I’m a happy hobbit…

Salvete, homines!

Wow. Was für ein Wochenende. So langsam erholt sich Seitenfetzer wieder.

Aber wovon denn? Nun, vom 4. April bis zum 6. April 2015 war Seitenfetzer zum ersten Mal auf einer Convention – genauer gesagt auf der HobbitCon Nummer 3.

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Doch wo soll ich anfangen? Vielleicht mit der Ankunft, denn diese verlief trotz dass ich auf die Deutsche Bahn angewiesen war nahezu verspätungsfrei (sieht man von einer zwanzigminütigen Verspätung des letzten Zuges mal ab) und der U-Bahnhof in Bonn war auch sehr schnell gefunden. Nach einer kurzen U-Bahn – bzw. S-Bahn-Fahrt (diese Linie kann sich wohl nicht entscheiden, ob sie nun über oder unter der Erde verlaufen will) kam ich an der Haltestelle Olof-Palme-Allee an und konnte den Weg zum Maritim problemlos finden, denn das Hotel liegt nicht nur extrem nah an der Haltestelle, sondern ist auch nicht zu übersehen.

Allerdings folgte darauf der erste Schock: Nicht nur, dass die Schlange bereits riesig war, nein, ich hatte auch überhaupt keinen Handyempfang. Daran sollte sich im Laufe des Wochenendes auch nichts ändern, sodass ich nur in seltenen Fällen in der Nähe des Hauptsaals mal eine SMS empfangen konnte, allerdings sorgte das kostenlose Wlan des Maritims dafür, dass ich den Kontakt zur Außenwelt nicht ganz aufgeben musste.

Kein Durchkommen ohne Armband und Karte

Kein Durchkommen ohne Armband und Karte

Nach dem Check-In und den ersten Lektionen in Sachen „Wie fahre ich im Maritim richtig Fahrstuhl?“ hieß es dann aber erstmal Schlange stehen. Natürlich hatte Seitenfetzer das Glück, in dem Moment anzukommen, in dem die meisten Wochenend-Gäste das Hotel erstürmten, aber in der Schlange wurde man freundlicherweise mit Schoko-Ostereiern versorgt. Dennoch sollte man vielleicht überlegen, ob man den Verlauf der Schlange noch irgendwie anders regeln könnte, da wir Wartenden so doch ziemlich viele Wege blockiert haben.

Die riiiesige Con-Tasche

Die riiiesige Con-Tasche…

Hatte man sich dann bis vorne durchgekämpft bekam man neben der Eintrittskarte und dem Armband auch eine riesige HobbitCon-Tasche, in der sich neben dem überlebenswichtigen Programm Guide auch allerlei Anderes finden ließ.

...gefüllt mit so manch Nützlichem...

…gefüllt mit so manch Nützlichem…

Auf der Con angekommen gab es dann eine derartige Vielzahl an Beschäftigungen, dass ich mich am liebsten mehrmals geklont hätte, um alles interessant Klingende erleben zu können, doch so musste ich mich entscheiden. Ich bereue es zwar, dass ich so manchen Vortrag nicht ansehen konnte, aber als Programm für meine allererste Con bin ich mit meiner Auswahl ganz zufrieden.

Einen großen Teil meines Wochenendes bestand aus dem Besuch der Panels. Wer sich der englischen Sprache halbwegs mächtig fühlt, sollte ruhig die Gelegenheit nutzen und sich so ein Panel (oder alternativ auch die Comedy Hour) anzuschauen. Obgleich sehr viele die Panels von Sylvester McCoy (Radagast), den man nicht von seinem Marsch durch das Publikum abhalten konnte, und Luke Evans (Bard), der für viele der Top-Star der Convention war, schätzten, riefen Jed Brophy (Nori) und Adam Brown (Ori) bei mir wohl die meisten Lacher hervor. Zudem muss ich erwähnen, dass John Bell (Bain) sich ebenfalls sehr gut geschlagen hat, besonders wenn ich bedenke, dass der Altersunterschied zwischen ihm und mir nur wenige Monate beträgt.

...und etlichen Flyern.

…und etlichen Flyern.

