Jules Verne: In 80 Tagen um die Welt

20160905_163854.jpgOriginaltitel: Le Tour du monde en quatre-vingts jours

Autor: Jules Verne

Verlag: Voltmedia

Genre: Klassiker

Seitenzahl: 208

Erscheinungsjahr (Erstveröffentlichung): 1873

ISBN: 3-937229-18-3

Ja, ich habe noch immer nicht genug von Jules Verne. Diesmal habe ich mir In 80 Tagen um die Welt aus der Bibliothek mitgenommen. Der Klappentext verspricht Folgendes:

Ist es möglich, in 80 Tagenum die Welt zu reisen? Phileas Fogg jedenfalls, ein echter englischer Gentleman, glaubt daran und schließt mit seinen Freunden im Club eine Wette ab.

Zusammen mit seinem Diener Jean Passe-partout, und verfolgt von dem Geheim-agenten Fix, macht er sich auf den Weg rund um den Globus. Eine schöne Frau, Indianer, verpasste Schiffe und ein Haftbefehl können ihn nicht von seinem Plan abbringen, doch wird Phileas Fogg die Reise um die Welt in 80 Tagen wirklich schaffen?

In 80 Tagen um die Welt ist eine im Vergleich zur Reise zum Mittelpunkt der Erde oder 20.000 Meilen unter dem Meer eher untypische Geschichte von Verne. Denn auch wenn die beiden gewiss ihre spannenden Stellen haben, hat Verne diesmal einen wirklichen Wettlauf eingeflechtet – sowohl gegen die Zeit als auch gegen einen menschlichen Verfolger.  So ist die Geschichte, hat sie erstmal an Fahrt aufgenommen, für Vernes Verhältnisse eine spannende Verfolgungsjagd.

Diese führt an die verschiedensten Orte der Welt. Da es sich dabei jedoch bloß um ferne Länder und nicht die unwirkliche Tiefsee handelt, vermögen sie vielleicht die Fantasie des heutigen Lesers weniger anzuregen. Außerdem werden leider überwiegend ehemalige englische Kolonien beschrieben. Es handelt sich eben um eine Umfahrt der Welt und keine komplette Weltreise.

Dennoch haben die Beschreibungen dieser Orte in einer weniger globalisierten Welt ihren Charme. Für uns heutige Leser bietet sich hier also die Möglichkeit einer kleinen Zeitreise. Allerdings merkt man diesen Zeitunterschied auch dem Stil an, denn dieser ist immer wieder von Vorurteilen gegenüber fremden Kulturen geprägt, die wir heute als grenzwertig bezeichnen würden.

Außerdem haben Fogg und seine Freunde doch ziemliches Glück auf ihrer Reise. Zwar müssen sie auch so manches Hindernis überwinden, allerdings ist ihnen der Zufall dabei stets freundlich gesonnen. Zumindest die größeren Komplikationen am Ende gleichen das ein Stück weit aus, auch wenn der Zufall hier wieder seine Finger im Spiel hat.

Insgesamt ist In 80 Tagen um die Welt für Verne durch die Verfolgungsjagd doch eher untypisch und für uns heutige Leser nicht mehr ganz zeitgemäß. Wer allerdings auf der Suche nach einer Zeitreise in die Kolonien vor der Globalisierung ist, wird an in 80 Tagen um die Welt seine Freude finden. Dafür vergebe ich 2 1/2 von 5 Kreuzen.

† † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

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