Looking for Alaska

wpid-20150414_140512.jpgOriginaltitel: Looking for Alaska

Autor: John Green

Verlag: Cornelsen

Genre: Jugendbuch, Englisch, Drama, Romantik

Seitenzahl: 222 (inklusive Anhang)

Erscheinungsjahr (Erstausgabe): 2005

Wäre dieses Buch keine Schullektüre für mich geworden, hätte es wohl noch eine kleine Ewigkeit gedauert, bis ich es mir je gekauft hätte. So aber blieb mir keine andere Wahl, obgleich es im Vergleich zu sonstigen Schullektüren schonmal eine angenehme Abwechslung war. Der Klappentext sagt Folgendes:

Miles Halter is tired of his boring and lonely life at home in Florida, so he decides to go to a boarding school in Alabama, hoping that a new beginning might give him a new impetus. At the boarding school he makes friends with a group of youngsters – including the beautiful and intelligent yet unhappy Alaska Young – who open a whole new world for him.

Looking for Alaska is a novel about adolescents in their final years at school who are discovering friendship, love and desire, and learning how to trust, responsibility, grief and loss are an integral part of human experience.

Die Geschichte beginnt mit Miles Abschiedsparty, sodass der Leser ihn anschließend auf seine neue Schule begleitet und gemeinsam mit ihm seine neue Clique kennenlernt. Diese besteht vor allem aus dem Colonel und Alaska, aber auch Takumi und gelegentlich Lara. Die Charaktere waren in der ersten Hälfte, dem Davor, allesamt in Ordnung. Klar, man hätte sie vielleicht noch ein wenig mehr ausarbeiten können – Lara  zum Beispiel wirkte immer wieder wie ein Mittel zum Zweck – und Alaska ist schon ein Stück weit eine Mary Sue, aber es hält sich alles noch in einem erträglichen Rahmen.

Ja, es hat mir Spaß gemacht, die kleinen Dramen der Teenager zu verfolgen, während die Tage in den Überschriften zu einem Ereignis heruntergezählt wurden. Besonders schön fand ich es, wie belesen die Charaktere waren, egal ob freiwillig oder durch die Schule dazu gezwungen. Und auch Miles Eigenart, die letzten Worte berühmter Persönlichkeiten zu lernen, hat einen gewissen Lernfaktor in die Geschichte gebracht.

Sprachlich ist das Buch ziemlich leicht zu verstehen und auch mit dem gelegentlich verwendeten Dialekt hatte ich keine großen Probleme. Die einzig schwierigen Stellen sind die, an denen Takumi mit vollem Mund spricht und man die Worte wirklich erraten muss. Allerdings sind die wirklich sehr selten.

Doch kommen wir nun zu meiner Kritik. Wie vielleicht schon aufgefallen ist, bin ich bislang bloß auf die erste Hälfte, den Teil vor dem „Ereignis“ eingegangen. Das liegt daran, dass der Teil nach dem Ereignis mir weniger gut gefallen hat. Zunächst einmal fand ich das Ereignis, das ziemlich in der Mitte der Geschichte geschieht, wirklich vorhersehbar. Ich weiß nicht, wie es anderen Lesern der Geschichte erging, aber ich habe schon von nahezu Anfang an geahnt, dass das passieren würde. Zugegeben, ich hätte mit einer anderen Art und Weise gerechnet, aber dass es passiert und wem es passiert war mir klar.

Dennoch schafft es Green die Spannung bis zu dem Ereignis gut aufzubauen (und auch unmittelbar danach kurz zu halten). Allerdings entsteht dadurch, dass das Ereignis eben in der Mitte der Handlung liegt, eine sehr ungünstige Spannungskurve, denn irgendwann fesselt die Geschichte den Leser einfach nicht mehr. Zwar hat Green durch die Suche nach den Ursachen des Ereignisses, die die Charaktere anschließend betreiben, versucht den Leser wieder zu gewinnen, doch bei mir hat das zumindest nicht gewirkt. Denn diese Suche ist so repititiv und die Charaktere, die ich vorher doch eigentlich alle mochte, wurden irgendwann so extrem nervtötend, dass ich letztendlich wirklich froh war, durch zu sein.

Besonders das Verhalten Takumis am Ende konnte mir nicht mehr als ein innerliches „Aha. Okay.“ abringen, woran man deutlich merkt, wie wenig mich die Charaktere zum Schluss noch interessiert haben.

Looking for Alaska ist also zu Beginn ein wirklich unterhaltsames Jugendbuch, allerdings hat die Spannung bei mir irgendwann so dermaßen gefehlt, dass ich am Ende doch froh war, dass es endlich vorbei war, weswegen ich nur 2 von 5 Kreuzen vergeben kann.

† † † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

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