Neben den Panels gab es aber natürlich noch jede Menge anderes Programm zu entdecken. Wie bereits erwähnt, kam ich nicht dazu, allzu viele Vorträge zu besuchen (der einzige, den ich komplett gesehen habe, war Evil Creeps below the Surface von Denise Burkhard). Um bei diesen eine möglichst große Themenauswahl zu haben, sollte man sowohl der deutschen als auch der englischen Sprache mächtig sein. Auch gab es einige Workshops, zu denen ich persönlich allerdings nicht viel sagen kann, da ich weder künstlerisch begabt bin noch für den Chor, den Tanz-Workshop oder den Stunt-Workshop wirklich begeistert werden konnte.

Außerdem waren den ganzen Tag über ein paar Händler vertreten, die allerlei Merchandise und in Handarbeit hergestellte Waren anboten, die sich nicht immer völlig auf das Tolkiens Werke beziehen mussten. Allerdings hätten die Stände ruhig etwas vielfältiger und zahlreicher sein können, auch wenn mein Geldbeutel dadurch jetzt bloß noch leichter wäre als er ohnehin schon ist. Auch den ganzen Tag lang sichtbar waren die vielen kostümierten Fans. Und eigentlich hätte ich viel mehr Fotos von ihnen machen müssen.

Das - meiner Meinung nach - kreativste Kostüm: ein Balrog

Das – meiner Meinung nach – kreativste Kostüm: ein Balrog

Dank der HobbitCon3 sind meine Funkos jetzt zu dritt.

Dank der HobbitCon3 sind meine Funkos jetzt zu dritt.

Ein weiterer Programmpunkt und eine absolute Neuheit war das Haunted House, dem sich jeder Besucher der HobbitCon gratis stellen konnte, wenn er vorher genügend Geduld für das teilweise doch recht ausgiebige Schlangestehen aufgebracht hat. Dafür, dass es keinen Eintritt gekostet hat, war das Haunted House sogar gar nicht mal so übel und bei manchen Stellen war ich doch froh, dass es andere in meiner Abenteurergruppe dort gab, die vorausgegangen sind. Solche stellen waren beispielsweise ein Gang, an dem an den Seitenwänden überall Plastikhände so angebracht waren, dass sie quasi nach den Druchgehenden greifen, wobei ich zunächst den Verdacht hatte, dass auch lebendige Hände irgendwo in der Masse versteckt sein könnten, oder aber ein Abschnitt ziemlich zum Ende des Haunted House, bei dem man sich nicht sicher sein konnte, welche der anwesenden Silhouetten nun lebendig war und welche nicht.

Und dieses Buch musste nach meiner Buch-Fastenzeit einfach sein.

Und dieses Buch musste nach meiner Buch-Fastenzeit einfach sein.

Zu guter Letzt sage ich noch etwas zu den Autogrammstunden und Foto-Sessions. Wie die Schlange der Silbertickets während der Autogrammstunde gehandhabt wurde, kann ich nicht beurteilen, da ich kein derartiges Ticket besessen habe. Ja, die Schlange hat für eine Weile den Weg ziemlich versperrt, allerdings waren an dem Sonntag wohl genügend Menschen anwesend, dass man sich zwangsläufig irgendwie in die Quere gekommen wäre. Uns „Normalos“ wurde auf Nachfrage jedenfalls stets eine deutliche und auch in freundlichem Tonfall gehaltene Auskunft gegeben. Bei den Fotosessions wurde der Zeitplan, soweit ich das beurteilen kann, stets so gut es geht eingehalten und die Schlange blockierte auch keinen Weg. Bloß im Vorraum konnte es manchmal eng werden (besonders, wenn die Tür zum Salon Haydn noch abgeschlossen war, obwohl dort jeden Moment ein Vortrag stattfinden sollte).

Insgesamt lässt sich also sagen, dass die HobbitCon vielleicht nicht ganz billig ist, aber gerade wenn man von weiter weg anreist, empfiehlt es sich doch, ein Wochenendticket einem Tagesticket vorzuziehen, da man wirklich ein ganzes Wochenende braucht um auch nur die Hälfte von dem, was einen interessieren könnte, zu sehen. Zudem hat man bei einer Übernachtung im Maritim auch noch die Möglichkeit, mit dem ein oder anderen Schauspieler plötzlich im Fahrstuhl zu stehen, was wohl so manches Fangirl-Herz höher schlagen lassen sollte.

Ich persönlich würde mich auf jeden Fall sehr freuen, wenn ich bei der HobbitCon 4 (die auf der Closing Ceremony tatsächlich angekündigt wurde, nachdem das ganze Wochenende über schon Gerüchte die Runde machten) wieder dabei sein könnte.

Gezeichnet Seitenfetzer

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