Death Note Band 1

wpid-20140928_204919.jpgOriginaltitel: Desu Notu

Autor: Tsugumi Ohba

Zeichner: Takeshi Obata

Verlag: Tokyopop

Genre: Mystery

Seitenzahl: 197

Anzahl Bände: 12

Erscheinungsjahr(DE): 2006

Death Note gehört wohl zu den in Deutschland bekanntesten Animes und Mangas, wenn man von typischen Shonen-Standards wie One Piece oder Naruto mal hinwegsieht. Ursprünglich hatte ich gar nicht so zwingend vor, die Reihe zu lesen, doch großzügigerweise wurde mir ein Teil der Bände von einer besonderen Person geschenkt.

Doch worum geht es in der Reihe, die stets im Zusammenhang mit Begriffen wie „Light“, „L“ und „Kira“ genannt werden? Der Klappentext verrät Folgendes:

>>Der Mensch, dessen Name in dieses Heft geschrieben wird, stirbt.<< Das >>Death Note<< wurde wie zufällig durch den Todesgott Ryuk in die Welt der Menschen gebracht und nun entbrennt ein gnadenlos spannender Kampf zwischen dem Schüler Light Yagami und seinem Gegenspieler L.

Tatsächlich stellt der Klappentext den Inhalt des ersten Bandes recht gut dar, jedoch ist er doch ein wenig verwirrend formuliert. Warum ausgerechnet ein Schüler gegen einen Buchstaben kämpft und was das überhaupt mit einem Todesgott zu tun hat, mag sich so mancher, der den Inhalt wirklich nicht kennt, fragen.

Death Note beginnt mit dem gelangweilten Todesgott Ryuk, der einen Zeitvertreib darin findet, den Jungen Light zu begleiten, nachdem dieser Ryuks Death Note gefunden hat. Light, der landesweit der beste Schüler seines Jahrgangs ist, sieht in diesem Buch die Möglichkeit, eine neue und gerechtere Weltordnung zu schaffen, indem er diejenigen umbringt, die es in seinem Erachten verdient haben. Da es sich hierbei vor allem um zu Tode verurteilte oder noch gesuchte Schwerverbrecher auf der ganzen Welt handelt, wird Interpol schnell darauf aufmerksam, dass ein Serienmörder weltweit sein Unwesen treibt und so beginnt das Duell zwischen Light und L.

Um es direkt einmal vorweg zu nehmen, ich bin wirklich froh, diese Reihe doch angefangen zu haben. Den ersten Band habe ich innerhalb eines Abends verschlungen und konnte ihn dabei kaum aus der Hand legen. Die Bezeichnung als gnadenlos spannend im Klappentext ist keineswegs eine Übertreibung, denn dieser Manga zieht den Leser von einem Kapitel ins nächste, sodass man kaum merkt, wie die Seiten verfliegen.

Hierbei spielen diverse Faktoren eine Rolle. Zum einen ist der Zeichenstil wirklich herausragend an die Geschichte angepasst. Die Welt der Todesgötter und auch Ryuk selbst sieht wirklich so dermaßen abstrakt aus, dass dem Leser der Unterschied zwischen den zwei Welten deutlich wird, was man in so manchen Manga mit übernatürlichen Wesen ja nicht zwingend bemerkt. Der Zeichenstil in der Welt der Menschen hingegen ist klar strukturiert und weder zu ausführlich noch zu grob und vermittelt den Eindruck einer gewissen Anonymität des Protagonisten.

Und auch die Charaktere sind nicht übel. Bislang beschränkt sich die Handlung auf einige wenige, wobei die Hauptpersonen ganz eindeutig Ryuk, Light und L sind. Zudem spielen Lights Familienmitglieder bislang mehr oder weniger wichtige Rollen. Das Interessante an den Charakteren und ihren Interaktionen sind vor allem Light und L. Für sie beide gilt es, den jeweils anderen zu enttarnen, ohne selbst aufzufliegen, und obwohl man nichts über L weiß, dafür aber umso mehr über Light, ist keiner der beiden der Gute oder Böse. Die Standpunkte beider Charaktere sind für den Leser nachvollziehbar, ebenso wie ihre Methoden, den jeweils anderen in die Falle zu locken, da ihre Theorien und Pläne nicht durch plötzlich vom Himmel fallende Umstände erklärt werden, sondern sich, hätte man die Details für wichtig genug befunden, bereits zuvor in der Handlung offenbaren.

