Cthulhu Libria Neo 1 – Schwarze Romantik

20160918_171935.jpgTitel: Cthulhu Libria Neo 1 – Schwarze Romantik

Herausgegeben von: Jörg Kleudgen & Eric Hantsch

Verlag: Goblin-Press

Seitenzahl: 74

Erscheinungsdatum: 16. April 2016

ISBN: 9781530860883

Als ich vor einigen Monaten beim Surfen auf das Cthulhu Libria Neo gestoßen bin, war ich sowohl vom Namen als auch von der äußeren Gestaltung fasziniert.

In der ersten Ausgabe des Cthulhu Libria Neo finden sich Beiträge zur Schwarzen Romantik sowie einzelnen Phantastik-Autoren oder -Geshichten wie beispielsweise Beckfords Vathek. Darüber hinaus werden Reiseberichte und natürlich Leseproben und Rezensionen geboten, die allesamt mal mehr, mal weniger düster ausfallen.

Vermutlich waren meine Erwartungen an das Magazin als potenzielle Informationsquelle der von mir gern besuchten literarischen Nische rund um Lovecraft und Co.  zu hoch. Jedenfalls erfuhr die Euphorie, die ich verspürte, als ich meine Ausgabe in den Händen hielt, schon auf der ersten Seite einen jähen Dämpfer.

Denn direkt zu Beginn macht sich der Verfasser des ersten Artikels, Uwe Voehl, durch Formulierungen wie „[…] Gender-Mainstreaming und ähnlichem Unsinn […]“ weniger sympathisch, um es freundlich auszudrücken. In was für Kreise von Gedankengut war ich da nur geraten?

Trotzdem wagte ich weitere Blicke und wurde mit mal mehr, mal weniger für mich interessanten Artikeln belohnt. Generell sollte man sich wohl nicht zu sehr auf den Ausgabentitel „Schwarze Romantik“ verlassen, handelt es sich bei dem Cthulhu Libria Neo um ein ganz der Phantastik verschriebenes Magazin. Dementsprechend wird dieser Begriff nahezu inflationär häufig benutzt.

Was mich gerade an den Artikeln ein wenig gestört hat, ist der Umgang mit dem Inhalt der thematisierten Werke. Eigentlich hatte ich gehofft, auf neue Namen für meine Wunschliste zu stoßen. Allerdings enthalten die Artikel oftmals derartige Inhaltsangaben der entsprechenden Geschichten, dass man sich deren zeitnahe Lektüre sparen kann. Sie bieten also eher zusätzliche Informationen zu bereits gelesenem als für die Auswahl künftigen Lesestoffes.

Was mich dann tatsächlich positiv überrascht hat, waren die Rezensionen. Denn erfahrungsgemäßg sind Rezensionen in Magazinen oftmals doch arg positiv gehalten (so wäre ich ohne eine „Rezension“ in einem Magazin nie von Märchenzirkus enttäuscht worden). Zwar sind die Rezensionen im Cthulhu Libria Neo auch in sehr respektvollem Ton gehalten, lassen aber die Schwächen der jeweiligen Werke eben doch deutlich hervortreten. In dem Punkt ist das Cthulhu Libria Neo also bislang ein Positivbeispiel.

Eine weitere, wenn auch kleinere Überraschung war es auch, über den Namen der mir bekannten Band Ahab zu stolpern. Bei der Thematik der Lieder ist es zwar nicht allzu verwunderlich, dennoch war der Verweis recht plötzlich und somit überraschend.

Trotzdem bin ich mir nicht sicher, ob ich die zweite Ausgabe noch kaufen werde. Denn letztendlich bedient das Cthulhu Libria Neo eben nur die kleine Nische der Phantastik und setzt in dieser ein gewisses Grundwissen vorraus. So wird eine gewisse Unzugänglichkeit erzielt. Dafür vergebe ich 2 von 5 Kreuzen.

† † † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

 

Advertisements

Meinung schreiben

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s