Etorouji Shiono: Übel Blatt Band 7

20160109_113301.jpgOriginaltitel: Yūberu Buratto

Mangaka: Etorouji Shiono

Verlag: Kazé

Genre: Fantasy, Action

Seitenzahl: 223

Anzahl Bände (DE): bislang bis Band 7

Erscheinungsjahr: 2015

Es ist schon wieder etwas Zeit ins Land gezogen, seit ich zum letzten Mal zu Übel Blatt gegriffen habe. Doch nun habe ich mir den siebten Band zu Gemüte geführt, dessen Klappentext Folgendes besagt:

Krachend stürzt die erhabene Schwebende Burg nach schwerem Beschuss zu Boden und mit ihr Graf Balester. Wahnsinn und Orientierungslosigkeit vernebeln ihm die Sinne, als Keinzell über ihm das Schwert der RAche hebt. Doch dann tritt ein ehrgeiziger Schwertkämpfer dem Heldenmörder in den Weg: Ikfes, ausgebildet von Keinzells Meisterin. Siegessicher und von seinen Fähigkeiten überzeugt, sucht er den Kampf mit Keinzell, um der nächste „Schwertmeister“ zu werden. Doch sein Gegner gibt sich keinesfalls kampflos geschlagen …

Beim Lesen vom Übel Blatt scheint sich bei mir mittlerweile ein gewisses Verhaltensmuster etabliert zu haben: Gerade zu Beginn eines neuen Bandes habe ich oftmals Probleme, wieder völlig in die Geschichte reinzukommen. Das liegt wohl daran, dass es keinerlei Rückblenden auf die vorherigen Bände und auch keine wirklichen Charakterübersichten gibt. Und so geschah es auch bei diesem Band, dass ich erstmal ein paar Seiten brauchte, um wieder durchzublicken, wer gerade wo gegen wen kämpft.

Doch auch diesmal beweist Shiono, dass das Vorgeplänkel für die Reihe endgültig vorbei ist. So bietet der siebte Band uns wieder Rückblenden in Keinzells Vergangenheit, obgleich sie diesmal nicht so detailliert ausfallen. Besonderes Konfliktpotential lässt sich aufgrund dieser Rückblenden insbesondere bei der Rolle erkennen, die Ikfes womöglich noch spielen wird.

Generell gefiel es mir, wie die einzelnen Charaktere weiter ausgearbeitet wurden und mittlerweile deutlich voneinander unterscheidbar sind. Sie sind endlich zu eigenständigen Wesen mit ihren eigenen Erfahrungen und Fähigkeiten geworden, nachdem sie ursprünglich doch nicht vielmehr als Pappaufsteller waren, die nur dem Zweck dienten, Keinzell nicht in einer völlig menschenleeren Welt vor sich hin existieren zu lassen.

Eine weitere auffällige Entwicklung stellt Shionos Neigung dar, mehr großflächige Panels zu zeichnen.  Dies kann gerade in Kampfszenen zwar einen besonders epischen Eindruck erzeugen, allerdings nutzt sich dieser auch ab, wenn man zu viele ein- oder gar doppelseitige Panels in einen Band klatscht, wie es hier der Fall war.

Aber das absolute Highlight des Bandes war für mich, dass mein Lieblingscharakter zurückgekehrt ist. Ja, bislang habe ich nur einen Charakter der Reihe wirklich ins Herz geschlossen, vielleicht auch zwei oder drei, aber bei den meisten empfinde ich doch noch eine dumpfe Gleichgültigkeit. Nun ist mein Favorit also auch wieder mit von der Partie, weswegen ich mich schon auf den nächsten Band freue, der voraussichtlich im Februar erscheinen wird.

Insgesamt hat mir der siebte Band von Übel Blatt also durchaus gefallen, weil er die Charaktere weiter ausgearbeitet hat und mein Lieblingscharakter in die Geschichte zurückkehrt. Allerdings sorgten der Anfang, die übergroßen Panels als auch das Fehlen des „gewissen Etwas“ in der  Handlung dafür, dass ich nicht so geflasht war wie beim vorherigen Band, weswegen ich 3 1/2 von 5 Kreuzen vergebe.

† † †

Gezeichnet Seitenfetzer

Weitere Bände:

Band 6

Band 5

Band 4

Band 3

Band 2

Band 1

Band 0

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