Soul Beach – Schwarzer Sand

wpid-20141229_162203.jpgOriginaltitel: Soul Fire

Autor: Kate Harrison

Verlag: Loewe

Genre: Jugendbuch, Mystery

Seitenzahl: 376

Erscheinungsjahr (DE): 2014

Zweiten Bänden von Trilogien wird oftmals vorgeworfen, sie seien nur Lückenfüller. Doch trifft das auf den zweiten Band von Soul Beach ebenfalls zu? Der Klappentext besagt jedenfalls Folgendes:

Meine Schwester ist tot.

Doch sie lebt weiter am Soul Beach.

Um sie von dort zu befreien, muss ich ihren Mörder finden.

Aber je näher ich ihm komme, desto näher kommt er mir.

Zunächst verleihe ich einmal Seitenfetzers goldenen Captain Obvious für den letzten Satz des Klappentextes. Mehr muss dazu nicht gesagt werden. Zudem sei, bevor ich zum Inhalt komme, noch angemerkt, dass ich persönlich diesen Band als den schönsten der Reihe empfinde.

Tatsächlich spürt man beim zweiten Band von Soul Beach, dass es sich um den Mittelteil einer Trilogie handelt, denn gerade zu Beginn des Buches habe ich mich tatsächlich immer wieder gefragt, warum mich diese Reihe nochgleich fasziniert hat, denn dieses Herumgehänge am Soul Beach wird auf Dauer doch ein wenig monoton für den Leser.

Noch mehr gestört haben mich jedoch ein paar Charaktere. Es gibt durchaus interessante Charaktere in Soul Beach, zu denen meiner Meinung nach Lewis ganz besonders gehört, allerdings gibt es auch einige, die einfach nur unglaublich platt sind.

Zunächst wäre da einmal Alices Freund am Soul Beach, bei dem ich überhaupt nicht mehr weiß, warum die beiden überhaupt diese merkwürdige Art von Beziehung führen. Zugegeben, es ist eine Weile her, seit ich den ersten Band gelesen habe, und somit habe ich die entsprechenden Szenen weitesgehen schwammig im Kopf, allerdings hat mich diese „Beziehung“ die Alice da hat einfach nur aufgeregt. Ich meine, die Charakterzüge von diesem Danny sind nicht mehr existent und ihre Zeit verbringen die beiden damit, zu kuscheln, ihre gephotoshopten Ichs zu vergöttern und anscheinend über alles mögliche zu plaudern.

Ja, ich sage ganz bewusst anscheinend, denn Harrison macht in dieser Hinsicht einen der größten Fehler, den man sich als Autor oder Autorin nur leisten kann: Sie beschreibt, anstatt zu zeigen. Und das macht diese „Beziehung“ einfach nur unglaublich sinnlos, denn um jemandem in die Augen gucken zu können braucht man doch nun wirklich keinen virtuellen Untoten als Freund.

Und so könnte ich mich auch noch über andere Charaktere wie z.B. Ade aufregen, der im Grunde auch nur existiert um eine Eifersuchts-Kiste in die Geschichte reinbringen zu können, doch kommen wir zum Positiven.

Was ich an diesem Band wirklich mochte, ist die Veränderung der Location, denn im weiteren Verlauf des Bandes geht es für Alice nach Barcelona, was ziemlich passend zu der hitzigen Stimmung ist, die die Jagd nach dem Mörder ihrer Schwester erzeugt.

Diese wird im späteren Verlauf des zweiten Bandes auch wieder so spannend, dass ich vermutlich den dritten Band auch noch lesen werde (und dabei hoffe, dass die platten Charaktere irgendwo auf der Strecke bleiben). Ich habe bereits eine Vermutung, wer der wahre Böse sein könnte, auch wenn der zweite Band jemand anderes als Hauptverdächtigen darstellen könnte. Aber ob ich richtig liege, wird sich dan zeigen.

So hat Soul Beach – Schwarzer Sand es also immerhin geschafft, mich auf das große Finale neugierig zu machen, allerdings ist mir Alices „Beziehung“ sowie der ein oder andere Nebencharakter einfach dermaßen auf den Keks gegangen, dass ich nicht anders kann als 2 von 5 Kreuzen zu vergeben.

† † † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

Weitere Bände:

Soul Beach – Frostiges Paradies

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Ein Kommentar zu „Soul Beach – Schwarzer Sand

  1. Huhu ich muss die Reihe auch unbedingt mal lesen. Die Bücher stehen schon eine Weile auf meiner WuLi. Aber irgendwie komm ich nicht recht dazu.
    Aber meistens ist es so, wie du sagtest: den Mittelteilen wird oft vorgeworfen, sie wären weniger gut. Aber meistens ist es auch tatsächlich so 😦

    Viele liebe Grüße
    Nelly von Nellys Leseecke

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