Übel Blatt Band 5

wpid-20151019_174412.jpgOriginaltitel: Yūberu Buratto

Mangaka: Etorouji Shiono

Verlag: Kazé

Genre: Fantasy, Action

Seitenzahl: 223

Anzahl Bände (DE): Bislang bis Band 6

Erscheinungsjahr (DE): 2015

Was erwartet den Leser nach dem actionreichen und eine Aufbruchsstimmung vermittelndem vierten Band von Übel Blatt? Beginnen wir wie üblich mit dem Klappentext:

Schtemwölch ist tot und sofort werden die fähigsten Kämpfer des Reiches zusammengerufen, die den „rebellischen Heldenmörder“ zur Strecke bringen sollen. Unter ihnen befinden sich auch die anmutige Ritterin Elsaria aus Fürst Glenns Gefolge und der Sklavenritter Ikfes, für den der Kampf mit Keinzell eine schicksalhafte Bedeutung hat … Wie wird sich Keinzell diesen Gegnern entgegenstellen?

Wie der Klappentext bereits erwähnt wird Keinzell nun systematisch gesucht und erhält eine Hand voll besonderer Gegenspieler, die sich an seine Fersen heften. Selbstverständlich spielen in diesem Band wieder Kämpfe und auch nackte Haut eine Rolle, jedoch überwiegt beim fünften Band von Übel Blatt letztendlich doch die Menge an Hintergrundinformationen. Und diese haben mir richtig gut gefallen.

Einerseits wird der Fokus wieder schön von Keinzell weggelenkt, sodass man Einblicke in Ereignisse an anderen Stellen des Reiches bekommt, was dafür sorgt, dass sich das Kaisserreich Saalandien weniger wie ein bröckeliges Konstrukt, das als Schauplatz für Keinzells kämpfe zusammengeschustert wurde, sondern erhält eine glaubhafte Lebendigkeit.

Andererseits werden bereits erste Dinge über Keinzells neue Gegenspieler bekannt, wobei ich gerade bei Ikfes gespannt bin, welche Detail über sein Leben womöglich noch bekannt werden und wie er sich im Laufe der Geschichte entwickelt. Ein weiteres interessantes Detail ist übrigens die Darstellung Balestars, die einen krassen charakterlichen Unterschied zu Schtemwölch aufzeigt. Wenn jeder der Sieben Helden eine solch einzigartige Persönlichkeit erhält, dürften die Kämpfe gegen diese äußerst abwechslungsreich werden.

Zudem hat Keinzell in einer Szenen einen Gedankgengang, der den Leser daran erinnert, dass er ursprünglich nur ein Mensch war, bevor er zu diesem eiskalten Killer gemacht wurde, was seine Sympathie bei mir ein gutes Stück erhöht hat.

Zu kritisieren am fünften Band von Übel Blatt hätte ich jedoch die Verknüpfung zum vorherigen Band. Man erinnere sich bloß, in welchem Zustand sich Keinzell dort befunden hat und plötzlich hüpft er nun wieder munter in der Gegend herum. Gut, womöglich wird die Zeit dafür verantwortlich sein. Dennoch hätte ich mir an dieser Stelle eine etwas elegantere Lösung gewünscht.

Zum Nachwort bleibt zu sagen, dass es diesmal besonders gut die neuen Elemente der Story aufgreift und das perfekte Maß an Informationsmenge getroffen hat.

Insgesamt hat sich der fünfte Band von Übel Blatt 4 1/2 von 5 Kreuzen verdient. Man erfährt einiges an Hintergrundinformationen, sieht Keinzell mal wieder von seiner menschlicheren Seite und lernt einige neue interessante Charaktere kenne. Einzig der Übergang vom vorherigen Band hätte etwas geschickter gelöst sein können.

† † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

Weitere Bände:

Band 0

Band 1

Band 2

Band 3

Band 4

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