Elfen Lied Band 2

wpid-20141017_215746.jpgOriginaltitel: Erufen Rito

Mangaka: Lynn Okamoto

Verlag: Tokyopop

Genre: Mystery, Thriller

Seitenzahl: 435

Anzahl Bände: 6

Erscheinungsjahr(DE): 2009

Nachdem ich neulich bereits mit dem ersten Band von Elfen Lied begonnen hatte, musste natürlich sogleich der zweite Band folgen. Dieser ist wieder mit folgendem Klappentext ausgestattet:

Das schöne Gesicht des Todes

Lucy ist eine Diclonius – eine Mutantin mit einem scheinbar unstillbaren Hunger zu töten. Trotz höchster Sicherheitsvorkehrungen gelingt ihr eines Tages die Flucht aus dem Forschungslabor, in dem sie untersucht wurde. Wenige Tage später finden der Student Kota und seine Cousine Yuka am Strand ein nacktes Mädchen, das scheinbar sein Gedächtnis verloren hat. Sie nehmen sie mit zu sich nach Hause und ahnen nicht, wen sie da bei sich aufgenommen haben …

In dem zweiten Band liegt das Hauptaugenmerk weniger auf Action, allerdings dafür umso mehr auf Zeitsprüngen. Denn in diesem Band wird vor allem die Vorgeschichte der verschiedenen Personen betrachtet. Andeutungen, was möglicherweise zuvor passiert sein könnte, gab es ja bereits im vorherigen Band, doch nun werden einige Ereignisse, die wirklich gut durchdacht sind, näher dargestellt. Dadurch wird die Handlung der Geschichte, obwohl im Hier und Jetzt nicht zu viel passiert, stark vorangetrieben, da der Leser plötzlich einen viel umfassenderen Blick der Zusammenhänge erhält.

Auch der Zeichenstil hat sich im Vergleich zum Beginn des ersten Bandes deutlich verbessert. Zwar betont Okamoto im Nachwort, dass der Zeichenstil auch in seinen Augen nicht sonderlich schön ist, jedoch kann man sich mittlerweile an den nicht mehr ganz so eckigen Zeichenstil gewöhnen.

Allerdings gibt es auch so manche Stelle, die mich doch sehr irritiert hat. Elfen Lied wird zwar nicht umsonst auch als Harems-Manga bezeichnet, dennoch fragt man sich so manches Mal, ob die Handlungen der Personen wirklich notwendig sind. Gerade was das Verhalten Yukas an einem Punkt angeht, war ich doch relativ skeptisch. Zudem missfiel mir auch die generelle Darstellung Yukas in den Rückblicken, auch wenn dies dazu dienen soll, mehr Sympathien auf Lucy zu lenken. Dennoch sollte dies kein Grund sein, einen eigentlich nicht unsympathischen Charakter zu einer Art nervigen Hupfdohle verkommen zu lassen.

Und auch das Special ließ sich wie die im vorherigen Band beigefügten Specials nicht so recht in den Kontext der Geschichte einsetzen. Ich weiß noch nicht, was genau ich von den Specials halten soll. Gemein haben diese Specials ja die Sehnsucht nach unsterblicher Liebe und dem einen, einzig wahren Partner, was in gewisser Weise auch in der Haupthandlung von Elfen Lied eine Rolle spielt, jedoch erscheint mir dies noch ein Stückchen zu wenig, um die Existenz der Specials zu begründen. Aber womöglich klärt sich dies noch in den folgenden Bänden auf.

Insgesamt legt der zweite Band von Elfen Lied also ordentlich zu, was die Spannung betrifft, jedoch merkt man eben auch, dass es sich hierbei um einen Harem-Manga handelt und so manche Handlung vom inhaltlichen Sinn her doch recht fragwürdig anmutet. Dennoch bin ich gespannt, welche Zusammenhänge sich auch noch im nächsten Band ergeben werden und vergebe daher 4 von 5 Kreuzen.

† † †

Gezeichnet Seitenfetzer

 

Weitere Bände

Elfen Lied Band 1

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