HobbitCon 2016

Salvete, homines!

Nachdem mich die HobbitCon letztes Jahr begeistert hat, konnte ich natürlich nicht anders, als mich auch in diesem Jahr nach Bonn aufzumachen. Hier also nun ein paar Eindrücke von der allerletzten HobbitCon.

Stellten neben den Händlern aus: Das 50.000 Orks Projekt

Stellten neben den Händlern aus: Das 50.000 Orks Projekt

Über die Händler

Die Auswahl der Händler war für eine „kleine“ Convention wie die HobbitCon, die sich ja wirklich nur auf ein Fandom bezieht, sehr ausgewogen. Sowohl Merchandise-Stände, mal völlig auf Mittelerde, mal auf verschiedene Fandoms ausgelegt, als auch Stände, die man problemlos auf einem Mittelaltermarkt hätte platzieren können waren vertreten.

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Ein Stück Kunst – Die Schuhe von Canvas Warriors

Auch Canvas Warriors waren wieder mit von der Partie, deren beeindruckende Schuhe schon letztes Jahr zu bewundern waren. Candy Zombies boten ebenfalls selbstgemachte Waren an, die mit der von den anderen Ständen doch etwas abweichenden Zielgruppe das Händlerspektrum definitiv bereicherten.

Eine Veränderung, die mir persönlich besonders gefiel, war der Trend zu Funkos. Konnte man auf der letztjährigen HobbitCon nur eine Handvoll verschiedener Exemplare ergattern, hatten sich dieses Jahr gleich drei verschiedene Händler, zwei davon mit einer wirklich sehr großen Auswahl, mit den Figuren gerüstet. Da fiel die Entscheidung gar nicht so leicht.

Direkt am Hauptsaal jedoch, wo letztes Jahr noch der Platz vom Elbenwald-Stand war, der dieses Jahr völlig fehlte, hat sich der wohl unangenehmste Stand eingenistet: Mit lautem Geschrei wurde besonders am ersten Tag jeder vorbeilaufende Besucher auf die unfassbar tollen Angebote wie „10 DVDs für 20 Euro“ oder „eine Tüte zum Selbstbefüllen zum Festpreis“ aufmerksam gemacht.

Dass es sich dabei um tendenziell drittklassige Filme sowie zugehöriges Merchandise handelte, ist dabei wohl nicht verwunderlich. Somit waren wir nicht die einzige, die diesen Stand nach ein paar Malen des Angeschrien-Werdens gemieden haben.

Über die Stars

Bereits im Vorfeld gab es für mich in diesem Bereich eine kleine Enttäuschung: Dean O’Gorman hat wieder abgesagt. Ob ich ihn wohl je auf einer Convention sehen werde? Und auch auf Graham McTavish musssten wir in diesem Jahr verzichten, jedoch wurde mit Billy Boyd ein würdiger Ersatz gefunden. Ein wirklich sympathischer Typ, der sich auch in meiner Herr der Ringe-Ausgabe verewigen durfte.

Sauron, der Funko-Zuwachs, auf dem Autogramm von Billy Boyd

Sauron, der Funko-Zuwachs, auf dem Autogramm von Billy Boyd

In diesem Jahr gab es keinen solchen Megastar wie Luke Evans letztes Jahr, was man durchaus gemerkt hat, allerdings hat Ryan Gage die Rolle des Fangirl-Magneten wohl übernommen – zumindest konnte man beobachten, wie einige Fans ihn um Umarmungen gebeten haben.

Wer natürlich auch nicht fehlen durfte waren die Zwerge. Jed Brophy ist und bleibt einfach eine Rampen-Sau, aber auch die anderen Hobbit-Darsteller habe ich natürlich gerne wiedergesehen. Zudem war ich von Craig Parker positiv überrascht. War ich bezüglich ihm und Lori Dungey im Vorfeld doch skeptisch, konnten sie mich von sich überzeugen. Insbesondere Parkers Auftritt als Kim Kardashian war eines der Highlights der Con. Wer Bilder von diesem kuriosen Augenblick sehen möchte, braucht sich nur unter #Hobbitcon auf Twitter umschauen

Jedoch gab es auch ein paar Entwicklungen in den Panels, die mir weniger zugesagt haben. Vom Shipping-Thema, das zeitweise wohl sehr präsent gewesen sein muss, habe ich nicht allzu viel mitbekommen. Allerdings gab es auch „Fragesteller“, die um telefonische Grüße für Freunde gebeten haben, die im Krankenhaus sind oder am Vortag Geburstag hatten. In solchen Fällen kann der Schauspieler den Wunsch ja schlecht ablehnen, allerdings sehe ich darin die Gefahr, dass die Panels künftig zur Grüße-Show ausarten.

Über das Programm

Dieses Jahr lag unser Schwerpunkt vor Allem auf dem Besuch der Panels, Fotos, Autogrammen und Shopping. Dies lag mitunter auch daran, dass der Workshop Cosplay-Fotografie, der mich am meisten interessiert hätte, ausgerechnet am Freitag um 12 Uhr begonnen hat. Zu dem Zeitpunkt waren wir jedoch noch damit beschäftigt, auf die Fertigstellung unseres Zimmers zu warten. Umso ärgerlicher war es, dass gerade dieser Workshop nur ein einziges Mal angeboten wurde.

Ich weiß natürlich nicht, welche Konsequenzen eine Umlegung dieses Workshops gehabt hätte, aber für die Zukunft wäre es wünschenswert, einmalige Workshops (oder Vorträge) nicht zwingend in die Anreisezeit am ersten Tag zu legen.

Nicht nur Krieger gehörten zur Ausstellung des 50.000 Orks Projekts

Nicht nur Krieger gehörten zur Ausstellung des 50.000 Orks Projekts

Was beim diesjährigen Programm jedoch auch auffällig war, war eine ziemliche Lücke am Sonntagnachmittag. Nicht nur wir empfanden die Zeit zwischen Mittag und Closing als sich ein wenig ziehend, obwohl dem Ende der Convention wohl kaum jemand entgegengefiebert haben dürfte. Ein-zwei Programmpunkte mehr hätten dem letzten Convention-Tag gewiss nicht geschadet.

Fazit

Insgesamt blicke ich auf die letzte HobbitCon also mit sehr gemischten Gefühlen zurück. Gerade die Stars waren wieder sehr unterhaltsam (auch oder gerade diejenigen, die ich zuvor noch nicht „kannte“) und die Händler boten für die „kleine“ HobbitCon doch genügend Abwechslung. Allerdings hätte man die Programmverteilung vielleicht etwas geschickter lösen können.

Nichtsdestotrotz ist der Hauptgrund für den negativen Stimmungsanteil bei meinem Rückblick auf die HobbitCon wohl dem Umstand zu verschulden, dass ich am nächsten Jahr nicht zur MagicCon gehen können werde. Diese wird als Nachfolge-Convention der RingCon und HobbitCon vom 21. bis 23. April 2017 stattfinden.

Gezeichnet Seitenfetzer

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2 Kommentare zu “HobbitCon 2016

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