Another Band 1

wpid-20150119_185930.jpgOriginaltitel: Another

Autor: Yukito Ayatsuji

Zeichner: Hiro Kiyohara

Verlag: Egmont Manga

Genre: Mystery

Seitenzahl: 181

Anzahl Bände: 4

Erscheinungsjahr (Original): 2010

Ursprünglich hatte ich bloß vor, den auf dieser Manga-Reihe basierenden Anime eines fernen Tages mal zu schauen, doch nun wurde mir der erste Band freundlicherweise untergejubelt. Der Klappentext besagt Folgendes:

Irgendetwas ist merkwürdig an der Yomiyama-Mittelschule. Das spürt der neue Schüler Koichi ganz deutlich. Es gibt seltsame Geistergeschichten an der Schule, eine Mitschülerin scheint für die anderen gar nicht zu existieren und seine Klassenkameraden sollen eine ganz besondere Beziehung zum Tod haben. Anscheinend will aber niemand offen darüber reden. Als er versucht, Licht ins Dunkel zu bringen, wird die Sache nur noch mysteriöser…

Hiro Kiyohara ist ein mir mittlerweile geläufiger Name und so präsentiert sich der Zeichenstil ähnlich wie in so mancher Otsuichi-Adaption, die sie gezeichnet hat: Schön anzusehen, aber nicht zu überladen. Genau das richtige für einen Mystery-Manga also. Lediglich bei der Cover-Gestaltung wurde mal etwas detaillierter als beispielsweise bei Kizu vorgegangen.

Zum Inhalt lässt sich sagen, dass der Leser wohl nicht weniger verwirrt ist als der Protagonist. Irgendwie scheint alles miteinander zusammen zu hängen, aber man hat keinen blassen Schimmer, wie genau eigentlich. Doch im Gegensatz zum Protagonisten muss man als Leser auch mit möglicher Verwirrung bei den Charakteren auseinandersetzen, denn dieser erste Band beinhaltet relativ viele Personen, was auch dazu führt, dass die meisten bislang eher weniger ausgearbeitet wirken und nur als „Weiterer Nebencharakter mit kompliziertem Namen“ in Erinnerung bleiben. Und die wenigen, die man doch von der Masse unterscheiden kann, scheinen doch sehr stereotypisch gehalten zu sein.

Viel mehr als das Aufwerfen von Fragen und das gelegentliche Auftreten von Nebencharakteren passiert auch kaum im ersten Band von Another. Natürlich darf man beim ersten Band einer Reihe nicht sofort die große Spannung erwarten, aber gerade im Hinblick auf die Kürze der Reihe, ist es doch verwunderlich, wie sehr der erste Band teilweise auf der Stellen tritt oder sich im Kreis dreht: Der Protagonist findet ein kleines Stückchen heraus, was nur noch mehr Fragen aufwirft, man rät ihm, dass Wissen gefährlich ist und ignoriert seine Fragen oder Aussagen zunächst so gut es geht. Und dieser Zyklus wiederholt sich mehrere Male.

Dementsprechend ist die Atmosphäre des Mangas auch nicht sonderlich dicht. Es kommt einfach nicht die große Spannung auf, weil es einfach zu viele Unklarheiten gibt, durch die eine spannungstötende Verwirrung entsteht. Und daran kann auch das abrupte Ende, das den Leser wohl schockieren soll, nichts mehr ändern.

Nichts desto trotz scheint Another eine durchaus interessante Reihe zu sein, denn obwohl der erste Band doch noch sehr auf der Stelle tritt, scheint es einen klaren roten Faden hinter der Handlung zu geben und vielleicht besteht ja auch die Hoffnung, dass sowohl Spannung als auch Charaktere noch ausgeweitet werden. Daher vergebe ich 3 von 5 Kreuzen.

† † † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

 

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