Ajin – Demi Human Band 1

wpid-20150817_160841.jpgOriginaltitel: Ajin

Mangaka: Tsuina Miura & Gamon Sakurai

Verlag: Egmont Manga

Genre: Action, Mystery, Horror

Seitenzahl: 262

Erscheinungsjahr (DE): 2015

Bei Ajin – Demi Human handelt es sich um einen Newcomer, der bereits mit seinem Cover eine eher düstere Story verspricht. Der Klappentext besagt Folgendes:

Sterben tut verdammt weh … Kei muss es wissen, er war schon tot.

Jetzt ist der Unsterbliche auf der Flucht. Man will ihm sein Geheimnis entreißen … Ein Geheimnis, das er selbst nicht kennt. Das Geheimnis der AJIN.

Nun stellt sich dem geneigten Leser natürlich die Frage, was ein Ajin überhaupt ist. Doch diese Frage beantwortet der erste Band selbst nicht so genau. AJIN sind Menschen – oder eher Wesen, die sich nach ihrem eigentlichen Tod regenerieren und daraufhin gewisse Kräfte entwickeln. Was genau sie jedoch sind, ob sie außerirdische Ursprünge haben und wie sie entstehen, ist unklar. Doch sie werden gejagt und so wird auch Kei, der eigentlich bei einem Autounfall hätte ums Leben kommen müssen, verfolgt.

Und darum dreht sich der erste Band von Ajin – Demi Human im Grunde. Man begleitet Kei und seinen Komplizen auf der Flucht, erfährt gleichzeitig aber an anderen Perspektiven erste Details, wozu die Ajins fähig sind und wie sie funktionieren. Dennoch bleibt alles noch sehr rätselhaft.

Aber Miura und Sakurai haben es geschafft, mich mit diesem Konzept zu fesseln, das zunächst einmal völlig simpel klingt. Zunächst einmal hat Ajin einen verdammt gut auf die Geschichte abgestimmten Zeichenstil. In actiongeladeneren Szenen sind so viele Details dargestellt wie nötig, um ein schönes Gesamtbild zu schaffen, jedoch nie zu viele, die den Leser verwirren könnten und an den richtigen Stellen wird der Zeichenstil deutlich düsterer, was auch den Kontrast zwischen der uns bekannten Welt und der Welt der Ajin verdeutlicht. Kurzum wurde bei den Zeichnungen einfach alles richtig gemacht.

Doch auch die Story konnte mich begeistern. Obwohl ich das Konzept, dass jemand einfach nur auf der Flucht ist, normalerweise kaum reizen kann, konnte ich diesen Manga einfach nicht mehr aus der Hand legen, denn mit dem Fortschreiten der Geschichte erfährt man auch immer mehr über die Ajin und man kann es kaum erwarten, mehr und mehr über diese Wesen zu erfahren.

Zwar sind die Charaktere dadurch, dass der Manga schon relativ früh damit beginnt, dass Kei sein gewohntes Umfeld verlassen muss, noch nicht allzu tiefgründig, jedoch habe ich das Gefühl, dass wir noch mit so mancher Background-Story rechnen müssen, zumal bereits jetzt ein wenig mit den Definitionen von „gut und böse“ gespielt wird. Einziger Kritikpunkt im Bezug auf die Charaktere könnten die ähnlichen Namen von Kei und seinem Komplizen Kai sein, doch auch daran gewöhnt man sich schnell.

Der erste Band von Ajin – Demi Human war also ein wirklich vielversprechender Auftakt einer düsteren und vermutlich gut durchdachten Reihe, der mich durch die winzigen Andeutungen, die bloße Erfindung der Ajin und den mit der Story harmonisierenden Zeichenstil schlichtweg begeistert hat. Deswegen vergebe ich 5 von 5 Kreuzen.

† † † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

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