieser ganz besonderen Reihe gelesen. Und ich muss sagen, dass es definitiv ein anderes Erlebnis als beim ersten Mal war.

Denn wenn man in der Zwischenzeit die Filme deutlich öfter gesehen als die Bücher gelesen hat, wird so manches Detail doch enorm verzerrt. So bin ich auf Kapitel gestoßen, an die ich mich kaum noch erinnern konnte, während ich von der Kürze beispielsweise des Duells zwischen Snape und Lockhart überrascht war.

Und damit sind wir schon bei meinem mittlerweile persönlichen Highlight des zweiten Bandes. Meinem elfjährigen Ich ist gar nicht aufgefallen, wie wunderbar kontrastiv Rowling diese beiden Charaktere einsetzt. Gerade wenn man einen der beiden schätzt und den anderen nicht leiden kann, ist deren Aufeinandertreffen jedes mal herrliche Unterhaltung.

Allerdings ist mir beim zweiten Band nun eine Tendenz der früheren Bücher aufgefallen, die weder gut noch schlecht ist. Sie sind so kurz. Natürlich, das kann einem auch schon bewusst werden, wenn man den Orden des Phönix mal neben die Kammer des Schreckens hält. Allerdings bedeutet das auch, dass die Handlung sehr verdichtet ist und ziemlich strikt und linear verläuft.

Einerseits ist das gerade für jüngere oder unerfahrenere Leser sehr praktisch. Es hat schon seinen Grund, warum so viele Menschen heutzutage gerade durch Harry Potter zu Bücherwürmern wurden. Binnen recht kurzer Zeit kann man ein – so glaubt man zu dem Zeitpunkt der Serie noch – ein gewaltiges Geheimnis lüften.

Andererseits bleibt die Handlung so doch noch sehr oberflächlich. Der Stoff, den das Harry Potter Fandom für seine Diskussionen und Theorien nutzt, kann nur retrospektiv aus den frühen Büchern gezogen werden. Wer also darauf aus ist, Teil des Fandoms zu werden und auch fachsimpeln zu können, der sollte sich von den ersten Bänden nicht abschrecken lassen.

Insgesamt konzentriert sich Harry Potter und die Kammer des Schreckens also sehr stark auf die lauernde Gefahr in der Kammer, was seine Vor- aber auch Nachteile hat. Gerade Wenig-Leser oder Leseanfänger dürften deshalb auch am zweiten Band ihre Freude haben. Außerdem sorgt Lockhart insbesondere im Zusammenspiel mit Snape für amüsante Momente. Dafür vergebe ich 4 von 5 Kreuzen.

† † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

Zweite Meinung gewünscht? Schau bei Weltenwanderer vorbei!

Weitere Bände:

Harry Potter und der Stein der Weisen

Harry Potter and the Cursed Child

Advertisements

3 Kommentare zu “J.K. Rowling: Harry Potter und die Kammer des Schreckens

  1. Hallöchen!
    Ich habe tatsächlich zuerst irgendwann Filme gesehen, weil ich mir dachte, dass gehört irgendwie zur Allgemeinbildung :’D
    Danach ist noch einige Zeit vergangen und nun lese ich die Bücher. Momentan bin ich im vierten Buch. Ich muss sagen, mir haben so einige Dinge erstaunt, die auch dich verwundert haben. Einige Sachen aus den Büchern tauchen so gar nicht in den Filmen auf und andersherum. Das ist ja auch völlig normal, hat mich beim Lesen aber wirklich verwundert, weil ich ja auch immer mit den Filmen im Hinterkopf lese.
    Leider ist die ganze Reihe in meiner Kindheit total vorbei gegangen, aber ich hole es ja jetzt nach 😀
    Liebe Grüße, Finnja

    • Ave, bevor ich die Bücher das erste Mal im Alter von etwa 11 Jahren gelesen habe, hatte ich nur die Friedhofs-Szene aus den Filmen gesehen. Damals hatte ich Voldemort allerdings für ein Alien und nicht für einen dunklen Magier gehalten. :’D
      Aber freut mich, dass du der Reihe trotzdem noch so eine Chance gibst. Ich glaube, bei „großen“ Reihen wie Harry Potter gilt „Besser spät, als nie“. 😉

      • Die Szene ist auch echt ugh :’D
        Ich hab einige Harry Potter Fans als Freunde und irgendwie kommt man dann doch nicht drum herum, was aber auch überhaupt nicht schlimm ist 😀

Meinung schreiben

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s