Keiko Yamamoto: Android Prince

20160316_161811.jpgOriginaltitel: Oujisama wa Juudenchuu

Mangaka: Keiko Yamamoto

Verlag: Egmont Manga

Genre: Romantik, Comedy

Seitenzahl: 263

Erscheinungsjahr (DE): 2011

Bei Android Prince handelt es sich um einen Einzelband, dessen Klappentext Folgendes verspricht:

10 Jahre hat Ren darauf gewartet, das ihr Bruder ihr einen Traumprinzen baut. Und Android Tetra ist wirklich ein Prachtexemplar geworden! Ren sieht sich schon im Brautkleid neben ihrem Prinzen stehen, der ihr liebevoll zuflüstert „Ich habe dich schrecklich lange warten lassen!“

Als Tetra aber endlich die Augen öffnet, entpuppt er sich als störrischer Griesgram, der sich an Ren rächen will. Schließlich musste er 10 Jahre als Spielzeug eines Mädchens herhalten! Kann aus dieser Hassliebe echtes Herzklopfen werden?

Die rhetorische Frage am Ende des Klappentextes kann sich wohl jeder ohne die Lektüre des Mangas beantworten. Aber wie das ganze abläuft, ist doch – nennen wir es faszinierend.

Zu Beginn der Story wird Tetra zusammengebaut und lässt seinem Hass freie Bahn, indem er Rens Geheimnisse (wie beispielsweise ihr Kuscheltier) ausplaudert. Ganz schön beeindruckend, nicht wahr?

Irgendwie verpuffen seine Rachepläne dann aber doch im nichts, weil das die Story ja linear halten würde. Stattdessen finden wir uns in einer Abfolge verschiedener Handlungsstränge, in denen Ren und Tetra zwar stets eine Rolle spielen, wieder, die nur teilweise was mit der oben erwähnten Thematik zu tun haben.

Diese werden mal mehr, mal weniger abgeschlossen. Beispielsweise kann man erahnen, dass es sich bei einem Charakter um eine verflossene von Rens Bruder handelt, deutlich gemacht wird das aber nicht.

Generell hängen die Kapitel also nur bedingt zusammen und oftmals merkt man, dass dieser Manga ursprünglich in einer Zeitschrift publiziert wurde. Da dies aber bei einigen Reihen der Fall ist, ist das keine Entschuldigung dafür, dass zu Beginn fast jeden Kapitels eine kurze Zusammenfassung des Klappentextes erzählt wird, nur um dann eine Episode zu erzählen, die mit der Ausgangsgeschichte überhaupt nichts zu tun hat.

Zugute halten kann man  Android Prince, das zumindest der Android-Part immer wieder aufgegriffen wird, ohne zu dominant zu werden. Er ist der Aufhänger für so manche kuriose Begebenheit und schafft zumindest ein wenig Beständigkeit in einem Manga, in dem der rote Faden schnell über Bord geworfen wurde.

Allerdings wird dieser zum Schluss wieder eingesammelt. Aber dazu gibt es nichts Besonderes zu sagen: Ein klischeehafter „Er muss nicht perfekt, sondern er selbst sein“-Plottwist wird mit einer mehr als künstlichen „Dreiecksbeziehung“ eingeworfen, bis es dann zur erwarteten Endauflösung kommt.

Wer also seichte und lustige Romance-Unterhaltung sucht und keine ganze Reihe anfangen will, der mag sich mit heruntergeschraubten Erwartungen ruhig an Android Prince herantrauen. Wer aber mehr als das erwartet, sollte diesen Manga meiden. Deswegen gibt es 2 von 5 Kreuzen.

† † † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

 

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