Haruhi Seta: No Exit Band 1

20161219_182829.jpgOriginaltitel: Deguchi Zero

Mangaka: Haruhi Seta

Verlag: Carlsen Manga

Genre: Mystery, Thriller

Seitenzahl: 159

Anzahl Bände (DE): bislang 2

Erscheinungsjahr (DE): 2016

ISBN: 978-3-551-78553-4

Klappentext:

Die Schule ihrer Träume…

… war ein Gefängnis.

Die D.A. Academy ist eine Eliteschule für an-gehende Schauspieler. Yuhi hat es geschafft und darf in die D.A. eintreten. Das Setting der ersten Aufgabe, die ihnen Spezialdozentin Kasumi Otome stellt: Die Lehrerin ist eine mordlüsterne Bestie, die ihre neuen Schüler umbringen will! Die Frist beträgt 24 Stunden. Doch handelt es sich nicht um Schauspiel. Mit der Aufgabe hat sich der Vorhang zur wahren Höllenbühne geöffnet –  die Flucht aus >>No Exit<< hat begonnen!

Unglücklicherweise fiel meine Lektüre des ersten Bandes von No Exit zeitlich mit dem Schauen der ersten Episode von Danganronpa zusammen, weswegen mich die Story nicht so sehr umgehauen hat, wie sie es möglicherweise hätte können. Nichtsdestotrotz hat No Exit durchaus seine eigenen Stärken.

Der große Reiz an No Exit ist der Handlungsort einer Schauspielschule. Da der Unterricht dort unter anderem aus Langzeit-Improvisationsaufgaben besteht, verschwimmen die Grenzen von Schauspielerei und Realität – und schon bei der ersten Aufgabe wird klar, dass das Schauspiel ernster als gedacht ist. Selbst als Leser kann man sich phasenweise nicht sicher sein, was nur dem Spiel dient und was „echt“ ist.

Das kann allerdings auch daran liegen, dass der erste Band von No Exit recht chaotisch ist. Die Texte und Bilder sind zum Teil so verwirrend angeordnet, das man zumindest als westlicher Leser Konzentration aufbringen muss, um nich durcheinander zu kommen.

Außerdem lassen sich mitten in der Geschichte Anekdoten aus Setas Leben finden. Es ist ja eigentlich schön, einen Blick hinter die Kulissen und in die Arbeitsweise des Mangaka zu bekommen. Aber das sollte doch bitte am Ende des Bandes – oder zumindest am Ende eines Kapitels – und nicht mitten in die Geschichte geklatscht.

So gibt es beispielsweise eine Traumsequenz die auf eine Frage aufmerksam macht und deswegen eigentlich Spannung aufbauen könnte, würde sie nicht mitten drin von einer Erklärung, wie es zum Titel der Reihe kam (was mit besagter Frage absolut nichts zu tun hat), durchbrochen werden.

Auch die Charaktere sind leider bislang eher schwach. Zu Beginn erreichen 10 neue Schüler die D.A., von denen allerdings kaum jemand herraussticht – und so scheidet ein nicht unerheblicher Teil bereits nach der ersten Aufgabe aus, ohne dass man die Charaktere wirklich kennengelernt hätte.

Und selbst die verbliebenen Charaktere weisen bislang noch keine allzu ausgeprägte Tiefe auf. Allerdings habe ich für diese zumindest Hoffnung, das Seta sie doch noch mit guten Hintergrundinformationen füllen kann.

Neben einer tieferen Ausarbeitung der Charaktere könnte die Reihe durch die weiteren Aufgaben und tiefere Geheimnisse der Schule, die gegen Ende des ersten Bandes bereits angedeutet werden, durchaus eine faszinierende Geschichte entwickeln. Das Potenzial ist da, es muss nur noch genutzt werden.

Insgesamt führt der erste Band von No Exit uns also in das Konzept der Reihe ein, nämlich der Vermischung von Schauspielerei und Realität, was sich als ein Szenario mit großem Potenzial erweist. Allerdings sind die Charaktere noch nicht allzu tief ausgearbeitet und die äußeren Darstellungen sind stellenweise eher verwirrend oder unterbrechen den Lesefluss. Daher gibt es 2 1/2 von 5 Kreuzen.

† † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

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