Rufledt & Vogt: Alisik – Winter

20160505_195224.jpgOriginaltitel: Alisik – Winter

Autor: Hubertus Rufledt

Zeichner & Co-Autor: Helge Vogt

Verlag: Carlsen Comics

Genre: Comic, Fantasy,  Mystery, Romantik

Seitenzahl: 92

Anzahl Bände: 4

Erscheinungsjahr: 2013

Nach einer kleinen Ewigkeit habe ich endlich den zweiten Band von Alisik in die Hand genommen, über den der Klappentext Folgendes aussagt:

Alisik kommt dem Geheimnis ihrer Identität ein gutes Stück näher, als sie mit Ruben in das Wohnhaus eines untergetauchten Bauunternehmers eindringt. Ein gutes Stück näher kommen auch die Bagger auf dem alten Friedhof, die gnadenlos die Gräber zerstören. Für die Postmortalen beginnt ein Rennen gegen die Zeit, wenn sie nicht endgültig von dieser Welt verschwinden wollen.

Eine Dark-Romance-Mystery-Serie in vier Bänden.

Die gute Nachricht für alle, die zu viel Zeit nach dem ersten Band haben verstreichen lassen: Man kommt durch diverse Texte aus Alisiks Sicht sehr gut wieder in die Geschichte herein. Außerdem beginnt der Band mit der Vorgeschichte eines Postmortalen, wodurch man sich deren Situation wieder vor Augen führen kann.

Auch dieses Mal bin ich einfach nur begeistert von dem Zeichenstil, der so viel Liebe fürs Detail zeigt. Bestes Beispiel hierfür sind wohl Zeitungsartikel, die man aufgrund ihrer Gestaltung intuitiv verschiedenen Zeitungsarten von der regionalen Tageszeitung bis zur Boulevardzeitung zuordnet. Außerdem spielt Vogt gekonnt mit der farblichen Gestaltung der Panel.

Inhaltlich ist der zweite Band jedoch relativ informationslastig. Das ist an und für sich erstmal nichts Schlechtes, erfährt man so Einiges über die verschiedenen Charaktere, was Raum für potenzielle Konflikte bietet. Allerdings wird die Spannung so eben entsprechend langsam aufgebaut, sodass man eher auf die Folgebände als auf das nächste Kapitel mit Neugierde blickt.

Zwar haben sich Rufledt und Vogt an der ein oder anderen Stelle bemüht, ein wenig Spannung aufkommen zu lassen, aber so sehr gefesselt, dass ich nicht schnell genug umblättern konnte, haben sie mich nicht. Einzig der Cliffhanger am Ende ist wirklich mies.

Wofür ich den beiden aber sehr dankbar bin, ist die Ausgestaltung der Freundschaft zwischen Alisik und Ruben. Sie sind nicht zu kitschig zueinander, sondern verhalten sich wie die Meisten sich in einer vergleichbaren Situation verhalten würden. Ich kann mir problemlos vorstellen, wie zwei real existierende Menschen exakt so miteinander umgehen.

Außerdem ist Alisik nicht vollständig auf Ruben fixiert, obwohl man ihr natürlich schon anmerkt, dass sie sich in ihn verliebt hat. Aber er ist nunmal nicht der einzige Gedanke, der sie in ihrer verzwickten Lage beschäftigt, was sehr angenehm ist.

Insgesamt bietet Alisik – Winter also wieder einen wunderschönen Zeichenstil und zeigt eine glaubhafte Freundschaft zwischen Alisik und Ruben. Ansonsten setzt der zweite Band eher auf Information als auf Spannung, weswegen er kein Pageturner ist, dafür aber umso mehr Lust auf die Folgebände macht. Dafür vergebe ich 4 von 5 Kreuzen.

† † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

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