Kentaro Sato: Magical Girl Site Band 1

Magical Girl Site 1Originaltitel: Mahō Shōjo Saito

Mangaka: Kentaro Sato

Verlag: Tokyopop

Genre: Mystery, Horror

Seitenzahl: 203

Anzahl Bände (DE): Bislang 2

Erscheinungsjahr: 2016

ISBN: 978-3-8420-2512-7

Klappentext:

Oh, du Arme! Oh, du Arme!

Das Leben von Aya Asagiri ist die reinste Hölle. Von den Schülern wird sie gemobt und von ihrem Bruder misshandelt – Tag für Tag … Schweigend erträgt sie all die Schmerzen, bis auf ihrem PC eine mysteriöse Website auftaucht – die Magical Girl Site. Kurz darauf findet Aya einen Zauberstab in Form einer Waffe in ihrem Spind. Als sie diesen aus Notwehr benutzt, ändert sich ihr Leben drastisch. Ab jetzt ist sie ein Magical Girl und verfügt über besondere Fähigkeiten.

Ich weiß nicht, wie ich es geschafft habe, dass dieser Manga letztes Jahr an mir vorbeigegangen ist. Denn der erste Band von Magical Girl Site war wirklich gute Unterhaltung – und das, obwohl ich im Magical Girl Genre eigentlich weniger bewandert bin.

Zu Beginn erinnert die Geschichte doch ein wenig an Death Note: ein Mädchen bekommt die Fähigkeit, Menschen Schaden zuzufügen, ohne dass man es ihr nachweisen kann. Und dieser Ähnlichkeit ist sich die Geschichte auch bewusst, sodass es sogar eine Death Note Anspielung gibt.

Wie auch bei Death Note stellt sich in Magical Girl Site die Frage nach der moralischen Verantwortung, die derartige Fähigkeiten mitbringen – und praktischerweise nehmen unsere beiden Protagonistinnen die Rolle des Engelchens und des Teufelchens für uns ein. Die eine hat panische Angst davor, versehentlich jemanden umzubringen, während die andere ihre Macht für ausgiebige Rache und andere Zwecke nutzt.

Allerdings gibt es auch Unterschiede zu Death Note: In Magical Girl Site haben die Magical Girls allesamt gemein, dass sie vorher ein tragisches Leben geführt haben. Und leider ist diese Tragik doch arg überdramatisiert. Ja, es mag Menschen geben, die sowohl in der Schule als auch daheim Probleme haben, aber bei beidem gleich das Maximum ausspielen? Ebenso überzogen gestaltet sich Yatsumuras Schicksal und ihre Rache. Es ist bei beiden bislang bekannten Magical Girls einfach zu extrem.

Ebenso extrem fallen auch die Gewaltdarstellungen aus, weswegen die Empfehlung ab 18 durchaus nachvollziehbar ist und zartbesaitete Gemüter lieber die Finger von dieser Magical Girl Story lassen.

Was den ersten Band von Magical Girl Site aber zu einem wirklich spannenden Auftakt macht ist der Umstand, dass die Bedrohung von verschiedenen Seiten auszugehen scheint. Zwar gibt es einen ersten Gegner, allerdings wird deutlich, dass es sich dabei längst nicht um die einzige Gefahr handelt, um die sich Asagiri und Yatsumura kümmern müssen.  Dazu gibt es natürlich auch eine gute Portion an Rätselhaftigkeit – und schon hat man uns Leser an der Angel.

Insgesamt ist der erste Band von Magical Girl Site also ein vielversprechender und spannender Reihen-Auftakt, der jedoch wegen extrem harter Schicksale und drastischen Gewaltdarstellungen definitiv nichts für schwache Gemüter ist. Daher vergebe ich 4 von 5 Kreuzen.

† † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

 

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