George Orwell: Animal Farm

20160418_162636.jpgOriginaltitel: Animal Farm

Autor: George Orwell

Verlag: Penguin Books

Genre: Englisch, Gesellschaftskritik, Klassiker,

Seitenzahl: 95

Erscheinungsjahr (Erstausgabe): 1945

Nachdem ich 1984 beendet hatte, war mir eigentlich schon klar, dass ich irgendwann auch Animal Farm von George Orwell lesen würde. Nun ist die Zeit endlich gekommen. Der Klappentext besagt Folgendes:

‚All are equal. But some animals are more equal than others.‘

Mr Jones of Manor Farm is so lazy and drunken that one day he forgets to feed his livestock. The ensuin rebellion under the leadership of the pigs Napoleon and Snowball leads to the animals taking over the farm. Vowing to eliminate the terrible inequities of the farmyard, the renamed Animal Farm is organized to benefit all who walk on four legs. But as time passes, the ideals of the rebellion are corrupted, then forgotten. And something new and unexpected emerges …

Animal Farm – the history of a revolution that went wrong – is George Orwell’s brilliant satire on the corrupting influence of power.

‚Remains our great satire of the darker face of modern history‘ Malcolm Bradbury

Animal Farm has seen off to all the opposition. It’s as valid toda as it was fity years ago‘ Ralph Steadman

Wie der Klappentext bereits erwähnt, beginnt die Geschichte der Animal Farm mit einer Revolution, bei der sich die Tiere der Unterdrückung durch den Menschen entledigen. Anschließend liegt die Verwaltung der Farm in ihren eigenen Händen, wobei aus der ursprünglichen Gemeinschaft zunehmend eine Klassengesellschaft wird.

Auch ohne das Vorwort, das die russische Revolution als Vorlage für die Geschichte nennt, ist offensichtlich, dass die Farm metaphorisch für einen Staat und die Entwicklung von einer Revolution, deren Ziel Demokratie und Freiheit waren, zu einer Aristokratie oder gar Diktatur wird.

Der Prozess wird hierbei durch viele kleine Teilschritte veranschaulicht, bei denen man im Einzelnen teilweise keine großen Konsequenzen vermutet, die in ihrer Summe aber eben zu einem erschreckendem Ergebnis führen. Dabei werden bei diesen Schritten immer wieder Ereignisse und Beschlüsse vom Beginn der Herrschaft der Tiere aufgegriffen, wodurch der zunehmend vom Urgedanken abweichende Weg besonders deutlich wird.

Bei all den Teilschritten lässt sich außerdem wunderbar erkennen, warum sich die Tiere nicht gegen diese Entwicklungen auflehnen. Die Tiere sind mit verschiedenen Charakterzügen ausgestattet und nehmen auch die verschiedensten Haltungen bezüglich der Politik der Farm ein, wie es in der menschlichen Gesellschaft auch der Fall ist. Hierbei sei besonders der Esel Benjamin erwähnt, der zwar erkennt, in welche Richtung sich die Farm entwickelt, sich aber dennoch heraushält. Irgendwie ist er mir ja ans Herz gewachsen, obwohl er bis auf eine Ausnahme nicht die Initiative zur Veränderung ergreift.

Ein wenig verwundert hat mich, dass das berühmte Zitat „All animals are equal. But some animals are more equal than others.“ erst so spät in der Handlung und dort auch nur einmal auftaucht. Dennoch bewundere ich Orwells Fähigkeit, solche Leitphrasen zu entwerfen, die dem Leser leicht im Kopf bleiben.

Was mich auch verwundert hat, ist die Zeitspanne, die die Handlung von Animal Farm umfasst. Einerseits sollen bei manchen Arten ganze neue Generationen herangewachsen sein und viele der Revolutionäre sterben über die Zeit, andererseits lebt Napoleon munter weiter.

Zum Ende bleibt zu sagen, dass es leider passend ist, auch wenn ich mir bis zum Schluss etwas Anderes gewünscht hätte. Zudem bleibt fraglich, was mit manchen Charakteren, wie beispielsweise Snowball, passiert ist, da Orwell hierfür nicht einmal eine Andeutung fallen lässt.

Insgesamt stellt Animal Farm also dar, wie sich aus einer Revolution und Demokratie eine neue Diktatur entwickeln kann, indem Tiere an die Stelle der Menschen treten. Dieser Weg wird anhand vieler Teilschritte verdeutlicht, allerdings bleiben ein paar Schicksale am ohnehin schon pessimistischen Ende offen. Daher gibt es 4 von 5 Kreuzen.

† † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

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