Sieben auf einen Scheiß

wpid-20150519_202027.jpgOriginaltitel: Sieben auf einen Scheiß

Autor: Florian Wintels

Verlag: Lektora

Genre: Anthologie, Humor/Unterhaltung, Poesie

Seitenzahl: 105

Erscheinungsjahr: 2015

Es sollte nicht lange dauern, bis ich Wintels erstes Buch durchgelesen hatte. Denn obwohl 105 Seiten nach einer ganzen Menge für Slamtexte klingen, sollte man die doch recht kleinen Maße des Buches dabei bedenken. Doch beginnen wir mit dem Klappentext, der Folgendes besagt:

„Sieben auf einen Scheiß“ ist viel weniger eine Textsammlung als eine kleine Oase der Explizitlyrik, in der sich Fäkalhumor mit geschliffener Technik meist fast musikalisch rhythmisiert zu Texten und Geschichten, Wortkaskaden und Welten eröffnet, welche sich in ihrer Schärfe und Brisanz mal schkeichend, mal mitten ins Gesicht, zumindest unvergessen machen. Das erste Märchenbuch, das Kinder ihren Eltern vorlesen sollten.

„Meister“ (Niedersächsisch/Bremische Landesmeisterschaft 2013)

„Vierter“ (Deutschprachige Meisterschaften 2013)

„rappende Slammaschine“ (ARD)

„abstoßend derb“ (Neue Westfälische)

„reichlich knusper“ (Johannes Floehr)

Wie bereits erwähnt, ist Florian Wintels‘ Humor nicht jedermanns Sache, weswegen  dieses Büchlein trotz seiner Handlichkeit und des Preises nicht zwingend als Universal-Geschenk geeignet ist.

Wer aber Wintels bereits kennt und seine Texte schätzt, findet in diesem Büchlein eine kleine aber feine Ansammlung dieser, die mal weniger und mal mehr tiefgründig ausfallen. Genauer gesagt besteht diese Ansammlung aus den Texten Hochmut, Scheiß drauf, Party, Trauer, Der Egoist, Herpes, Rabenmutter und Der Problemtext, wobei man sich – kennt man den Text noch nicht und will sich nicht spoilern – nicht unbedingt die Überschrift durchlesen sollte. Denn Wintels stellt mit so manchem Text unter Beweis, dass er Pointen aufstellen kann.

Neben den Texten finden sich auch hier und da ein paar Zeichnungen in dem Büchlein, wobei diese in einem eher skizzenhaften Stil gehalten sind und ich nicht zu beurteilen vermag, ob wirklich alle im Kontext zu einem Text stehen.

Auffällig ist auch die Tatsache, dass manche Texte so abgedruckt sind, dass man das Buch wie einen aufgeklappten Laptop vor sich halten muss, um den Text zu lesen. Ob man das nun so gemacht hat, um die besonders langen Verse abdrucken zu können, oder um den Leser einfach zu trollen, weiß ich nicht, allerdings könnte ich mir beides gut vorstellen.

Ich persönlich mag Wintels‘ Art zu texten, auch wenn er manchmal ein wenig zu sehr auf den Fäkal-Faktor setzt. Deswegen vergebe ich 4 von 5 Kreuzen.

† † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

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