Michi Urushihara: Yorukumo Band 4

20160530_212244.jpgOriginaltitel: Yorukumo

Mangaka: Michi Urushihara

Verlag: Egmont Manga

Genre: Horror, Mystery, Thriller

Seitenzahl: 239

Anzahl Bände: 5

Erscheinungsjahr (DE): 2015

Mit dem vierten Band von Yorukumo nähern wir uns immer mehr dem großen Finale der Serie. Doch schafft er es genügend Spannung aufzubauen? Der Klappentext besagt jedenfalls Folgendes:

In der Welt gibt es ein Oben, eine Mitte und ein Unten. Die Reichen wohnen in der Stadt, die Armen auf den Feldern und der allerletzte Abschaum haust im Wald …

Im Anwesen der Familie Araiso ist die Situation eskaliert: Nakata ist lebensgefährlich verletzt, Yorukumo verliert die Nerven und Kiyoko ist verzweifelt. Schließlich rettet sie den Mörder ihrer Mutter, denn die Angst davor alleine zu sein ist viel größer als der Schmerz in ihrem Innern …

Wie auch am vorherigen Band werden diejenigen, die eine Präferenz für das Düstere haben, ihre Freude am vierten Band von Yorukumo finden. Es mag daran liegen, dass ich eine längere Pause von der Reihe eingelegt hatte, aber die düstere Atmosphäre ist mir wieder besonders ins Auge gesprungen. Außerdem wird die verwerfliche Extravaganz der Familie Araiso wieder wunderbar dargestellt.

So kurz vor dem Ende konzentriert sich der vierte Band von Yorukumo nun auf charakterliche Entwicklungen. Sowohl Yorukumo als auch Kiyoko durchleben eine Veränderung. Bei Ersterem wird diese in verschiedenen Abstufungen klar dargestellt, bei Zweiterer wirkt die Veränderung leider etwas abrupter. Auch wenn dies durch eine Rückblende noch etwas aufgegangen wurde, hätte ich mir an dieser Stelle doch etwas mehr Ausführlichkeit gewünscht.

Nichtsdestotrotz kommen beide Wandlungen genau zum richtigen Zeitpunkt, denn so fiebert man als Leser nochmal ganz anders mit den Charakteren mit und ist nun erst recht darauf gespannt, wie sie für sich eine Lösung finden werden.

Die fehlende Ausführlichkeit für Kiyokos Veränderung hätte man an anderer Stelle wegnehmen können. Denn für meinen Geschmack gab es zu viele schlichtweg unnötige Panel. Prinzipiell habe ich nichts gegen Panel, in denen nicht gesprochen wird, allerdings sollten sie trotzdem einen Zweck erfüllen.

So wird beispielsweise Nakatas halbes Gesicht gezeigt, nur um im nächsten Panel nochmal seine Augenpartie ohne nennenswerte Veränderung im Detail zu zeigen. Mal ein Zoom oder Perspektivenwechsel wäre ebenfalls in Ordnung gewesen, aber in diesem Band summiert es sich einfach auffällig häufig.

Insgesamt schafft es der vierte Band von Yorukumo also durch charakterliche Entwicklungen die nötige Spannung für das Finale aufzubauen. Diese Entwicklungen hätten jedoch detailierter dargestellt werden können, während der ein oder andere Zoom unnötig Platz verschwendet hat. Daher gebe ich 4 von 5 Kreuzen.

† † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

Weitere Bände:

Band 1

Band 2

Band 3

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