Elfen Lied Band 4

wpid-20150807_231509.jpgOriginaltitel: Erufen Rito

Mangaka: Lynn Okamoto

Verlag: Tokyopop

Genre: Mystery, Thriller

Seitenzahl: 420

Anzahl Bände: 6

Erscheinungsjahr(DE): 2009

Nach einer Pause wurde es mal wieder Zeit, Elfen Lied weiterzulesen. Der Klappentext vom vierten Band besagt wie gewohnt Folgendes:

Das schöne Gesicht des Todes

Lucy ist eine Diclonius – eine Mutantin mit einem scheinbar unstillbaren Hunger zu töten. Trotz höchster Sicherheitsvorkehrungen gelingt ihr eines Tages die Flucht aus dem Forschungslabor, in dem sie untersucht wurde. Wenige Tage später finden der Student Kota und seine Cousine Yuka am Strand ein nacktes Mädchen, das scheinbar sein Gedächtnis verloren hat. Sie nehmen sie mit zu sich nach Hause und ahnen nicht, wen sie da bei sich aufgenommen haben …

Ich weiß nicht, was mit diesem Band los war, aber irgendwie war ich doch ziemlich unzufrieden. Man könnte ihn wohl mit den Worten „wie der zweite Band einer Trilogie“ sehr passend umschreiben.

Die Geschichte geht zwar voran und es wird auch einiges an Background-Stories geliefert, aber irgendwie wollte mich der vierte Band von Elfen Lied dennoch nicht fesseln. Dabei gibt es durchaus einige spannende Stellen in diesem Band. So wird zum Beispiel ein noch viel größeres, in meinen Augen fantastischeres Wesen als die Diclonius enthüllt und langsam aber sicher muss die Menschheit bald ihrem Ende entgegen sehen muss, aber all diese spannenden Umstände können trotzdem einfach keine Gesamtspannung über den Band verteilt aufbauen, sodass ich mich wirklich zwingen musste, weiterzulesen und bei Bedarf auch mitten in den Kapiteln Pausen gemacht habe. Und das soll bei einem Manga etwas heißen.

Und das bisschen Spannung, dass mich schließlich neugierig gemacht hat, bezieht sich lediglich auf Dinge, die vermutlich erst im nächsten Band aufgeklärt werden.

Ein weiterer Punkt, den ich nicht wirklich nachvollziehen kann, ist die Tatsache, dass man die merkwürdige Logik Okamotos in diesem Band dermaßen verdeutlichen muss. Diese Logik besagt nämlich, dass das Nachwort in die Geschichte eingeschoben wird anstatt am Ende, weil die Anzahl der Seiten ansonsten nicht ausreichen würde (obwohl die Gesamtlänge dadurch ja wohl kaum verändert werden dürfte).

Was aber zu loben ist, ist die Verbesserung des Zeichenstils Okamotos. In diesem Band waren es besonders Landschaften und Haare, die es mir angetan haben. Insbesondere ein Charakter gegen Ende des Bandes, dessen Name bislang noch nicht wirklich hervorstechend genannt wurde und der von der Optik her entfernt an Alucard aus Hellsing erinnert, ist richtig gelungen.

Abgesehen davon wird Okamoto immer mutiger, wenn es um das Überschreiten von Grenzen geht, habe ich das Gefühl. Elfen Lied ist nie etwas für sanfte Gemüter gewesen, aber im vierten Band wird die Grausamkeit und Unmenschlichkeit noch einmal ausgeweitet. Und auch an Fan-Service mangelt es diesem Band wirklich nicht.

Letztendlich bleibt es aber dabei, dass mich der vierte Band von Elfen Lied schlichtweg nicht fesseln konnte und sich eher wie eine Brücke zum nächsten Band angefühlt hat. Ich hoffe, dass die letzten beiden der deutschen Bände die Spannung wieder aufbauen können. Denn so kann ich nur 2 von 5 Kreuzen vergeben.

† † † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

 

Weitere Bände:

Band 1

Band 2

Band 3

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