Alison Goodman: Eona – Return of the Dragoneye

20160125_144932.jpgOriginaltitel: Eona – Return of the Dragoneye

Autor: Alison Goodman

Verlag: David Fickling Books

Genre: Fantasy, Englisch

Seitenzahl: 468

Erscheinungsjahr: 2011

Der Tag ist gekommen. Ich habe mich endlich dem Buch gewidmet, mit dem (wenn auch in der deutschen Ausgabe) die Entstehung meines SuBs begann. Doch war die lange Zeit dort gerechtfertigt? Der Klappentext besagt jedenfalls Folgendes:

Where did my duty lie: with this powerful, beautiful man wo held my hand and named me Moon to his Sun; or witz the dragons, the source of my own magnificent power?

Eona is finally able to embrace her true identity – but the battle zu control the empire still rages. High Lord Sethon has slaughtered his own family and seized the throne. Left unstopped, he will leave the country in ruins.

Now the resistance’s only hope, Eona must learn to harness the mysterious strength of her Mirror Dragon. But who can she trust and how long can she resist the terrible truth of her ancestor’s prophecy?

The second story in the stunning Dragoneye duology.

‚Vivid, brutal, terrifying and absolutely fantastic‘ Fantasy Book Review

Auch der zweite Teil der Duologie strotzt nur so vor asiatisch-angehauchter Fantasy. Wer diesen Aspekt im ersten Teil also schon mochte, wird auch hier nicht enttäuscht werden.

Der Schreibstil von Goodman liest sich auf Englisch auf jeden Fall um einiges besser als auf Deutsch. So gab es die ein oder andere Stelle, die mir paradoxerweise ein Lachen entlocken konnte, bei denen ich im Deutschen vielleicht ander reagiert hätte. Auch mein Versuch, zwischenzeitlich auf die deutsche Übersetzung umzusteigen, war vergeblich. Wer die Möglichkeit hat, sollte Eona also wirklich auf Englisch lesen.

Wir begleiten Eona weiter auf ihrem Weg durch das nun zerrüttete Königreich. Dabei rückt die Vergangenheit und damit Eonas Ahnin Kinra immer mehr in den Vordergrund und scheint allmählich zu einer Prophezeiung für ihr eigenes Schicksal zu werden.

Denn wie Kinra findet sich auch sie nach und nach in eine Dreiecksbeziehung verwickelt. Ich persönlich bin ja überhaupt kein Fan von Dreieckskonstallationen, erst recht nicht wenn es einmal den ach so lieben Jungen und dann noch den absoluten Bad Boy gibt. Aber Eona ist da eine Ausnahme.

Denn in diesem Fall ist die Dreiecksbeziehung so gut in die Geschichte integriert, dass sie sinnvoll und nicht obligatorisch erscheint. Dies liegt insbesondere an der Entwicklung, die Eona durchlebt. Denn ist sie zu Beginn der Geschichte noch ein verängstigtes Kind gewesen, entwickelt sie sich zu einer immer macht- und selbstbewussteren Frau.

Beizeiten wird ihr Charakter tatsächlich ziemlich düster und sie weicht zunehmend vom „rechten Weg“ ab, wobei dieser Weg nicht immer so leicht erkennbar ist. Dadurch dass die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt ist, werden wir so mit in den Strudel ihrer Zweifel und der sich immer mehr aufdrängenden, tückischen Entscheidungen gezogen. Zunächst sind es nur kleine Schritte, bei denen man auch als Leser auf nicht zu drastische Folgen hofft, doch irgendwann wird die finale Katastrophe unausweichlich.

Zugegeben, dadurch benötigt die Geschichte ihre Zeit, um ins Rollen zu kommen und ich schwankte beim Lesen immer wieder zwischen den Fragen „Wieviel muss denn noch passieren, dass das Buch noch so lang ist?“ und „Wie will sie das auf den Seiten noch alles beendet kriegen?“.

Gerade auf den letzten 150-200 Seiten wechselte meine Fragestellung immer häufiger, da die Ereignisse sich immer mehr zu reißenden Strom verdichten und noch so mancher Plottwist für Überraschungen sorgt. Allerdings waren diese für meinen Geschmack nachvollziehbar genug, wobei ich einen davon auf jeden Fall nicht hätte kommen sehen.

Am Ende habe ich jedoch noch ein paar winzige Kritikpunkte. Zum Einen war die Endauflösung für meinen Geschmack fast schon ein wenig zu sehr Happy End. Zwar gibt es durchaus traurige Verluste, allerdings wird die Endgültigkeit, die die alles entscheidene Frage für Eona eigentlich mit sich bringt, durch die letzten Momente der Geschichte ein Stück weit revidiert.

Zum Anderen hätte dieser Geschichte ein Epilog auf keinen Fall geschadet. Es ist einfach so unklar, was aus all den Leuten wird, nachdem die so schicksalhafte Endauflösung stattgefunden hat. Gerade die Frage, was denn nun aus Eona geworden ist, drängt sich regelrecht auf. Zudem finde ich die Darstellung Idos zum Schluss ein wenig schwach, wobei das auch an meiner persönlichen Sympathie liegen mag.

Insgesamt ist Eona -Return of the Dragoneye also völlig zu Unrecht so lange auf meinem SuB gewesen. Die Kombination aus asiatisch-angehauchter Fantasy, einer Dreiecksbeziehung die mich begeistern statt nerven konnte und der Charakterentwicklung Eonas selbst lassen mich sogar darüber hinwegsehen, dass das Happy End etwas zu happy war. Deswegen gibt es volle 5 von 5 Kreuzen.

† † † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

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2 Kommentare zu „Alison Goodman: Eona – Return of the Dragoneye

  1. Das ist so ein Buch, welches ich allein auf Grund des Covers in die Hand nehmen und evtl. auch kaufen würde.

    Die Möglichkeit englisch zu lesen hätte ich vermutlich, das Können aber nicht. Ich hab´s versucht, ehrlich, aber das geht nicht ohne dass ich vor Verzweiflung weine 😉

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