Claudia Kern: Verrat – Der verwaiste Thron

20160329_151446.jpgOriginaltitel: Verrat

Autor: Claudia Kern

Verlag: blanvalet

Genre: Fantasy

Seitenzahl: 409

Erscheinungsjahr: 2009

Nachdem mir der erste Band ziemlich gut gefallen hat, musste ich natürlich den zweiten Band der Der verwaiste Thron Trilogie lesen. Der Klappentext besagt diesmal Folgendes:

>So muss Fantasy sein!<< Michael Peinkofer

Ana, die einzige Tochter des Fürsten von Somerstorm, befindet sich auf der Flucht vor den geheimnisvollen Nachtschatten. Die Gestaltwandler haben – so glaubt Ana – ihre gesamte Familie ermordet und so die Kontrolle über das Fürstentum an sich gerissen. Ana flieht in Richtung Westfall, auf der Suche nach Unterstützung, doch ihr Weg endet in Srzanizar – und in den Ketten der Sklaverei. Da erreicht die Armee der Nachtschatten die Mauern der Stadt …

Zudem verfolgen wir natürlich auch die Perspektiven der anderen Charaktere, die wir im ersten Band bereits kennengelernt haben, wobei diese ergänzt werden. Mehr über die Handlung soll an dieser stelle jedoch nicht verraten werden.

Zunächst einmal gibt es zwei Kritikpunkte, die ich an Verrat habe. Zwar zeugen die ausführlichen Umgebungsbeschreibungen davon, dass Kern sich Mühe beim heraufbeschwören der Welt gegeben und jedem Schauplatz eine eigene Note verliehen hat, jedoch erscheinen manche überflüssig. Es stört den Lesefluss doch ein wenig, wenn bei einer Verfolgungsjagd einzelne Streckenabschnitte genau beschrieben werden, wenn deren einzige Funktion darin besteht, dass die Protagonistin einmal vorbeirennt.

Und auch mit unserer Protagonistin, Ana, hatte ich so meine Probleme. Bei all den verschiedenen Perspektiven beginnt man zwangsläufig, bestimmte Handlungsstränge gegenüber anderen zu bevorzugen. Dies kann sich dadurch bemerkbar machen, dass man es schade findet, wenn ein Kapitel endet und das nächste aus einer anderen Perspektive ist.

Allerdings kann es auch dazu führen, dass man Antipathien gegenüber Charakteren entwickelt. Bei mir hat es eben Ana getroffen, sowie noch andere, aber insbesondere bei Ana fand ich es schade, da ich sie zu Beginn eigentlich mochte, sie sich aber nun zu einem immer hohleren und leereren Charakter entwickelt.

Nichtsdestotrotz hat mich Verrat auch beeindrucken können. Denn der zweite Band von Der verwaiste Thron lässt erst erahnen, wie groß die von Kern erdachte Welt tatsächlich ist. Wirkte sie im ersten Band doch noch sehr auf die Flucht Anas zugeschnitten, gewinnt sie nun zunehmend an Plastizität.

Dies liegt vor Allem daran, dass sich immer mehr Verknüpfungen der Einzelereignisse zeigen. Was an einem Ort geschieht, beeinflusst die Handlung an einem anderen Ort und Handlungsstränge kreuzen sich. Außerdem spielen ursprünglich scheinbare Nebencharaktere eine größer werdende Rolle, sodass die Handlung auch an Komplexität gewinnt.

Insgesamt zeigt Verrat also, dass die Welt der Der verwaiste Thron Trilogie weitaus komplexer und größer ist, als sie zu Beginn wirkte, womit der Weg für den finalen Band ideal geebnet wurde. Allerdings missfielen mir manche Charakterentwicklungen sowie die Beschreibungen unwichtigerer Handlungsorte. Daher gibt es 3 1/2 von 5 Kreuzen.

† † †

Gezeichnet Seitenfetzer

Weitere Bände:

Sturm – Der verwaiste Thron

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