Eona – Drachentochter

Foto-1161Originaltitel: Eona – Dragoneye Reborn

Autor: Alison Goodman

Verlag:  blanvalet

Genre: Fantasy

Seitenzahl: 509

Erscheinungsjahr(DE): 2011

Ein Cover, das einen Hauch von Story verrät und der  Klappentext, fasznierten mich damals, als ich Eona kaufte und zum ersten Mal las. Doch wie sieht es nun aus? Diese Frage stellte ich mir und beschloss, fast 3 Jahre später, ein früheres Lieblingsbuch von mir nochmal zur Hand zu nehmen. Der Klappentext verrät folgendes:

>>Diese Drachenstory ist unglaublich spannend.<< Westfälische Nachrichten

Mädchen und Frauen ist es bei Todesstrafe verboten, Drachenmagie zu wirken. Dennoch träumt Eona davon, ein Drachenauge zu werden – die Erwählte einer der himmlischen Mächte. Als Junge verkleidet schmuggelt sie sich in die Auswahlzeremonie und es geschieht das Unglaubliche: Der lange verschollene Spiegeldrache erwählt sie zu seiner magischen Novizin. Doch der ehrgeizige Lord Ido hat sie als Mädchen erkannt. Schneller als je eine Novizin zuvor muss Eona nun ihre Kräfte meistern – wenn sie nicht zum Spielball seiner dunklen Intrigen werden will …

>>Alison Goodmans intelligente, farbenprächtige Geschichte nimmt einen von der ersten Seite an gefangen.<< The London Times

Übersetzt von Andreas Heckmann

Insgesamt gibt der Klappentext den Inhalt recht gut wieder. Eona, ein armes Mädchen, dessen einzige Hoffnung darin besteht, zum Drachenauge zu werden, nimmt nach jahrelangem Training getarnt als Junge an der Auswahlzeremonie teil und gelangt so mitten in den Machtkampf, der sowohl im Drachenrat als auch im Königshaus entbrannt ist.

Was mir schon damals an dem Buch gefiel und auch heute noch gefällt, ist die eigene Zivilisation die Goodman sich geschaffen hat. Die Gesellschaft, in der Eona lebt, wirkt einfach so real, man könnte fast glauben dass sie irgendwo tatsächlich in ähnlicher Form existiert. Dies ist kein Wunder, denn im Nachwort betont Goodman selbst, dass sie sich durch ihre Recherchen von vielen verschiedenen Zivilisationen und Kulturen hat beeinflussen lassen. Den besonderen Einfluss der Geschichte Chinas und Japans spürt man besonders, da die ganze Geschichte einen kulturell recht asiatischen Touch hat, was für vergleichbare Fantasy-Werke doch eher selten ist, orientieren andere sich hierbei doch eher an der (mittelalterlichen) Kultur Europas.

Doch nicht nur die Kultur, sondern auch die Charaktere allgemein sind sehr schön ausgearbeitet. Und bisher hatte ich bei noch keinem Charakter wirklich das Gefühl, auf ein richtiges Klischee zu stoßen.

Besonders sympathisch ist mir hierbei auch Eona. Während der Geschichte kämpfen in ihrem Inneren die Geschlechter immer wieder miteinander, da Eona eigentlich zwar ein Mädchen ist, jedoch aufgrund der im Klappentext genannten Todesstrafe als Junge leben muss. Und nicht nur bei ihr spielt das Geschlecht eine entscheidende Rolle. Denn die Frage, was das eigene Geschlecht denn nun bedeutet, zieht sich durch die ganze Geschichte – sei es nun der Mondschatten Ryko, der kastriert wurde, die Contraire Lady Dela, die transexuell ist, oder Lord Ido, der Sonnenpulver nimmt, um seine Männlichkeit und Macht zu stärken. Die Kombination mit dieser Thematik und der Fantasy gefällt mir ausgesprochen gut.

Zudem sind die Kämpfe durchaus gelungen. Zwar kämpft Eona meist in den Figuren, die die Anwärter für die Zeremonie lernen, jedoch werden diese meist knapp umrissen, dies artet jedoch nicht in eine zu ausführliche Beschreibung aus. Goodman schafft es also, zwar genügend Information zu liefern, als dass man sich ein Bild von dem Kampf machen könnte, aber nicht zuviel von dieser, sodass man trotz der verschiedenen Figuren letztendlich nicht vollkommen verwirrt ist.

Jedoch gibt es noch einen Minuspunkt für den ersten Band der Trilogie. Mit seinen knapp 500 Seiten hat er doch gerade zu Beginn so seine Längen und man muss sich zunächst ein gutes Stück vorankämpfen, bis man wirklich in der Handlung „angekommen“ ist. So findet man sich zunächst im Training vor der Zeremonie wieder und erlebt erst die Stunden vor und während der Zeremonie mit, bevor Eona überhaupt von ihrem Drachen erwählt wird.

Von daher erhält Eona – Drachentochter 4 von 5 Kreuzen, da Goodman ihre Geschichte in eine gut ausgearbeitete Zivilisation gebettet hat, sie sich zu beginn aber doch ziemlich zieht.

† † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

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