Und das ist es, was einen Teil der Spannung ausmacht. Weil man als Leser eben nicht auf die richtige Seite geführt wird, ist völlig offen, wer am Ende der Gewinner sein wird, sodass man mit beiden gleichermaßen mitfiebert.

Ich kann einfach nichts Negatives am ersten Band von Death Note finden. Es passiert wirklich selten, dass ich so dermaßen von etwas gefesselt werde und von dem ich, obwohl ich es ursprünglich gar nicht geplant hatte zu lesen, so begeistert war. Deswegen verdient sich dieser Manga definitiv 5 von 5 Kreuzen.

† † † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

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2 Kommentare zu “Death Note Band 1

  1. Soo, da ich mich nach einiger Zeit nun wieder daran erinnert habe, dass du diesen Blog hier hast, habe ich gedacht, sehe ich mal nach, was du zu einem der besten Mangas zu sagen hast. (Und zugegebenermaßen einen der wenigen, von dem ich nicht nur den Anime gesehen habe…)
    Ich habe keine Ahnung, wie lange so ein Kommentar hier sein darf, aber ich schreibe einfach mal drauflos. Eigentlich wollte ich dir nur ein kleines Feedback geben für die Arbeit, die du offensichtlich schon seit Jahren (und völlig unerwähnt gegenüber deinen Freunden) machst. Immerhin habe ich bloß über einen Snap erfahren, dass dieser Blog hier existiert, du Geheimniskrämerin.

    First things first: wie konntest du in deiner Schulzeit so viele Bücher lesen und rezensieren? Alleine dafür schon einmal großen Respekt, aber ich habe mich ja schon immer gefragt, ob du eigentlich ein Mensch bist.
    Zu deiner kleinen Kritik hier oben kann ich nur sagen, wie unglaublich professionell du arbeitest. Das hätte bestimmt Extrapunkte im Deutsch-LK gegeben (wenn es in unserem Schulsystem mehr als 15 Punkte gegeben hätte).
    Zweitens, und ich weiß nicht, warum wir niemals darüber geredet haben, finde ich es cool, dass du offensichtlich auch Death Note- und Black Butler-Fan bist. Warum erfahre ich so etwas, nachdem du weggezogen bist?:D

    So, der eigentliche Sinn dieses Textes: ich werde diesen Blog weiter verfolgen, und das nicht nur, weil wir im Real Life befreundet sind. Offensichtlich hast du einen ähnlichen Geschmack wie ich – zumindest was Mangas angeht – und außerdem finde ich einen irgendwie traurig, dass ich nie wusste, dass es diesen Blog hier gibt. Ich habe also noch einiges aufzuholen 🙂 (auch, wenn ich von ca. 80% der hier aufgelisteten Bücher nie was gehört habe…)

    LG,
    Sophie (auch, wenn du mich vielleicht schon enttarnt hast:D)

    • Heyho,

      mit einem Kommentar von dir (oder generell einem „RL-Menschen“) hätte ich echt nicht gerechnet. Umso cooler ist das gerade (und dann ist er auch noch so lang). ^^

      Die Schulzeit war gar nicht so sehr das Problem, weil ich da mindestens an den Wochenenden ordentlich was verschlingen konnte. Das Studium bringt wirft mich momentan ja ein bisschen mehr aus der Bahn. Aber ich hoffe noch auf das nächste Semester. ^^‘

      Warum haben wir damals eigentlich nie darüber geredet? Warum wusste ich das nicht von dir (bzw. warum wusste ich nichtmal, dass du Animes und Mangas prinzipiell erstmal nicht abgeneigt bist?)? Na ein Glück, dass du gerade auf dem Weg hierher bist. 😉

      Wuhu, da habe ich jetzt erst Recht Motivation, hier wieder aktiver zu werden, wenn ich weiß, dass du mitliest.

      Ganz großes Danke für den Kommentar. Der schließt das Jahr gerade echt gut ab.

      Dann mal bis nachher, wenn wir uns nicht nur virtuell gegenüberstehen. 🙂
      LG Esther

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