Etorouji Shiono: Übel Blatt Band 8

20160215_170031.jpgOriginaltitel: Yūberu Buratto

Mangaka: Etorouji Shiono

Verlag: Kazé

Genre: Fantasy, Action

Seitenzahl: 225

Anzahl Bände (DE): Bislang bis Band 8

Erscheinungsjahr (DE): 2016

Anfang des Monats kam der mittlerweile achte Band von Übel Blatt heraus. Sein Klappentext besagt Folgendes:

Golden schimmerndie Rüstungen der erhabenen fünf Helden bei ihrer Parade zur Eröffnung der großen Tafelrunde. Doch hinter den Mauern der Kaiserstadt sind dunkle Machenschaften im Gange. Graf Glenn fällt die undankbare Aufgabe zu, das leidige Thema „Heldenmörder“ einem Ende zuzuführen. Dabei war sein ruhmsüchtiger Schützling Ikfes dem Rebellen bereits einmal unterlegen. Und so gerät Keinzell erneut ins Kreuzfeuer der Eitelkeiten.

Doch anders als der Klappentext vermuten lässt, beginnt der achte Band mit einer 3 1/2 Kapitel umfassenden Rückblende aus Keinzells Vergangenheit. War ich im ersten Moment ein wenig irritiert, weil die Rückblende in sich nochmal eine weitere Rückblende trägt und somit nur letztere die typische, schwarze Umrandung aufwies, ist das doch ein toller Einstieg. Denn so kommt man Keinzell, der als Charakter teils doch recht schwer zu fassen ist, ein erhebliches Stück näher, ohne dass man dabei aus der Handlung gerissen wird.

Zudem wird Keinzells Hass gegen die Helden immer differenzierter – genau wie die Helden auch. Waren sie bislang einfach nur grausame Kotzbrocken, erhalten sie nun charakterliche Unterschiede und ich vermag nicht mehr zu sagen, ob ich zufrieden damit wäre, wenn kein einziger von ihnen verschont würde.

Ein weiterer Pluspunkt für den achten Band von Übel Blatt ist der Zeichenstil. Die jüngere Version Keinzells in der Rückblende sieht in gewisser Weise süß aus, beziehungsweise entspricht sie wohl dem Kindchenschema, ohne jedoch den mysteriösen Antihelden, der er nun ist, lächerlich zu machen. An anderer Stelle, beispielsweise bei der Darstellung des Kaisers, vermittelt der Stil eine episch-strahlende Atmosphäre.

Zum Ende hin nimmt der Manga dann noch ordentlich an Geschwindigkeit zu, wobei ich die letzten Seiten doch mehrfach lesen musste, um wirklich mitzukriegen wer da jetzt wen wie angreift. Die drei letzten Panels führen den Band dann schließlich zu einem epischen Cliffhanger-Ende, dass die Wartezeit bis zum 7. April nur schwer erträglich macht.

Insgesamt konnte mich der achte Band von Übel Blatt mit seiner längeren Rückblende zu Beginn und deutlicher differenzierten Charakterzügen der Helden also gut unterhalten. Einzige Kritik ist das fast schon zu schnelle Tempo am Ende des Bandes. Daher gibt es 4 1/2 von 5 Kreuzen.

† † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

Weitere Bände:

Band 7

Band 6

Band 5

Band 4

Band 3

Band 2

Band 1

Band 0

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