Elfen Lied Band 1

wpid-20141010_215348.jpgOriginaltitel: Erufen Rito

Mangaka: Lynn Okamoto

Verlag: Tokyopop

Genre: Mystery, Thriller

Seitenzahl: 428

Anzahl Bände: 6

Erscheinungsjahr(DE): 2009

 

Elfen Lied gehört auch zu den in Deutschland bekanntesten Mangas und Animes. Und tatsächlich ist Elfen Lied einer der wenigen Animes, die ich komplett gesehen habe. Deswegen war mir die Grundgeschichte des Mangas auch schon zuvor bekannt, weswegen die Erwartungen relativ hoch ausfielen. Der Klappentext besagt Folgendes:

Das schöne Gesicht des Todes

Lucy ist eine Diclonius – eine Mutantin mit einem scheinbar unstillbaren Hunger zu töten. Trotz höchster Sicherheitsvorkehrungen gelingt ihr eines Tages die Flucht aus dem Forschungslabor, in dem sie untersucht wurde. Wenige Tage später finden der Student Kota und seine Cousine Yuka am Strand ein nacktes Mädchen, das scheinbar sein Gedächtnis verloren hat. Sie nehmen sie mit zu sich nach Hause und ahnen nicht, wen sie da bei sich aufgenommen haben …

Und damit gibt der Klappentext die Handlung des ersten Bandes auch relativ gut wieder.

Natürlich habe ich beim Lesen des Manga sehr deutlich gemerkt, dass ich den Anime vor einiger Zeit bereits einmal geschaut habe, auch wenn dies bereits so lange her ist, dass ich mich nur an die gröbste Handlung erinnern kann. Dass Yuka beispielsweise Kotas Cousine ist, das wäre mir nicht mehr eingefallen (zumal ich eine deutlich andere Konstallation der beiden im Kopf hatte).

Was beim Lesen gerade zu Beginn direkt ins Auge springt, ist der Zeichenstil. Besonders in den ersten Kapitel sehen die Charaktere wirklich eckig aus, was bei der Kleidung vielleicht noch in Ordnung sein mag, bei den Köpfen aber doch einen recht ulkigen Eindruck hinterlässt, weswegen es mir auch schwer fiel, in die Geschichte reinzukommen.

Gleich zu Beginn wird jedoch auch klar, dass Elfen Lied unter anderem für Action und Blutvergießen steht. Die ersten Opfer Lucys nehmen definitiv keine Rücksicht auf die Sauberkeit der Umgebung sondern krepieren sehr ausdrucksstark.

Und die Action zieht sich durch den kompletten ersten Band. Zwar ist Elfen Lied weitaus mehr als sinnloses Geschnetzel, denn nicht zuletzt wird die Reihe für ihre melancholische Geschichte von den Fans verehrt, doch wer kein gezeichnetes Blut kann, sollte lieber die Finger von diesem Manga machen.

Im Vergleich zum Anime habe ich mich oftmals gefragt, ob die Charaktere wirklich so aussahen, wobei bei genauerer Betrachtung doch deutlich wird, dass sie sich ziemlich ähneln, lässt man die Tatsache der eckigeren Köpfe im Manga und den typischen Einsatz von Farbe im Anime außer Acht. Dennoch kann die Erinnerung sich durch diese beiden Kleinigkeiten bereits täuschen lassen.

Was mir im Vergleich zum Anime aus der Erinnerung heraus noch auffiel, ist die Ausführlichkeit. An manchen Stellen hat sich das Gefühl bei mir eingeschlichen, dass der Anime doch ausführlicher war, beispielsweise was die Hintergrundinformationen über Mayu anbelangt, jedoch schließe ich nicht aus, dass diese womöglich noch im folgenden Band geliefert werden, da ich nicht meine Hand dafür ins Feuer halten würde, dass Anime und Manga derselben chronologischen Reihenfolge folgen.

Doch obwohl der erste Band von Elfen Lied sich für seine Länge nicht zu sehr zieht, da er genau die richtige Prise an Spannung erhalten hat, fehlte mir das gewisse Etwas, wobei ich bislang nicht zu sagen vermag, was genau ich vermisse. Ob es wohl daran liegt, dass der Manga nicht vom Soundtrack des Animes profitieren kann? Oder ob mich die Eckigkeit und das Geschnetzel zu sehr abgeschreckt haben? Vielleicht lässt sich die Antwort darauf im nächsten Band finden.

Insgesamt ist der erste Band von Elfen Lied also durchaus gelungen, jedoch haut er den Leser, insbesondere wenn dieser den Anime bereits kennt, nicht zu sehr vom Hocker, weswegen ich 3 von 5 Kreuzen vergebe.

† † † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

 

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