B.A.D. Band 1

20160125_145225.jpgOriginaltitel: B.A.D.

Zeichner: Sousou Sakakibara

Autor: Keishi Ayasoto

Charakterdesigner: kona

Verlag: Egmont Manga

Genre: Mystery

Seitenzahl: 197

Anzahl Bände: 2

Erscheinungsjahr (DE): 2014

B.A.D., was für Beyond Another Darkness steht, ist die zweiteilige Mystery-Manga-Adaption eines Romans von Keishi Ayasoto. Doch beginnen wir mit dem Klappentext:

B.eyond A.nother D.arkness

Azaka Mayuzumi hat eine Detektei für übernatürliche Fälle. Sie läuft den ganzen Tag im Gothic-Lolita-Outfit mit einem roten Papierschirm rum und ernährt sich nur von Schokolade. Eines Tages gabelt sie ihren „Sidekick“ Odagiri auf, der sterbend vor einem Tempel liegt und heilt ihn. Jetzt hilft er ihr bei ihren unheimlichen Aufträgen …

Gothic-Mystery in zwei Bänden!

Vordergründig begleiten wir also Odagiri, der – anders als der Klappentext vermuten lässt – der tatsächliche Protagonist des Werkes ist. Dieser wurde von Azaka aufgegabelt und verbringt nun sein Leben im Dienste ihrer Detektei, da er auf sie angewiesen ist. Soweit also eine relativ übliche „Ermittler & Partner“-Geschichte, auch wenn die Fälle alle übernatürlicherer Art sind.

Aber bei B.A.D. handelt es sich um einen Manga, bei dem man das Gehirn lieber nicht ausschalten sollte, denn er beginnt schon mysteriös und klärt den Leser im Laufe der Story nicht bedeutend auf, sondern bringt immer mehr Bruchstücke der Hintergründe ans Licht, die der Leser sich selbst zusammensetzen darf.  Somit verbirgt sich hinter der Ausgangssituation, die es so bereits etliche Male gibt, doch eine ganz eigene Geschichte.

Diese immer mehr werdenden Bruchstücke sorgten jedoch dafür, dass ich beim Lesen gelegentlich zurückblättern musste, um sich nochmal zu vergewissern, wer genau jetzt wer war. Daran dürfte aber auch mein schlechtes Namensgedächtnis nicht ganz unschuldig gewesen sein. Dennoch ist dies wohl ein Punkt, an dem man merkt, dass es sich um eine Adaption handelt.

Die Charaktere sind für den Umfang verhältnismäßig gut ausgearbeitet, sodass gerade in den Fällen die Handlungsmotive der Menschen deutlich werden. Jedoch stört mich Azakas Alter ein wenig. Es mag ja sein, dass sie sich aufgrund ihrer Hintergrundgeschichte nicht die üblichen Probleme und Interessen anderer 14-Jähriger hat, aber wenn man einen Charakter erschafft, dem man das vorgesehene Alter in keinster Weise anmerkt, muss man ihn doch nicht auf Teufel komm raus in dieses Alter pressen. Warum kann Azuka nicht einfach um die 20 Jahre alt sein? Weil sie so noch einzigartiger und außergewöhnlicher ist? Leider wittere ich bei ihr also das Potenzial eine Sue, was ein klarer Minuspunkt ist.

Womit der Manga aber auf jeden Fall punkten kann, ist der Zeichenstil. Denn dieser ist nicht nur ausgewogen, was den Detailreichtum angeht, sondern passt sich der Atmosphäre ideal an. So kann er Charaktere innerhalb weniger Panels vom Cutie zum totalen Psycho umgestalten und macht B.A.D. somit zu einem ganz besonderen Lesevergnügen.

Insgesamt hat der erste Band von B.A.D. also eine ziemlich simple Ausgangshandlung, hinter der sich aber komplexe Hintergründe verbergen, denen man die Adaption gelegentlich aber anmerkt. Verpackt ist das Ganze in einen wunderbaren, atmosphärisch unterstützendem Zeichenstil. Einzig mit Azaka konnte ich mich noch nicht so ganz anfreunden, weswegen es 4 von 5 Kreuzen gibt.

† † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

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2 Kommentare zu „B.A.D. Band 1

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