Übel Blatt Band 0

wpid-20141217_165039.jpgOriginaltitel: Yūberu Buratto

Mangaka: Etorouji Shiono

Verlag: Kazé

Genre: Fantasy, Action

Seitenzahl: 213

Anzahl Bände(DE): Bisher bis Band 1

Erscheinungsjahr: 2014

Übel Blatt ist wohl der Newcomer, der die deutsche Manga-Szene enorm aufwühlt. Doch was steckt hinter diesem Manga, dessen Titel mich durch die Kombination von zwei Worten immer wieder an Elfen Lied erinnert? Und wieso wird die Reihe mit Band 0 begonnen?Der Klappentext besagt Folgendes:

Einst bedrohte eine dunkle Armee das Reich. Der Kaiser entsandte 14 Krieger, versehen mit heiligen Lanzen, ihr die Stirn zu bieten. Ihrer drei fanden den Tod auf dem Weg zur Schlacht. Vier verrieten das Bündnis und wurden erschlagen. Nur sieben vollendeten ihre Mission und kehrten zurück, in Ehre und Glorie. So spricht die Legende. Doch manche Legenden sind auf Verrat gebaut…

Der Klappentext verdeutlicht die Art dieses Mangas ziemlich gut, denn er könnte auch zu einem Fantasy-Buch passen, und so ist es nicht verwunderlich, dass der Verlag Übel Blatt mit einer Größe wie Game of Thrones vergleicht.

In Band 0 von Übel Blatt lernt man den jungen Keinzell kennen. Was es genau mit ihm auf sich hat, wird in diesem Band bereits erwähnt, wodurch sich auch die Anspielung des Klappentextes klärt, allerdings habe ich die Vermutung, dass noch weitaus mehr an Hintergrundinformationen folgen könnten, sollten die folgenden Bände denn so aufgebaut sein wie dieser.

Der Einstig in die Geschichte erweist sich allerdings als ziemlich schwierig, da viele Personen auftreten und actiongeladene Ereignisse geschehen, sodass der Leser sich erstmal zurecht finden muss, wer denn nun wer ist und wer auf wessen Seite steht. Generell habe ich persönlich ja nichts gegen ein wenig Action, aber gerade bei Manga-Anfängen, die vielen Kämpfen beginnen, hat mein Verständnis für den Kontext doch oftmals das Nachsehen.

Dies ändert sich glücklicherweise in den späteren Kapitel ein wenig, in denen die Ereignisse, die einige Jahre zuvor stattfanden, genauer erläutert werden, obgleich ich mich Frage, ob dieser Zeitraum wirklich ausreichend ist, um schon von einer Legende zu sprechen – schließlich bezeichnen wir die Geschehnisse rund um den Mauerfall doch auch nicht als Legende.

In einem kurzen Anhang werden schließlich noch ein paar Begriffe und Geräte aus dem Band überwiegend in Textform näher erläutert.

Allerdings wusste ich nach dem Lesen noch nicht so recht, was ich denn nun von Übel Blatt halten soll, und um ehrlich zu sein, ist meine Einstellung zu diesem Manga noch immer fragwürdig. Was man über Übel Blatt sagen kann, ist, dass es eine düstere Fantasy-Welt beinhaltet, die man durchaus ansatzweise mit Westeros vergleichen kann, da sowohl Etorouji Shiono als auch George R.R. Martin kein Blatt vor den Mund nehmen, allerdings ist es derart ungewohnt für mich, solch eine Fantasy in Form eines Mangas zu lesen, dass ich noch skeptisch bin, wie sehr sich das Epische, was High Fantasy für mich ausmacht, durch die Bilder vermitteln lässt. Zudem frage ich mich, warum es sich hierbei denn nun um Band 0 und nicht Band 1 handelt.

Insgesamt ist es also verständlich, warum Kazé Übel Blatt mit Game of Thrones vergleicht, da es sich bei Übel Blatt wohl um eine düstere High Fantasy Welt handelt, allerdings überwiegt noch immer meine Skepsis, ob bei einem solchen Manga wirklich dieses epische Gefühl ausgelöst werden kann, oder ob nicht doch am Ende wildes Schwerter-Geschnetzel überwiegt. Deswegen vergebe ich für diesen Band 3 von 5 Kreuzen.

† † † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

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