B.A.D. Band 2

20160125_145314.jpgOriginaltitel: B.A.D.

Zeichner: Sousou Sakakibara

Autor: Keishi Ayasoto

Charakterdesigner: kona

Verlag: Egmont Manga

Genre: Mystery

Seitenzahl: 189

Anzahl Bände: 2

Der zweite und auch schon letzte Band von B.A.D. verfügt über folgenden Klappentext:

B.eyond A.nother D.arkness – Gothic-Mystery in zwei Bänden!

Gothic-Lolita Azaka hat eine Detektei für übernatürliche Fälle …

Azaka wird bei ihrem Besuch des Stammhauses von Asato gefangen genommen. Auch Odagiri, der sie begleitet hat, wird überwältigt. Schließlich tritt die schicksalhafte Verbindung von Asato und Azaka zutage! Kann Odagiri Azaka retten?

Wie zu erwarten wird im zweiten Band dieser sehr kurzen „Reihe“ die Hintergrundgeschichte der einzelnen Charaktere etwas deutlicher. Insbesondere Odagiris Geschichte wird ausführlich beleuchtet. Dennoch merkt man dem Manga immer noch an, dass es sich lediglich um eine Adaption handelt. Das Gefühl, dass da immer noch Informationen fehlen, will einfach nicht verschwinden. Insbesondere was die Geschichte von Asato angeht, glaube ich kaum, dass es um ihn nicht mehr Hintergrundwissen als bloß seine Verbindung zu Azaka gibt.

Neben den Hintergrundgeschichten werden natürlich auch wieder Fälle behandelt. Allerdings sind diese mehr Mittel zum Zweck und bis auf einen längere Fall auch nicht wirklich tiefgehend ausgestaltet. Schade daran ist, dass so der größere Handlungsfaden, der hinter den Fällen steckt, weniger eindrücklich erkennbar ist. Statt diesen zu zeigen, wird der Leser vielmehr mit Aussagen darauf aufmerksam gemacht.

Was sich allerdings im Nachhinein betrachtet durch beide Bände zieht, sind psychische Probleme. Eigentlich handelt B.A.D. gar nicht vom Übernatürlichen, sondern vom Umgang mit traumatischen Erlebnissen. Denn die übernatürlichen Phänomene würden ohne die psychischen Probleme der Menschen gar nicht entstehen.

Hierbei schafft es Sakakibara wieder, mit dem Zeichenstil genau den richtigen Ton zu treffen. So reichen die Zeichnungen von niedlich-süß  bis verstörend-freakig – und manchmal geschieht dies als Gratwanderung innerhalb weniger Panels.

Leider hat mich auch das Ende nicht vom Hocker gerissen. Denn der Handlungsstrang ist damit zwar weitestgehend abgeschlossen, aber als Leser fühlt man sich doch im Regen stehen gelassen, gerade weil das Ende nochmal deutlich macht, dass es eigentlich weitaus mehr Stoff um Azaka und Odagiri gibt.

Wer vom ersten Band so begeistert war wie ich, wird also am zweiten Band von B.A.D. ebenfalls seine Freude finden, sollte die Erwartungen aber nicht zu hoch ansetzen. Wem der erste Band allerdings schon nicht gefiel, der kann auf den zweiten Band verzichten, denn obwohl die Hintergrundgeschichte näher beleuchtet wird und der Zeichenstil wieder grandios ist, kann dieser Band mit seinem Vorgänger nicht mithalten. Deswegen gibt es 2 1/2 von 5 Kreuzen.

† † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

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