Aya Tanaka: Grab der Schmetterlinge Band 2

20160925_153939.jpgOriginaltitel: Hakoniwa Yugi

Mangaka: Aya Tanaka

Verlag: Tokyopop

Genre: Mystery, Horror

Seitenzahl: 203

Anzahl Bände: 2

Erscheinungsjahr (DE): 2016

ISBN: 978-3-8420-2416-8

Das Cover des zweiten Bandes von Grab der Schmetterlinge ist im Vergleich zum ersten so friedlich, dass ich ihn fast übersehen hätte. Doch gilt das auch für den Inhalt? Der Klappentext verrät Folgendes:

Seine Reinheit wurde besudelt und ein Mosnter wurde geboren!

Keiner kann es sich erklären: Der Grundschüler Manato verschwindet plötzlich bei einer Unterrichtseinheit im Freien, woraufhin seine Familie wegzieht. Sechs Jahre später kehrt seine kleine Schwester Mari zurück und trifft auf Atsuma, der sich über das unerwartete Wiedersehen freut. Doch es bahnt sich ein Albtraum an, denn einer nach dem anderen werden die Schüler, die damals bei dem Verschwinden von Manato dabei waren, auf brutale Weise angegriffen …

Normalerweise neigen die Abschlussbände von Zweiteilern im Manga-Bereich ja dazu, im Vergleich zum ersten Band ein wenig zu schwächeln. Doch Grab der Schmetterlinge hat tatsächlich das Gegenteil geschafft.

Zunächst ist der Manga erstmal dafür zu loben, dass wir Leser eine kleine Übersicht der Charaktere und bisherigen Ereignisse bekommen, die den Wiedereinstieg in die Geschichte deutlich erleichtern und meinem spröden Namensgedächtnis ebenfalls geholfen haben.

Und dann folgt eine Auflösung, die es in sich hat. Nach und nach wird erst die Vergangenheit detaillierter aufgedeckt, wobei es da schon die erste große Überraschung gab.

Dabei wandelt Tanaka gekonnt auf dem schmalen Grat, genug für ein grobes Verständnis des Geschehens zu zeigen, aber eben auch genug der Fantasie des Lesers zu überlassen. So ist jedem selbst überlassen, ob es nur um Mobbing oder auch schon um Missbrauch geht.

Dabei ist es dann auch gar nicht mehr so schlimm, dass das Bildmaterial weniger brutal als im ersten Band ausfällt. Denn diesmal sind die Inhalte dafür umso verstörender.

Anschließend werden auch die Vorfälle in der Gegenwart aufgeklärt, die man mit dem Wissen um die Vergangenheit allmählich zwar erahnen kann, aber dennoch nicht zu offensichtlich sind.

Und damit ist Tanaka auch mit Hinblick auf den ersten Band von Grab der Schmetterlinge die ideale Auflösung gelungen: Sie ist im Nachhinein aus dem zuvor passierten Nachvollziehbar, zuvor aber eben noch nicht zu ersichtlich. Außerdem wird die Symbolik des Schmetterlings noch deutlich aufgegriffen und der Titel des Werkes gerechtfertigt.

Insgesamt hat mich der zweite Band von Grab der Schmetterlinge also völlig begeistert zurückgelassen. Zwar ist das Bildmaterial weniger schockierend, dafür ist die Auflösung beinahe perfekt, weswegen ich 5 von 5 Kreuzen vergebe.

† † † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

Weitere Bände:

Band 1

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