Übel Blatt Band 4

wpid-20151012_204844.jpgOriginaltitel: Yūberu Buratto

Mangaka: Etorouji Shiono

Verlag: Kazé

Genre: Fantasy, Action

Seitenzahl: 223

Anzahl Bände (DE): Bislang bis Band 6

Erscheinungsjahr (DE): 2015

Ich muss zugeben, bisher hatte ich ja doch meine kleinen Problemchen mit Übel Blatt. Irgendwie konnte ich mich noch immer nicht so recht in die Welt hineinfinden. Und nun? Nun gibt es zunächst einmal den Klappentext:

Dort steht er nun, Schtemwölch, dieser sogenannte Held. Einst vom gewöhnlichen Straßenräuber zu einem der Sieben Helden erhoben. Aber was ist nur aus ihm geworden? Nicht nur, dass er seinen Waffenbruder Ascheriit in Stücke hackte – Ein Held der Gräber ist er, auf einem Berg von Leichen thronend, Keinzell ins Gesicht lachend, den er nicht mehr erkennt. Als all die leiderfüllten Schmerzensschreie seiner Opfer sich in Keinzells Herz ergießen, beginnt der erste Racheakt in diesem grausamen Trauerspiel!

Man steigt direkt mit der Fortsetzung des Kampfes in den Band ein. Generell wird wieder sehr viel gekämpft, doch die Kämpfe sind diesmal mehr als interessant ausgestaltet, sodass ich das dringende Bedürfnis entwickelt habe, diesen Manga als Anime umgesetzt sehen zu wollen.

Doch das ist nicht das einzig Positive an diesem Band: Während der Kämpfe laufen Handlungsstränge, die sich zuvor in der Handlung getrennt hatten, wieder zusammen, während Schtemwölchs Absichten näher beleuchtet werden.

Zudem wird nach dem Kampf, bei dem Keinzell endlich mal nicht der unbesiegbar starke Gary Stu ist, gekonnt mit dem Kontrast zwischen der allgemeinen Meinung und der Realität gespielt. Dieses Element der Geschichte gefällt mir besonders gut und ich bin gespannt, ob diese Scheinrealität bis zum Schluss aufrecht erhalten wird und ob und wie sie aufgelöst wird.

Dadurch, dass Keinzell endlich auf einen der Sieben Helden persönlich trifft, erhält die Geschichte eine Aufbruchsstimmung, die die vorherigen Bände allesamt wie einen ausführlichen Epilog wirken lassen. Und gerade dieses Gefühl zeichnet diesen Band ganz besonders aus.

Allerdings halte ich die Wahl des ersten Helden, dem Keinzell begegnet, doch für ein wenig fragwürdig. Den bisherigen Rückblenden zufolge, stand er Schtemwölch ja besonders nahe, weswegen es durchaus verständlich ist, dass er diesen zuerst aufsuchen will. Dennoch hätte ich es mit Hinblick auf die Spannung sinnvoller gefunden, gerade diesen Helden für den Schluss aufzubewahren – es sei denn, Keinzell stand den anderen Helden noch näher und es wurde bislang schlichtweg nicht erwähnt.

Auch fehlt es dem Manga eindeutig einer Charakterübersicht zu Beginn des Mangas, gerade weil die Unterschiede teilweise nicht auf den ersten Blick deutlich werden.  Auch der Umstand, dass mein bisheriger Lieblingscharakter zu sterben scheint, hat meine Laune doch ein klein wenig getrübt.

Insgesamt hat sich der vierte Band von Übel Blatt aber 4 von 5 Kreuzen verdient, da er gekonnt mit dem Unterschied zwischen offizieller Wahrheit und Realität spielt sowie plottechnisch an Fahrt aufnimmt.

† † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

Weitere Bände:

Band 0

Band 1

Band 2

Band 3

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