Welzard & Murase: re:member Band 1

20170102_164400.jpgOriginaltitel: Karada Sagashi

Autor: Welzard

Zeichner: Katsutoshi Murase

Verlag: Egmont Manga

Genre: Mystery, Horror

Seitenzahl: 191

Anzahl Bände (DE): bislang 2

Erscheinungsjahr (DE): 2016

ISBN: 978-3-7704-9338-8

Klappentext:

Abends, nachdem die Schulglocke die letzten Schüleraus dem Unterricht geklingelt hat, geht das „Rote Mädchen“ in der Schule um … Wer zu lange in der Schule bleibt und von ihm angesprochen wird, muss schnellstens die Schule verlassen und darf isch auf gar keinen Fall umdrehen! Wer es dennoch tut, den ereilt ein schreckliches Schicksal …

Haruka ist genau das passiert, und am nächsten Tag bittet sie ihre Schul-kameraden mit verklärtem Blick, ihre Leichenteile zu suchen … Als die angesprochenen Schüler mitten in der Nacht auf dem Schulgelände erwachen, sind sie Teil eines grausamen Suchspiels, das sich Nacht um Nacht zu wiederholen scheint …

Fans von Schulgeister-Geschichten à la Another und Überlebenswettkämpfen wie Danganronpa aufgepasst: re:member präsentiert eine Schulgeist-Legende, die einen Überlebens-Spiel mit einem Hauch von Slenderman initiiert.

Nach dem Klappentext erwartet man eigentlich einen langsamen Aufbau der Geschichte und dass man erstmal Harukas Ableben beiwohnt – stattdessen werden wir Leser mit einem in medias res Beginn überfallen. Und damit zeigt sich auch direkt der Charakter dieser Geschichte: spannend, direkt und rasant.

Nachdem die Schüler also über ihr Schicksal informiert wurden, erfüllt sich dieses auch kurz darauf und die „Leichensuche“ kann beginnen. Und diese gestaltet sich als ziemlich schwierig und vor allem tödlich.

Auch im Verlauf der Geschichte werden wir Leser wie die Protagonisten immer wieder ins kalte Wasser geworfen. Eine Gefahr folgt der anderen, sodass es keine wirklichen Verschnaufpausen gibt und man diesen Manga wirklich nur in einem Rutsch lesen kann. Die Anspannung ist einfach so groß.

Was dadurch jedoch etwas zu kurz kommt, ist die Charakterdarstellung. Bis jetzt sind sie erstmal nur eine Gruppe Jugendlicher, denen man allerhöchstens Namen und ein paar grobe Charaktereigenschaften wie „Streber“ oder „Angsthase“ zuordnen kann.

Stattdessen gibt es aber einen Geist, der es in sich hat. Zwar ist er vielleicht nicht die schaurigste Zeichnung, die mir je in einem Manga untergekommen ist, aber sein plötzliches Auftreten hat an manchen Stellen schon den Charakter eines gezeichneten Jump Scares.

Ich habe allerdings die Vermutung, dass das Grundkonzept der Geschichte nach wenigen Bänden langweilig werden könnte, aber wer weiß, wie sich das soziale Gefüge der Charaktere noch weiter entwickelt – erste Andeutungen dafür, dass das Miteinander im nächsten Band eine größere Rolle spielen könnte, gibt es nämlich schon.

Insgesamt ist der erste Band von re:member also durchweg spannend und kann einfach nicht mehr aus der Hand gelegt werden. Dabei vereint er geschickt verschiedene „typische“ Geschichten wie den Schulgeist, Überlebenswettkämpfe zwischen Schülern oder auch Elemente von Spielen wie Slenderman zu etwas Eigenem. Einzig die charakterliche Tiefe bleibt dabei noch auf der Strecke. Für diesen fesselnden Band gibt es daher 4 1/2 von 5 Kreuzen.

† † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

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