Soul Beach – Salziger Tod

wpid-20150905_200814.jpgOriginaltitel: Soul Storm

Autor: Kate Harrison

Verlag: Loewe

Genre: Jugendbuch, Mystery

Seitenzahl: 383

Erscheinungsjahr (DE): 2014

Der dritte Band von Soul Beach hat mich ein wenig im Zwiespalt zurückgelassen, wenn ich ehrlich bin. Doch beginnen wir mit dem Klappentext:

Meine Schwester ist tot. Aber am Soul Beach kann ich ihre Seele treffen. Am Strand der Schönen und Toten. Bis ich ihren Mörder gefunden habe. Es sei denn, er findet mich zuerst.

Damit sind wir auch schon bei meinem ersten Problem mit dem dritten Band. Denn der Soul Beach spielt nur noch eine sehr untergeordnete Rolle. Zwar wird nochmal Alices Sucht nach diesem Ort betont und es wird zumindest zum Teil endlich aufgeklärt, was es mit dem Soul Beach auf sich hat, allerdings wirkt er trotzdem verhältnismäßig unbedeutend, wenn man bedenkt, dass er eigentlich der zentrale Gegenstand der Trilogie war.

Und auch Alices Beziehung zu Danny, die mir schon im zweiten Band viel zu inhaltslos und zweckdienlich war, wird immer überflüssiger. Da war es ein Stück weit eine Erlösung, dass auch diese sich in diesem Band nochmal verändert, allerdings schafft Harrison es nicht, dabei dem Leser irgendwelche Emotionen zu übermitteln. Da kommt einfach nichts rüber als eine so „Joa, ist halt so“-Stimmung, die man eigentlich eher haben sollte, wenn das Brot, das man normalerweise kauft, gerade ausverkauft ist.

Was die Spannung angeht, schafft Harrison durchaus ein paar sehr gute Szenen ab dem Mittelteil. Inwiefern die Situationen nun realistisch sind, darüber lässt sich wohl ein wenig streiten, aber immerhin treiben sie die Geschichte ein wenig vorwärts.

Das hat diese auch bitter nötig, denn in so manchen Punkten hat man einfach das Gefühl, dass hier jemandem die Motivation, sich etwas Neues auszudenken, allmählich entglitten ist. Denn wie auch im zweiten Band haben wir wieder das Thema einer Reise, was zwar für das große Finale eine ganz hübsche Kulisse bietet, allerdings auch eine Art Wiederholung aus dem zweiten Band darstellt. Und auch, was die Erlösung der anderen Gäste angeht, braucht Alice sich jetzt kaum noch Mühe zu machen – da reicht ein kurzer Brief und eine Mailantwort schon vollig aus.

Was mir aber am letzten Band von Soul Beach recht gut gefallen hat, ist einerseits der große Teil, den Lewis einnimmt, denn er ist nicht nur mein absoluter Lieblingscharakter der Reihe sondern hat sich auch wunderbar von einer anfangs eher beiläufigen Nebenperson zu einem der Hauptcharaktere gemausert, und andererseits das große Finale. Denn das hat es tatsächlich geschafft, mich nochmal so richtig zu packen und mich mit seinen falschen Fährten zum Mitfiebern gebracht. Die Auflösung des Mörders kam für mich dann tatsächlich recht überraschend daher. Leider beantwortet das Ende nicht alle Fragen, die die Geschichte aufwirft und ein Epilog, der vielleicht ein halbes Jahr später angesetzt hätte sein können, hätte definitiv auch nicht geschadet.

Alles in allem gefiel mir beim letzten Band von Soul Beach also vor allem das große Finale und der Anteil, den Lewis in der Geschichte einnimmt, denn ansonsten hat es dieser Band geschafft, sowohl von seinem Grundkonzept abzurücken als auch ein wenig wiederholend zu werden. Somit kann ich nur 2 1/2 von 5 Kreuzen vergeben.

† † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

Die komplette „Soul Beach“-Reihe:

Band 1: Frostiges Paradies  † † † † †

Band 2: Schwarzer Sand      † † † † †  

Band 3: Salziger Tod            † † † †

Insgesamt: † † † †

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