Gastrezension: Warrior Cats – Staffel 1

Originaltitel: Warrior Cats

Autor: Erin Hunter

Verlag: Gulliver

Genre: Fantasy, Jugendbuch, Kinderbuch

Seitenzahl: 2112

Erscheinungsjahr: 2008 (DE)

Jenseits der Menschen, tief verborgen im Wald, leben die ungezähmten Katzen in Clans zusammen. Der Hauskater Sammy hat seine Zweibeiner verlassen, um sich dem DonnerClan anzuschließen. Er genießt das wilde Leben des Waldes in vollen Zügen, lernt zu jagen, seine Instinkte zu gebrauchen und seine Feinde zu riechen. Das Leben im Wald stellt ihn immer wieder auf die Probe, denn der Platz ist eng, das Futter knapp.

»Ein packendes Epos aus einer Welt, in der die netten Vierbeiner noch richtige Raubtiere sind. Fantasy vom Feinsten.«- Der Spiegel

Erin Hunter, ein Pseudonym und Zusammenschluss mehrer Autoren, führt den Leser mit Warrior Cats in die Welt der Clans wildlebender Katzen ein. Vier dieser Clans gibt es, streng hierachiert und nach dem Gesetz der Krieger lebend. Dabei schönt Warrior Cats nichts und zeigt den gnadenlosen Kampf der Katzen untereinander und gegen die Natur. Die Rezension bezieht sich dabei nur auf die 1. Staffel der Reihe (inzwischen gibt es schon die 2. und 3. Staffel in Deutschland komplett, die 4. beginnt).

Vier Clans, eine fortlaufende Geschichte und viele natürliche Feinde bedeuten auch viele neue Charaktere. Neben einem beinah obligatorischem Trio gibt es massenweise Katze, die mal mehr, mal weniger ausgearbeitet wurden. Manchmal entsteht sogar der Eindruck, dass eine Katze nur in die Geschichte geschrieben wird, um in aller Bälde einen (womöglich tragischen) Tod zu spielen. In der rauen Welt des Waldes ist der gegenwärtige Tod durchaus verständlich, dennoch ist auffallend, dass vor allem die Nebenfiguren häufiger sterben.

Die Geschichte ist relativ einfach geschrieben, schafft es aber, den Leser durch neue Wendungen und Ereignisse sowie gezielte Cliffhanger zu fesseln. Typisch für Fantasyromane mit der Zielgruppe Kinder und Jugendlicher sind vor allem der starke Fokus auf Freundschaft, Zusammenhalt, Glaube und Treue, doch gibt es oftmals auch düstere und tragische Momente. Es gibt zwar an manchen Stellen viel Leerlauf, während durch andere, teils langwierige Stellen geradezu gehastet wird, aber diese Makel trüben den Lesefluss nicht.

Doch es ist längst nicht alles perfekt an Warrior Cats. Ähnlich wie die Harry Potter- oder andere Fantasy-Reihen ist der Protagonist in Warrior Cats ein zu großer Held. Es mag am Zielpublikum liegen, dass der Protagonist als strahlender Retter der Welt (bzw. des Waldes) dargestellt wird, und gänzlich unfehlbar ist er auch nicht, dennoch störrt es oftmals. Und auch der stellenweise sehr einfache Schreibstil lässt etwas Anspruch vermissen.

Warrior Cats bietet nicht nur den Jüngsten viel Lesespaß. Im Gegenteil, einige der Bücher besitzen einen düsteren, stellenweise aussichtslosen Ton. Trotz einiger Makel ist die 1. Staffel von Warrior Cats empfehlenswert für Fantasyfans und Katzenliebhaber, ungeachtet ihres Alters, und erhält von mir 4 Kreuze.

† † † †

Gezeichnet Horrorgeyst

Advertisements

Meinung schreiben

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s