Das Lied von Eis und Feuer – Der Thron der Sieben Königreiche

wpid-20150331_213343.jpgOriginaltitel: A Clash of Kings

Autor: George R.R. Martin

Verlag: blanvalet

Genre: Fantasy

Seitenzahl: 539 + Anhang

Erscheinungsjahr (Original): 1996

Der dritte Band von Das Lied von Eis und Feuer dient wie immer mit folgendem Klappentext:

Das größte Epos unserer Zeit

Drittes Buch: Der Thron der Sieben Königreiche

>>Das ist erstklassige Fantasyliteratur. Ich kann mir kein größeres Lesevergnügen vorstellen.<< Denis Scheck in Druckfrisch

Vollständig überarbeitete Neuausgabe

Übersetzt von Andreas Helweg

Dachte man nach dem zweiten Band noch, man stände mitten im Krieg, so zeigt einem der dritte Band, dass das bloß der Anfang war. Immer mehr Parteien rüsten sich für die Schlacht, wobei sie die unterschiedlichsten Anführer und Beweggründe aufweisen, doch sie alle vereint ein Ziel: die Herrschaft.

Viel mehr Handlung weist der dritte deutsche Band der Reihe auch eigentlich gar nicht auf. Doch davon sollte man sich nicht täuschen lassen, denn obwohl grob zusammengefasst nicht viel passiert und für Martins Verhältnisse sogar extrem wenige (bedeutsame) Charaktere sterben, zieht sich Der Thron der Sieben Königreiche nicht in die Länge.

Wie gewohnt folgt man dem Geschehen aus verschiedenen Sichtweisen, doch hatte es gegen Ende des vorherigen Bandes noch den Anschein, als führten die Perspektiven zu gemeinsamen Handlungssträngen, befindet man sich nun mit jeder Perspektive bei einem anderen Handlungsort und auch an einer anderen Fronten des Krieges. Wobei Fronten wohl der falsche Begriff ist, findet doch keine einzige Schlacht statt.

In Der Thron der Sieben Königreiche werden zudem ein paar neue Perspektiven eingeführt. So findet sich der Leser im Prolog bereits an einem Ort, den er noch nicht kennt, mit Menschen, die ihm völlig unbekannt sind. Dabei befürchtete ich schon das schlimmste, nämlich dass sämtliche alte Perspektiven durch neue ersetzt worden sein könnten, doch glücklicherweise wurden die wohlbekannten Perspektiven bloß um ein paar wenige neue ergänzt, sodass man noch immer Tyrion, Sansa, Daenerys, Jon und Co. begleiten darf.

Allerdings ergibt sich so die Situation, dass so mancher Charakter für den ein oder anderen wohl ein wenig zu kurz kommen dürfte. Besonders Daenerys glänzt durch geringfügige Präsenz in diesem Band. Dafür hat es Martin geschafft, mich auch nach den Kapitelenden weiter zu fesseln, obgleich mich so mancher Ortswechsel noch immer aus der Handlung gerissen hat. Besonders der Beginn von Jons Kapiteln hat mich eine Menge Motivation gefordert, obwohl er doch zu meinen Lieblingscharakteren gehörte.

Ja, ihr habt richtig gelesen. Ich habe den Plural und das Präteritum verwendet, denn spätestens nach diesem Band ist mir so mancher Charakter wirklich ans Herz gewachsen und ich hoffe, dass meine Lieblinge nicht allzu schnell zum Ziele Martins Mordlust an fiktiven Persönlichkeiten werden. Zu diesen Charakteren gehört auch Tyrion, der Jon mittlerweile den Platz als meinen Lieblingscharakter der Handlung streitig macht. Denn obwohl Tyrion eigentlich weder durch Stärke noch durch Ansehen eine mächtige Persönlichkeit sein sollte, gelangt er nun in eine Position, die sein Schicksal mehr als interessant macht.

Doch auch bei den anderen Charakteren fiebert man – mal mehr, mal weniger – mit, denn nun gibt Martin wirklich jeder Perspektive ihre ganz eigenen kleinen oder auch großen Abenteuer. Zudem beweist Martin gegen Ende des Buches sogar ab und an einen Humor, der mir zuvor nicht aufgefallen ist, mich aber immer wieder zum Schmunzeln brachte.

Insgesamt ist Der Thron der Sieben Königreiche dafür, dass im Grunde nicht mehr als die Kriegsvorbereitungen auf allen Seiten geschehen, so dermaßen spannend und zum mitfiebern einladend gestaltet, dass ich nicht anders kann, als 5 von 5 Kreuzen zu vergeben.

† † † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

Weitere Bände

Die Herren von Winterfell

Das Erbe von Winterfell

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