Der Herr der Ringe – Band 2: Die zwei Türme

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Das Cover mit Scan-Code der Bücherei

Originaltitel: The Two Towers Being the Second Part of the Lord of the Rings

Autor: J.R.R. Tolkien

Verlag: Klett-Cotta

Genre: Fantasy, Klassiker

Seitenzahl: 406

Erscheinungsjahr (Original): 1954/1955

Der zweite Teil der Herr der Ringe Trilogie beginnt mit einer Zusammenfassung der Handlung des ersten Teils. Dies ist auch nötig, falls man diesen Teil nicht im direkten Anschluss zum vorherigen liest, da die Handlung ohne um den heißen Brei herumzureden direkt im ersten Kapitel ansetzt. Dies mag vielleicht zunächst verwunderlich wirken, ist jedoch vollkommen legitim, wenn man sich vor Augen führt, dass die Trilogie ursprünglich als ein Buch gedacht war.

Im zweiten Band scheint sich das Schicksal von Mittelerde allmählich zu besiegeln. Schlachten werden ausgetragen, Feinde werden geschwächt, aber auch Tode in den eigenen Reihen sind zu beklagen. Und über all diesem erbitterten hin und her schwebt die Frage, ob Frodo seinen Auftrag erfüllen kann oder alle dem Untergang geweiht sind.Wie auch der erste Band ist auch der Zweite nochmals in zwei „Bücher“ unterteilt. Das erste Buch beschäftigt sich mit dem Schicksal der Gemeinschaft, die zunächst getrennt ist. Dieser Teil des Buches gefiel mir unheimlich gut, da mir die Charaktere doch allmählich recht vertraut geworden sind. Man merkt einfach, wie sehr man in der Geschichte steckt und mit Gimli, Legolas und Co. mitfiebert und das Beste für sie hofft. Dieser Abschnitt gefiel mir besonders gut, weil die Handlungsstränge einerseits verknüpft, andererseits aber auch unabhängig voneinander sind und man als Leser so ein wunderbares Gesamtbild der Situation erhält.

Das zweite Buch wendet sich dem Schicksal des Ringes zu. Hierbei muss erwähnt werden, dass sich dies leider während der Wanderschaft sehr zieht und manche Dinge wie verschiedene Gebirge oder bestimmte Merkmale von Bergen immer wieder beschrieben werden, was mich persönlich enorm zum „Überfliegen“ des Textes anspornte, da man sich das beschriebene kaum so voller Details vorstellen kann – insbesondere, wenn man selbst noch nie in den Bergen war.

Was mir an diesem zweiten großen Abschnitt jedoch gefiel war die Darstellung Gollums und das Verhalten, das ihm gegenüber gezeigt wird. Dieses trügerische Wechselspiel zwischen Freund und Feind, bei dem man letztendlich selbst entscheiden muss, was Gollum letztendlich ist, ist sehr gelungen. Und zum Ende hin wird auch der zweite Abschnitt so spannend, dass man am liebsten direkt im nächsten Band weiterlesen würde. Schließlich gipfelt das Ganze in einem Cliffhanger, der ähnlich mies ist wie der am Ende des zweiten Teils der Hobbitverfilmung.

Insgesamt merkt man im zweiten Band also, wie sehr man schon in Mittelerde feststeckt. Man fiebert mit den Charakteren mit und würde am liebsten direkt mit dem nächsten Band weitermachen. Allerdings hat sich die Geschichte auch hier wieder ein wenig gezogen. Da das Buch mehr als 4 Kreuze verdient hat, 5 aber auch noch nicht völlig angebracht sind, werde ich ausnahmsweise mal 4 1/2 Kreuze vergeben.

† † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

Weitere Bände:

Die Gefährten

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