Übel Blatt Band 2

wpid-20150329_204456.jpgOriginaltitel: Yūberu Buratto
Mangaka: Etorouji Shiono
Verlag: Kazé
Genre: Fantasy, Action
Seitenzahl: 225
Anzahl Bände (DE): Bisher bis Band 2
Erscheinungsjahr: 2015

Der zweite „richtige“ Band von Übel Blatt verfügt über folgenden Klappentext:

Zwanzig Jahre sind vergangen, seit Keinzell an Glenns Seite stand. Zwanzig dunkle Jahre im Verborgenen, Jahrzehnte voller Hass und Wut. Jetzt stehen sie sich wieder gegenüber, einstmals Gefährten, jetzt Feinde. Nun, wo das Schicksal ihm die Möglichkeit gibt, sich an Glenn, diesem sogenannten Helden, zu rächen, zögert Keinzell nicht einen Augenblick. Doch das Schicksal hat andere Pläne …

Und damit kündigt der Klappentext, der im Übrigen einen so verschachtelten Satz enthält, dass er hätte von mir stammen können, bereits einen Höhepunkt des Plots an. Denn nachdem Keinzell im vorherigen Band seine ersten Gefährten gefunden hat, verlässt er diese auch prompt wieder, um das eben beschriebene Abenteuer anzutreten.

Ehrlich gesagt gefällt mir dieser kleine Höhepunkt nicht sonderlich. Nicht nur, dass der ach so starke Keinzell mal wieder Solo-Abenteuer bestreiten muss, nein, mir erschließt sich der Sinn dieser Begegnung nicht wirklich. Man hätte daraus wirklich etwas Tolles machen können, wenn man die Möglichkeit für eine interessante Wendung genutzt hätte, indem man Keinzell z.B. in einen Kerker gesperrt hätte, aber so macht die ganze Begegnung für die Handlung keinen allzu großen Unterschied.

Im weiteren Verlauf des Mangas finden wir Keinzell entweder kämpfend oder halbtot in der Gegend rumliegend vor. Schließlich muss unser mächtiger Held auch irgendwo mal Schwächen haben. Das gibt uns Lesern aber die Möglichkeit, auch abseits von seinem Schicksal ein wenig über die Vergangenheit und Zusammenhänge zu erfahren.

Denn neben Keinzells Gefährten aus dem vorherigen Band treten auch neue Charaktere auf, die stark genug ausgearbeitet wurden, um mich ernsthaft für sie zu interessieren. Vor Allem bei einem Charakter, dessen Verhalten in Besonderem Kontrast zu seinem Erscheinungsbild zu stehen scheint, bin ich sehr gespannt, was im Laufe der Geschichte noch offenbart wird.

Zudem wird gegen Ende dieses Bandes von Übel Blatt wieder ein wenig mit der Frage nach dem „Gut“ und dem „Böse“ gespielt. Dass man nie so recht weiß, wer nun auf der Seite des „Guten“ und wer auf der Seite des „Bösen“ steht und die Wahrheit bei den meisten wohl auf individuelle Art dazwischen liegt, macht ohnehin den größten Reiz dieser Reihe aus.

Auch in diesem Band finden sich wieder die für Übel Blatt typischen blutigen Kampfszenen und es gibt auch wieder jede Menge nackte Haut. Besonders natürlich bei den Damen der Schöpfung. Abgesehen davon muss man sich bei diesem Band oftmals sehr konzentrieren, um bei den ganzen Rückblenden und Ortswechseln nicht den Durchblick zu verlieren.

Insgesamt weißt also auch der zweite Band von Übel Blatt ein paar Schwächen auf, allerdings hat er es geschafft, mich diesmal wirklich gespannt auf die Handlung im nächsten Band. Zwar bin ich noch immer nicht von Keinzell begeistert, aber die Nebencharaktere könnten mich wirklich noch weiterhin an diese Reihe fesseln. Daher vergebe ich diesmal gnädige 4 von 5 Kreuzen.

† † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

 

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