Can you hear me?

wpid-20140910_165228.jpgOriginaltitel: Kiminisika Kikoenai

Autor: Otsuichi

Mangaka: Hiro Kiyohara

Verlag: Egmont Manga

Genre: Mystery

Seitenzahl: 192

Erscheinungsjahr (Original): 2007

Es ist wohl mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass ich eine Vorliebe für Mangas habe, die auf Werken Otsuichis basieren und so war es klar, dass Can you hear me? eines Tages auch seinen Weg in meine kleine Sammlung finden würde. Doch worum geht es bei diesem gewohnt kaum aussagekräftigen Titel? Der Klappentext besagt Folgendes:

„Hallo? Kannst du meine Stimme hören?“ Eines Tages klingelte im Kopf der einsamen Schülerin Ryou ein Telefon. Ihr Gesprächspartner ist Shin’ya, der genauso wie sie ein imaginäres Handy besitzt …

GOTH-Autor Otsuichi liefert die Story zu diesem Mystery-Manga, bebildert wird er verstörend real von Mangaka Hiro Kiyohara (KIZU, Holiday)

Doch das allein verrät noch nicht wirklich viel über das Geschehen. Ryou traut sich nicht, mit ihren Mitmenschen zu kommunizieren, weswegen sich auch kein Handy besitzt. Bis sie anfängt, sich im Geiste eines auszumalen und plötzlich Anrufe darauf erhält. Dabei lernt sie Shin’ya und Harada kennen, die ihr weiteres Leben verändern sollen.

Can you hear me? hat einen sehr klaren Zeichenstil. Kiyohara hat auf zu viele unwichtige Details verzichtet, wodurch die Geschichte im Zentrum des Geschehens steht, jedoch auch nicht zu grob gearbeitet.

Vom Inhalt her plätschern die Ereignisse so vor sich hin. Wer viel Action braucht, wird sich wohl nicht zwingend mit diesem Manga anfreunden können, auch wenn auch die ein oder andere Szene durchaus rasant ist. Dennoch ist Can you hear me? keineswegs langweilig, da man mit der zaghaft wachsenden Freundschaft zwischen Shin’ya und Ryou mitfiebert und man die beiden einander wirklich gönnt.

Denn obwohl sie beide ein Stück weit das Klischee des Außenseiters bedienen, sind sie keine nervigen Mitleidsbündel. Sie haben sich mit ihrer Situation abgefunden und lernen erst durch den jeweils anderen, dass es doch etwas gibt, was sie im Leben erreichen können.

Sowohl die Grundidee, dass gewisse Menschen in der Lage sind, telepathisch untereinander zu kommunizieren und sich so im Leben weiterzuhelfen, als auch dieser typisch japanische Flair, der vorsichtig aus dem Manga herauströpfelt, gefallen mir recht gut.

Generell scheint der Manga, auch wenn er auf einer Kurzgeschichte basiert, doch ein wenig zu knapp geraten, gerade was das Ende angeht. Die endgültige Situation wird mit viel zu wenig Worten beschrieben, obwohl die letzten Ereignisse definitiv für ausführlichere Darstellungen genügend Stoff geliefert hätten und auch der Zusammenhang zwischen Ryou und Harada bleibt ein wenig schleierhaft.

Insgesamt ist Can you hear me? ein netter Manga für einen verregneten Nachmittag, den man in einem Rutsch durchgelesen hat. Die Geschichte schafft es, einen für den Moment nach Japan zu entführen, ist aber letztendlich nur ein One-Shot und gerade am Ende etwas zu knapp geraten.  Alles in Allem ist der Manga also zwar ganz nett, man sollte jedoch auch nicht zu viel erwarten. Daher vergebe ich 3 1/2 von 5 Kreuzen.

† † †

Gezeichnet Seitenfetzer

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