Der Herr der Ringe – Band 1: Die Gefährten

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Das Cover mit Scan-Code der Bücherei

Originaltitel: The Fellowship of the Ring Being the First Part of the Lord of the Rings

Autor:  J.R.R. Tolkien

Verlag: Klett-Cotta

Genre: Fantasy, Klassiker

Seitenzahl: 491

Erscheinungsjahr (Original): 1954/1955

Der Herr der Ringe dürfte heutzutage wirklich jedem ein Begriff sein und gerade durch die momentanen Verfilmungen seines Vorgängers wächst das Interesse an dieser Fantasy-Reihe wieder.

Da meine Ausgabe keinen Klappentext besitzt, bin ich mal so frei, selbst den Inhalt grob zusammen zu fassen. Lange Zeit nach Bilbos Abenteuern, die aus dem Hobbit bekannt sind, befindet sich der mysteriöse Ring, den er damals fand, noch immer in seinem Besitz. Doch dieser kleine Gegenstand birgt eine große Gefahr für das Auenland und ganz Mittelerde. Um das Böse zu besiegen, muss Bilbos Neffe, Frodo, eine lange Reise antreten und wie einst Bilbo großen Gefahren ins Auge blicken.

Doch was soll ich nun über den ersten Band sagen? Ich muss zugeben, dass es mir sehr schwer fällt, eine Meinung zu formulieren. Dies liegt wohl auch daran, dass ich ziemlich lange gebraucht habe, um das Buch durchzulesen, andererseits wohl schon so viel von so vielen Leuten über das Buch gesagt wurde, dass meine Meinung gewiss keine großen Innovationen mit sich bringt.

Dass ich so lange für das Buch brauchte, hat wohl zweierlei Gründe: Zwar kam ich zeitweise nicht zum Lesen, jedoch trägt das Buch selbst wohl auch seinen Teil bei. Besonders der Beginn der Geschichte zieht sich ziemlich, besonders, wenn man nicht das schnellste Lesetempo hat und sich nicht an detaillierten Umgebungsbeschreibungen erfreut. Zu dieser Sorte Mensch zähle ich wohl leider.

Die Geschichte kommt allerdings dann doch noch in Fahrt – spätestens ab der ersten Begegnung mit einem gewissen „Streicher“.

Hat man sich aber erstmal an die teilweise vorhandene Ausführlichkeit gewöhnt und in die Geschichte eingefunden, kann man sich auf ein wirklich schönes Fantasy-Werk einlassen. Man spürt, dass Tolkien einfach eine eigene Welt schaffen wollte und sich viele Gedanken gemacht hat. Die Einzigartigkeit Mittelerdes fließt durch jedes Lied, jedes Gedicht und jede Buchseite. Ich habe großen Respekt vor dieser Leistung, denn es muss wirklich eine enorme Vorstellungskraft und Ausdauer gekostet haben, um eine Welt mit ihren vollkommen eigenen Völkern, Sagen, Geschichten, Liedern und Sprachen dermaßen intensiv zu erschaffen.

Auch die verschiedenen Charaktere aus den verschiedenen Völkern sagten mir durchaus zu. Denn obwohl so einige an Charakteren in dem Buch vorkommen, hatte ich bei keinem so recht das Gefühl, dass er nur existiert, um einmal in seinem Leben mit den Protagonisten zu interagieren. Bei vielen anderen Büchern, stellt sich dieses Gefühl ja recht schnell ein. Klar, man erfährt nicht von jedem Nebencharakter die komplette Lebensgeschichte, aber man kann sich dennoch bei jedem vorstellen, dass er oder sie noch ein Leben abseits des Plot hat.

Außerdem gefiel mir, dass Situationen und Begebenheiten aus dem Hobbit hin und wieder aufgegriffen werden, man die Geschichte aber auch ohne Vorkenntnisse verstehen könnte. So fühlen sich „alte Fans“ des Hobbits nicht in eine Dauer-Wiederholung der dort auftretenden Begebenheiten versetzt, man muss sich aber nicht unbedingt vorher dazu zwingen, den Hobbit zu lesen.

Wie gesagt ist der einzige „Makel“ des Buches, wenn man es denn so nennen will, dass es sich besonders zu Beginn, aber eben auch im späteren Verlauf hin und wieder etwas zieht. Außerdem müsste man, um nicht die Orientierung zu verlieren, eigentlich beim Lesen die ganze Zeit auf eine Karte von Mittelerde schauen.

Zum Ende ist nur zu sagen, dass es in mir den Wunsch weckte, sofort weiterlesen zu können, obwohl ich gleichzeitig auch froh war, dass ich das Buch erst einmal durchhatte und eine Pause von Hobbits, Elben und Co. machen kann.

Insgesamt ist Der Herr der Ringe – Die Gefährten also ein gelungener Einstieg in eine vollkommen in sich geschlossene Fantasy-Welt. Sofern man sich von manchmal etwas längeren Passagen nicht abschrecken lässt und sich etwas Zeit für das Buch nehmen mag, sollte also durchaus einen Blick darauf werfen. Dafür gibt es von mir 4 von 5 Kreuzen.

† † † †

Gezeichnet Seitenfetzer

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