Gastrezension: March Story

9783551720634Originaltitel: March Story

Mangaka: Kyung-Il Yang, Hyang-Min Kim

Verlag: Carlsen Manga

Genre: Fantasy, Action, Horror

Anzahl Bände: 5 (Abgeschlossen)

Erscheinungsjahre: 2013 – 2014

March ist ein Jäger der Il, der bösen Geister, die sich in Objekten verstecken. Berührt ein Mensch ein solches, kriecht der Il in den Körper des Menschen und versucht, diesen von innen zu verschlingen. Während einer Zirkusvorführung bringt Pircolle beinah ihren Vater um, nachdem sie einen “verseuchten” Ohrring angelegt hat.

Eher durch Zufall stießen Seitenfetzer und meine Wenigkeit auf diese Reihe, als uns der erste Band in einem Kiosk ins Auge fiel. Eine geschwungene Schrift, ein Cover mit okkulten und romantischen Elementen, und dazu eingeschweißt, mit einer Ab-16-Empfehlung? Nach kurzer Recherche befanden sich dann auch alle Bände in meinem Besitz, und wurden in einem Rutsch verschlungen.

Die Inhaltsangabe des ersten Bandes spiegelt zugleich den Inhalt sämtlicher Bände wieder, denn eine durchgehende Geschichte gibt es nicht. Stattdessen enthält jeder Band mehrere Kurzgeschichten, die (chronologisch) den Alltag von March, nämlich das Jagen der Il, erzählen. Zwar gibt es einen roten Faden, der sich mit der Kindheit von March und einer alten Feindin beschäftigt, aber dieser wird nur in Band 1 und 5 aufgegriffen. Dadurch liest sich March Story eher wie eine Kurzgeschichtensammlung mit einer groben Rahmenhandlung als eine durchgehende Geschichte, was an für sich aber kein Kritikpunkt ist.

Als Hauptcharakter wird uns March vorgestellt. Einzelheiten zu March, etwa Herkunft und Rolle, sollen hier nicht weiter aufgeführt werden, da diese mitunter Elemente der Handlung sind und für unerwartete Wendungen sorgen. March ist aber nicht alleine, sondern wird von der sehr unproportionierten Raspberry und dem Ladenbesitzer Rodin begleitet. Die Charaktere sind recht gut ausgearbeitet und haben ihre eigenen Hintergrundgeschichten und Persönlichkeiten.Und auch eine Romanze darf nicht fehlen, jedoch soll an dieser Stelle nicht verraten werden, zwischen wem sie sich abspielt.

Die einzelnen Abenteuer führen March durch eine mittelalterlich angehauchte Welt, die sich vom Stand der Technologie und Kleidung im 18. Jh. befinden könnte. Der Zeichenstil ist dabei nicht zu bemängeln. Umgebung und Charaktere sind sehr detailliert, und auch in den Kämpfen geht die Übersicht nie verloren. Neben Szenen, die vor Schönheit nur strotzen, gibt es ebenso Szenen, die grotesk, ja nahezu kafkaesk sind, womit sich March Story durchaus abwechslungsreich präsentiert.

Kritikpunkt ist für mich hingegen die Atmosphäre: Zeigt sich March Story zu Beginn noch sehr düster und zynisch (so beginnt das erste Kapitel bereits mit einem Blutbad in einem Herrenhaus), wird der Ton bei den späteren Bänden etwas fröhlicher und heiterer, nur um im letzten Band wieder zu den düsteren Anfängen zurückzukehren. Diese Entwicklung wäre noch zu verstehen und nicht zu bemängeln, käme sie nicht so abrupt. Daneben lockt jeder Band mit nackter Haut, und die Kämpfe gegen die Il gestalten sich oft blutig.

Insgesamt betrachtet ist March Story eine unterhaltsame und kurzweillige Reise in eine durchaus düstere Fantasy-Welt, die sich zwar nicht sonderlich von ähnlichen Werken abhebt, aber alles andere als ein Reinfall ist, und erhält 4 von 5 Kreuze.

† † † †

Gezeichnet Horrorgeyst

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